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    <title>opablog (* * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * *) : Rubrik:Platonow</title>
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    <description>* * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * *</description>
    <dc:publisher>kranich05</dc:publisher>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:date>2008-10-08T17:45:39Z</dc:date>
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    <title>opablog</title>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5234240/">
    <title>Tschewengur -  ...weil die Menschen gar nicht anders konnten, als sich aus Angst...</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5234240/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;In der Nacht kam Wind auf und kühlte die ganze Stadt aus. In vielen Häusern setzte Kälte ein, und die Kinder retteten sich vor ihr, indem sie sich an den heißen Körpern ihrer typhuskranken Mütter wärmten. Die Frau vom Vorsitzenden des Gouvexkom Schumilin hatte auch Typhus, und zwei Kinder schmiegten sich von beiden Seiten an sie, um im Warmen zu schlafen; Schumilin selbst ließ den Petroleumkocher auf dem Tisch zur Beleuchtung brennen, weil er keine Lampe hatte und das elektrische Licht ausgegangen war, und zeichnete eine Windkraftmaschine, die einen Pflug am Seil hinter sich herziehen und die Erde fürs Korn pflügen würde. Im Gouvernement war die Pferdelosigkeit ausgebrochen, und man konnte nicht warten, bis genug Jungpferde geboren waren und zur Zugkraft wurden, also mußte man einen wissenschaftlichen Ausweg suchen.&lt;br /&gt;
Als Schumilin die Zeichnung beendet hatte, legte er sich aufs Sofa, rollte sich unter dem Mantel zusammen, um im Einklang zu sein mit der allgemeinen Dürftigkeit des Sowjetlandes, das die notwendigen Dinge nicht hatte, und schlief still ein. &lt;br /&gt;
Am Morgen wachte Schumilin mit der Vermutung auf, daß sich die Massen im Gouvernement bestimmt schon etwas ausgedacht hatten, vielleicht war auch der Sozialismus schon irgendwo unversehens zustande gekommen, weil die Menschen gar nicht anders konnten, als sich aus Angst vor Bedrängnis und für die Anstrengungen der Not zusammenzutun. Die Frau blickte ihren Mann mit weißen, vom Typhus ausgeblichenen Augen an, und Schumilin verkroch sich wieder unter dem Mantel.&lt;br /&gt;
&quot;Man muß&quot;, flüsterte er zur Beruhigung vor sich hin, &quot;man muß schneller den Sozialismus aufbauen, sonst stirbt sie.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 92/93&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Todesnähe und Lebenswille bestimmen den Romanhelden wie das Volk zu seiner Wanderung.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-04T09:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4963754/">
    <title>Tschewengur - Wir lieben den Tod! Wir lieben ihn sehr!</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4963754/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow&quot; width=&quot;357&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;In Liski bestieg er einen Zug, in dem Matrosen und Chinesen nach Zarizyn fuhren. Die Matrosen verzögerten die Abfahrt, um noch den Kommandanten des Versorgungsstützpunktes für die dünne Suppe zu verprügeln, und  danach setzte sich der Transportzug ruhig in Bewegung. Die Chinesen aßen die Fischsuppe auf, die die russischen Matrosen verschmäht hatten, sammelten dann mit Brot das nahrhafte Naß von den Wänden der Suppeneimer und antworteten den Matrosen auf die Frage nach dem Tod:Wir lieben den Tod! Wir lieben ihn sehr! Dann legten sich die Chinesen gesättigt schlafen. In der Nacht schob der Matrose Konzow, der vor Gedanken nicht schlafen konnte, den Gewehrlauf durch die Türöffnung und schoß auf die Lichter der Eisenbahnerwohnungen und auf die Signale; Konzow befürchtete, daß er umsonst Menschen verteidigen und für sie sterben würde, darum verschaffte er sich im voraus das Gefühl der Verpflichtung, für die zu kämpfen, die durch seine Hand zu Schaden gekommen waren.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 88/89&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Handfester Revolutionsalltag  eine Prügelei, der fettige Rand eines Suppengefäßes  und zugleich Russen und Chinesen in der Hyperrealität der fahrenden Raumzelle. Die gelebte Metaphysik der Einen, das grübelnde, schwermütige, systematische, in Wahn umschlagende Denken des Anderen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-01T08:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4857711/">
