Von der Utopie zur Wissenschaft, von der Wissenschaft zur Revolution, von der Revolution zu Erstarrung und Untergang, Untergang = Lähmung, von der Lähmung zurück ins Leben!
Gerhard Branstner macht in einem Leserbrief ("RotFuchs", Seite 30) paar Randbemerkungen zu den Großen Fragen:
"Der Untergang des Kapitalismus ist ein eruptiver Prozeß, den die Linken in ihrer jetzigen
Verfassung weder erkennen noch bekämpfen, noch als Chance wahrnehmen können. Der
Sozialismus benötigt, wie die gewaschene Wäsche mehrere Spülungen braucht, mehrere
Wellen von Revolutionen. Den Kapitalismus hat Ende der 70er Jahre die tödliche Krankheit
befallen, die, durch den Untergang des ,,realen Sozialismus" verschlimmert, die Form eines
prozeßhaften Verfalls hat. Die zweite Welle des Sozialismus ist im Anrollen. Sie hat andere
Voraussetzungen und andere Folgen als die erste, kann aber aus historischen Gründen und
Aufgaben nicht die letzte sein.
Die schlimmste Krankheit der Linken ist nicht ihre Zerstrittenheit, sondern ihre Selbstgenüg-
samkeit. Jeder weiß alles besser, wozu da streiten. Diese idiotische Borniertheit verhindert den
für die natürliche, gesunde Entwicklung des Marxismus unerläßlichen Meinungsstreit, der
statt der Zerstrittenheit die dialektische Kultur des Streits zu haben hat. Streitkultur setzt aber
voraus, daß es was zu streiten gibt, daß unterschiedliche Auffassungen, unterschiedliche
Forschungsergebnisse, Richtungen, ja sogar unterschiedliche marxistische Schulen nicht
nur erlaubt, sondern natürlich und nützlich sind. Aber auch, daß es im Gegensatz zur Besserwis-
serei durchaus Besserwissende gibt. Wie Marx oder Lenin es waren. Die sollte man anerkennen
und nutzen, nicht aber vergötzen."
"Der Untergang des Kapitalismus ist ein eruptiver Prozeß, den die Linken in ihrer jetzigen
Verfassung weder erkennen noch bekämpfen, noch als Chance wahrnehmen können. Der
Sozialismus benötigt, wie die gewaschene Wäsche mehrere Spülungen braucht, mehrere
Wellen von Revolutionen. Den Kapitalismus hat Ende der 70er Jahre die tödliche Krankheit
befallen, die, durch den Untergang des ,,realen Sozialismus" verschlimmert, die Form eines
prozeßhaften Verfalls hat. Die zweite Welle des Sozialismus ist im Anrollen. Sie hat andere
Voraussetzungen und andere Folgen als die erste, kann aber aus historischen Gründen und
Aufgaben nicht die letzte sein.
Die schlimmste Krankheit der Linken ist nicht ihre Zerstrittenheit, sondern ihre Selbstgenüg-
samkeit. Jeder weiß alles besser, wozu da streiten. Diese idiotische Borniertheit verhindert den
für die natürliche, gesunde Entwicklung des Marxismus unerläßlichen Meinungsstreit, der
statt der Zerstrittenheit die dialektische Kultur des Streits zu haben hat. Streitkultur setzt aber
voraus, daß es was zu streiten gibt, daß unterschiedliche Auffassungen, unterschiedliche
Forschungsergebnisse, Richtungen, ja sogar unterschiedliche marxistische Schulen nicht
nur erlaubt, sondern natürlich und nützlich sind. Aber auch, daß es im Gegensatz zur Besserwis-
serei durchaus Besserwissende gibt. Wie Marx oder Lenin es waren. Die sollte man anerkennen
und nutzen, nicht aber vergötzen."
kranich05 - 2008/05/07 20:53