    <title>Tschewengur - Ach, ist mir öde  keiner ist bei mir!</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4857711/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&lt;i&gt;Ein Rotarmist kauerte am Boden und sah in seine Leiste, von wo wie gekelterter dunkler Wein Blut herauskam; sein Gesicht wurde fahl, er versuchte mit der Hand von unten die Schenkel hochzudrücken, um aufzustehen, und bat mit verlangsamten Worten das Blut:&lt;br /&gt;
Hör auf, du Luder, ich werde doch ganz schwach!&lt;br /&gt;
Aber das Blut verdickte sich bis zur Wahrnehmung seines Geschmacks, und dann wurde es schwarz und hörte ganz auf; der Rotarmist legte sich auf den Rücken und sagte leise  mit einer Offenheit, die keine Antwort erwartete:&lt;br /&gt;
Ach, ist mir öde  keiner ist bei mir!&lt;br /&gt;
Dwanow trat dicht an den Rotarmisten heran, und der bat ihn bewußt:&lt;br /&gt;
Schließ mir den Blick! Und er schaute, ohne zu blinzeln, mit austrocknenden Augen, kein Zucken in den Lidern.&lt;br /&gt;
Was ist? fragte Dwanow, und Schamgefühl beunruhigte ihn.&lt;br /&gt;
Es sticht...., erklärte der Rotarmist und preßte die Zähne zusammen, um die Augen zu schließen. Aber die Augen schlossen sich nicht, sie verglühten und verblichen, verwandelten sich in trübes Mineral. In seinen gestorbenen Augen spiegelte sich deutlich der Wolkenhimmel, als wäre die Natur nach dem ihr entgegenwirkenden Leben in den Menschen zurückgekehrt und der Rotarmist, um sich nicht zu quälen, hätte sich ihr mit seinem Tod angepaßt. &lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 86&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-12T09:05:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4804157/">
    <title>Tschewengur -  ...um am Morgen hinauszugehen und in der Steppenluft zu verschwinden.</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4804157/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Im Wartesaal war es leer und trostlos. Verlassenheit, Vergessen und lange Schwermut empfingen ihn in diesem gefährlichen Haus des Bürgerkrieges. Der unbekannte einsame Mensch, der mit dem Kommissar gesprochen hatte, legte sich in der Ecke auf eine heil gebliebene Bank und deckte sich mit seiner dürftigen Kleidung zu. Wer er war und wie es ihn hierher verschlagen hatte, interessierte Dwanow sehr und von Herzen.Wie oft war er - vorher und danach  solchen außenstehenden unbekannten Menschen begegnet, die nach ihren einsamen Gesetzen lebten, aber nie hatte es ihn innerlich getrieben, zu ihnen zu gehen und sie zu fragen oder sich ihnen anzuschließen und gemeinsam aus der Lebensordnung auszubrechen.&lt;br /&gt;
Vielleicht wäre es für Dwanow besser gewesen, wenn er zu dem Menschen im Schkarinoer Bahnhof gegangen wäre und sich zu ihm gelegt hätte, um am Morgen hinauszugehen und in der Steppenluft zu verschwinden.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 80&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dwanow, der Revolutionär, der - nach landläufiger Meinung - Kollektivist, sieht den Einzelgänger, den Menschen, der nach seinen &quot;einsamen Gesetzen&quot; lebt, und dessen Schicksal es zu sein scheint, &quot;in der Steppenluft zu verschwinden.&quot; &lt;br /&gt;
An welcheer Vielfalt widerstreitender Regungen im Herzen des Revolutionärs läßt Platonow den Leser teilhaben!</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-21T23:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4757304/">
    <title>Helmut Höge hat seinen Platonow gelesen</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4757304/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Blog hat Andrej Platonow seinen festen Platz. Tschewengur soll hier, so bemühe ich mich, wie ein Orgelpunkt erklingen.&lt;br /&gt;
Platonow ist einer der klügsten, ich meine der künstlerisch-klügsten, feinsinnigsten, furchtlosesten Künstler. Er liebte die Menschen in aller schmerzhaften Konsequenz. Er war mit jeder Faser Kommunist. &lt;br /&gt;
Das Schicksal hat es besonders böse mit ihm gemeint. 60 Jahre wurden seine Werke nicht gedruckt. Als seine meisterhaften Romane und Erzählungen Ende der 80er Jahre in der Sowjetunion neu (und meist erstmals) herausgegeben wurden und wenig später auch in der DDR in kongenialen Übersetzungen erschienen, war es fürs erste zu spät. Der Sozialismus ging unter bevor seine Öffentlichkeit den tatkräftigen Mitgestalter und tiefgründigsten und dabei frühesten Deuter, den wahrhaftigsten Zeugen des heroischen Versuchs zur Kenntnis genommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch mit leiser Freude nehme ich in jüngerer Zeit wahr, daß Platonows Name wie Glut im Kraterherde durch Gebirge tauben Gesteins zu dringen scheint.&lt;br /&gt;
Heute im Feuilleton der &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2008/03-04/022.php&quot;&gt;jungen Welt &lt;/a&gt;schreibt &lt;a href=&quot;http://taz.de/blogs/hausmeisterblog/&quot;&gt;Helmut Höge&lt;/a&gt; interessant zu Genossenschaften und bemerkt: Am Ende der genossenschaftlichen Entwicklung steht oft so etwas wie ein neuer Kollektivegoismus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&quot;Da hilft auch kein Zusammenfassen zu immer größeren Einheiten. Bereits im Jahr des großen Umschwungs 1929 ließ dazu der großartige Andrej Platonow einen der repressierten Großbauern (Kulaken) in seinem Roman Die Baugrube sagen: Ihr macht also aus der ganzen Republik einen Kolchos, und die ganze Republik wird zu einer Einzelwirtschaft... Paßt&apos; bloß auf:Heute beseitigt ihr mich, und morgen werdet ihr selber beseitigt. Zu guter Letzt kommt bloß noch euer oberster Mensch im Sozialismus an. Stalin, der das Manuskript las (mein einziger Leser - so Platonow), schrieb an den Rand: Schweinehund.&quot;&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-04T10:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4723753/">
    <title>Tschewengur - Vom Bahnhof kam ein Orchester übers Feld...</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4723753/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Der sowjetische Schriftsteller Andrej Platonow (1899-1951)&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Vom Bahnhof kam ein Orchester übers Feld und spielte eine traurige Melodie, da wurde, wie sich herausstellte, der erkaltete Körper des gefallenen Nechworaiko getragen, den hatten mitsamt seiner ganzen Abteilung die wohlhabenden Bewohner im großen Dorf Peski bei Nacht und Nebel vernichtet. Dwanow bekam Mitleid mit  Nechworaiko, weil nicht Vater und Mutter ihn beweinten, sondern bloß die Musik, und die Menschen folgten ihm ohne Gefühl im Gesicht, selber bereit, unweigerlich zu sterben im Alltag der Revolution. &lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 76 &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Revolution ist ein elementares Ereignis, das sich die Menschen nimmt.&lt;br /&gt;
In Deutschland hat es nie eine Revolution gegeben. Insofern erschließt uns das Zeugnis des Russen Platonow eine menschheitliche Dimension. &lt;br /&gt;
Im deutschen Hinterkopf wacht stets die Frage: &quot;Darf ich denn das?&quot;. &lt;br /&gt;
Das Ereignis elementarer Gewalt in Deutschland ist die Konterrevolution. In diesem Sinne war die Konterrevolution 1990 eine untypische, fast kultivierte. Das haben mancherlei Stimmen bedauert.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-21T11:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4652575/">
    <title>Tschewengur - &quot;... und dann sehen wir weiter, wonach du dich mehr sehnst.&quot;</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4652575/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow&quot; width=&quot;357&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;&quot;Dwanow ging ins Revkom (Revolutionskomitee) und sprach mit den Leuten. Die klagten ein wenig über das Fehlen von Nessel für Rotarmistenwäsche, weshalb auf den Menschen Läuse wimmelten wie brodelnde Grütze, waren aber entschlossen, bis auf die nackte Erde zu kämpfen.&lt;br /&gt;
Ein Lokführer aus dem Depot, der Revkommvorsitzende, sagte zu Dwanow:&lt;br /&gt;
&quot;Die Revolution ist ein Risiko: wenn&apos;s schief geht, reißen wir das Erdreich heraus und lassen den Lehm übrig, sollen sich sonstwelche Hundesöhne davon ernähren, wenn&apos;s dem Arbeiter nicht geglückt ist!&quot;&lt;br /&gt;
Eine besondere Aufgabe gaben sie Dwanow nicht, sagten bloß:&quot;Leb hier mit uns, da geht&apos;s allen besser, und dann sehen wir weiter, wonach du dich mehr sehnst.&quot;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 75&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe noch nirgends eine adäquate Würdigung der Sprache Platonows gedunden.&lt;br /&gt;
Auf mich wirkt sie, als würde das Erdreich selbst, der Sternenhimmel selbst zu mir sprechen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-27T13:32:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4497268/">
    <title>vorgestrig</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4497268/</link>
    <description>Natürlich ist es mir klar, wenn ich in meinem Blog Auszüge aus Tschewengur bringe, daß ich damit in keinster Weise heutig bin - keine Beliebigkeit, kein Goutieren des Perversen, trashfreie Zone.&lt;br /&gt;
Ich bin noch nicht mal gestrig - kein Drehen der germanistisch-ideologischen Locke auf der Glatze kritischer Kritik.&lt;br /&gt;
Wenigstens bin ich nicht - Platonow sei Dank! - vorvorgestrig - nicht der Fanfarenkanon der Revolution.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-01T08:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4497264/">
    <title>Tschewengur - ...,daß der Revolver in der entsprechenden Hand war,...</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4497264/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-31&quot; width=&quot;292&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-31.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Auf seine alten Tage wurde Sachar Pawlowitsch zornig. Ihm lag jetzt viel daran, daß der Revolver in der entsprechenden Hand war, und er grübelte an einem Greifzirkel, mit dem man die Bolschewiken überprüfen könnte. Erst im letzten Jahr hatte er das schätzengelernt, was er in seinem Leben verloren. Er hatte alles eingebüßt - durch seine langjährige Tätigkeit hatte sich der offene Himmel über ihm keinen Deut verändert, er hatte nichts erkämpft zur Rechtfertigung seines geschwächten Körpers, in dem sich vergebens eine wichtige leuchtende Kraft abplagte. Er hatte sich selbst so weit gebracht, daß er für immer vom Leben scheiden mußte, ohne das Notwendigste in Besitz genommen zu haben....&lt;br /&gt;
Sascha, sagte er, du bist eine Waise, dein Leben ist doch eigentlich ein Geschenk. Geh damit nicht geizig um, lebe das wesentliche Leben.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 72&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-01T08:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4435054/">
    <title>Tschewengur -&quot;Das bin ich!&quot; sagte Sascha laut.&quot;</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4435054/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-31&quot; width=&quot;292&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-31.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Wieviel er auch las und dachte, immer blieb in seinem Innern ein unausgefüllter Platz - jene Leere, durch die die unbeschriebene und unerzählte Welt als rastloser Wind hindurchgeht. Mit siebzehn Jahren hatte Sascha Dwanow immer noch keinen Schutzpanzer über dem Herzen - nicht den Glauben an Gott noch eine andere geistige Beruhigung; er gab dem sich vor ihm auftuenden namenlosen Leben keinen fremden Namen. Dennoch wollte er nicht, dass die Welt unbenannt bliebe, er wartete nur darauf, ihren eigenen Namen aus ihrem Munde zu hören statt bewusst ausgedachter Namen.&lt;br /&gt;
....&lt;br /&gt;
Sascha fühlte in sich Kälte wie von einem richtigen Wind, der in die weite Finsternis hinter ihm blies, aber vorn, wo der Wind geboren wurde, war etwas Durchsichtiges, Leichtes und Riesiges - Berge lebendiger Luft, die in eigenen Atem und Herzschlag umzuwandeln war. Dieses Vorgefühl ergriff seine Brust, und die Leere im Körper weitete sich noch aus, bereit, das künftige Leben in Besitz zu nehmen.&lt;br /&gt;
&quot;Das bin ich!&quot; sagte Sascha laut.&quot;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 66</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-11T23:42:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4408532/">
    <title>Tschewengur - ...Pilger auf kühlem ebenem Feld...</title>
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&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Er wurde von äußeren Visionen beherrscht wie ein Reisender von neuen Ländern. Eigene Ziele hatte er nicht, obwohl er schon sechzehn war, dafür fühlte er ohne den geringsten inneren Widerstand mit jedem beliebigen Leiden mit - mit der Schwäche hinfälliger Hofgräser und einem nächtlichen vorübergehenden Menschen, der in seiner Unbehaustheit hustete, damit er gehört und bedauert werde... Vielleicht gingen jetzt in dichtester Nacht Pilger auf kühlem ebenem Feld irgendwohin, und die Ruhe und die zugrunde gehenden Sterne verwandelten sich in ihnen genau wie in Sascha in die Stimmung ihres persönlichen Lebens. &lt;br /&gt;
&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 59/60</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-03T18:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4374762/">
    <title>Tschewengur - ...müssen denn alle leben oder nicht?</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/4374762/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-2&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;In solch zerfahrenem Leben vergingen die Jahre. Manchmal, wenn Sachar Pawlowitsch von seiner Pritsche den  lesenden Sascha beobachtete, fragte er: &lt;br /&gt;
Sascha kommst du nicht durcheinander?&lt;br /&gt;
Nein, sagte Sascha, an die Eigenheiten seines Pflegevaters gewöhnt.&lt;br /&gt;
Was meinst du, führte Sachar Pawlowitsch seine Zweifel weiter, müssen denn alle leben oder nicht?&lt;br /&gt;
Alle, antwortete Sascha, der die Schwermut des Vaters ein wenig verstand.&lt;br /&gt;
Aber hast du irgendwo gelesen, weshalb?&lt;br /&gt;
Sascha löste sich vom Buch.&lt;br /&gt;
Ich habe gelesen, das Leben wird mit der Zeit immer besser.&lt;br /&gt;
Aha! sagte Sachar Pawlowitsch vertrauensvoll. So steht es geschrieben?&lt;br /&gt;
So steht es geschrieben.&lt;br /&gt;
Sachar Pawlowitsch holte tief Luft.&lt;br /&gt;
Kann ja sein. Nicht jedem ist Wissen gegeben.&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 58</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-10-23T09:21:00Z</dc:date>
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    <title>Tschewengur - ...in seinen erbarmungslosen Liebeshänden...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-2&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;Kondajew lag in der Stille der morgendlichen Schatten und sah halbzerstörte Dörfer voraus, zugewachsene Straßen und die schmale, dunkel gewordenen Nastja, die vor Hunger durchs dürre stachlige Stroh schlich. Schon beim Anblick von Leben, sei es in einem Grashalm oder in einem Mädchen, geriet Kondajew in stille eifersüchtige Raserei; war es ein Grashalm, so quetschte er ihn zu Tode in seinen erbarmungslosen Liebeshänden, die alles Lebendige genauso feinnervig und gierig fühlten wie die Jungfräulichkeit einer Frau; war es eine Frau oder ein Mädchen, so haßte Kondajew im voraus und auf ewig ihren Vater, ihren Mann, ihre Brüder, ihren künftigen Bräutigam und wünschte, daß sie umkämen oder zum Broterwerb fortgingen. Darum stimmte das zweite Hungerjahr Kondajew so hoffnungsvoll, er rechnete damit, bald der einzige Mann im Dorf zu sein, und dann würde er auf seine Weise über die Frauen herfallen. &lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 38</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-10-18T10:30:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4346091/">
    <title>Tschewengur - Die unmenschliche Arbeitskraft, die kein Betätigungsfeld fand...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-2&quot; width=&quot;295&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;&quot;Sachar Pawlowitschs Schwermut war stärker als das Wissen um die Nutzlosigkeit seiner Arbeit, und er haute weiterhin Pflöcke zurecht bis zur völligen nächtlichen Erschöpfung, Wenn er nicht arbeitete, strömte ihm das Blut aus den Armen zum Kopf, und er begann so tief über alles gleichzeitig nachzudenken, daß nichts als Hirngespinste dabei herauskamen, und in seinem Herzen erhob sich schwermütige Angst. Am Tage schlenderte er über den sonnigen Hof, und er konnte sich nicht des Gedankens erwehren, daß der Mensch aus dem Wurm hervorgegangen ist, der Wurm aber besteht aus einer einfachen gräßlichen Röhre, in deren Innern nichts als leere stinkende Dunkelheit. Sachar Pawlowitsch betrachtete die Stadthäuser und entdeckte, daß sie große Ähnlichkeit mit geschlossenen Särgen hatten, und er fürchtete sich nun, im Haus des Tischlers zu übernachten. Die unmenschliche Arbeitskraft, die kein Betätigungsfeld fand, fraß an seiner Seele; ...&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 18</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://opablog.twoday.net/topics/Platonow&quot;&gt;Platonow&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-10-13T08:49:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/4335540/">
    <title>Tschewengur - ...schaute nach oben und wartete auf die Rückkehr des Tones...</title>
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    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;110&quot; alt=&quot;Andrej-Platonow-1&quot; width=&quot;92&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Andrej-Platonow-1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;... Sachar Pawlowitsch brachte einen Monat mit dem Stimmen des Klaviers zu, er probierte die wehmütigen Töne aus und untersuchte den Mechanismus, der etwas so Zartes hervorbrachte. Er schlug eine Taste an, ein trauriges Singen stieg auf und flog davon; Sachar Pawlowitsch schaute nach oben und wartete auf die Rückkehr des Tones - er war zu schön, um sich spurlos zu vergeuden. Der Geistliche war es leid, auf das Stimmen zu warten, und er sagte: Alter, schlag nicht umsonst die Töne an, bring die Sache zu Ende und versuche nicht, einen Sinn zu ergründen, der dich nichts angeht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andrej Platonow, Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 13</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-09T20:16:00Z</dc:date>
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