MachtMedien

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Noch ein Heuchler-Schwergewicht

Heiner Geißler im ZDF:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1470106/Geissler-Kapitalismus-ohne-Zukunft#/beitrag/video/1470106/Geissler-Kapitalismus-ohne-Zukunft
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((Liebe Empörte, wenn ihr nicht selber merkt, daß hier der Sumpf spricht, wer soll Euch dann helfen?))

Freitag, 30. September 2011

Nürnberger Trichter

Mein kleiner Beitrag "aus dem Sinn" ist etwas öfter aufgerufen also vermutlich gelesen worden als sonst für Blogeinträge üblich. Vielleicht deshalb, weil eine Erscheinung benannt wird, die Viele beobachten. Mehr als Benennung war es ja nicht.
Man sollte bei dem Thema die Beobachtung mitdenken, daß "die Medien", nicht nur die Füllstände der Flaschen (auch "Köpfe" genannt) mit verschiedenem Geistwasser (das man treffender "Kopfjauche" nennen sollte) scheinbar nach Belieben hoch- und runterfahren. Sie, die "Medien", sorgen zugleich mit unglaublicher Penetranz dafür, daß bestimmte, mit Verlaub, "Inhalte" beständig in diesen Flaschen verbleiben (Man könnte sich dicke, zähe Schlammpolster vorstellen.) Solche Schlammzonen oder -herde (vergleichbar Infektionsherden) haben Namen, wie "Stasi", "Unrechtsstaat DDR", "Verschwörungstheorien 9/11" oder "freie Wahlen".
Man sollte vielleicht mitdenken, daß "Medien" per se eine irreführende Bezeichnung ist. Weil sie nämlich nur, ganz harmlos, auf eine Vermittlerrolle verweist.
In Wahrheit sitzen da aber Leute (Beauftragte! - nein, wirklich?) mit Brechstangen, brechen die Köpfe auf (ach ja, neuerdings "minimalinvasiv"), füllen Scheiße rein und kleben alles wieder zusammen...
Dieser Vergleich hinkt wohl mächtig? Das Bild läßt sehr viele Wünsche offen?
Ja, richtig.

Dienstag, 27. September 2011

aus dem Sinn

Das Vergessen ist "ein weites Feld". Oft ist es ärgerlich, oft ist es wohltuend. Um das "normale" Vergessen geht es mir hier nicht.
Es geht um das seltsame An- und Abschalten von Ereignissen, genauer gesagt, der Wahrnehmung von Ereignissen. Maßgeblich ist das vermittelt, wie wir wissen, durch Medien.
Ein (Zeit)punkt und die Welt ist voll von Erfurt, Emsdetten, Winnenden, oder Breivik.
Ein nächster Zeitpunkt, knips, und die Welt weiß nichts mehr von alledem.
Manchmal stolpere ich über wunderliche Websites, finde Äußerungen spleeniger Einzelner, und Erinnerung kehrt zurück. Winnenden. Oslo. Nein, nicht schlechthin Erinnerung kehrt zurück. Ein Signal schreckt mich auf, daß da ein Denkprozeß abgebrochen wurde. Fragen wurde verschüttet. Vielleicht wurde die Wahrheit begraben?
Wie viel begrabene Wahrheit verträgt der Mensch? Kann die Gesellschaft "immer so weiter" machen mit begrabener Wahrheit?
"Aus den Augen, aus dem Sinn." - ein Sprichwort, das jeder bestätigen kann. Oder? Behauptet nicht, im Gegenteil, dieses Sprichwort eine totale Unmöglichkeit, nur noch zu übertreffen von der Quadratur des Kreises?

Wer sind die Medien, die so unendlich viel produzieren?
Wer sind wir, die wir diese Medien schaffen; Wenige, indem sie sie erzeugen, wir viele, indem wir sie verbrauchen?
"Entzauberung" sei Ausdruck der großen Krise der öffentlichen Erscheinungen, schreiben Metz/Seeßlen. "Aber alle Entzauberten überlebten ihre Entzauberung, es ist das Weitermachen von Menschen und Verhältnissen, an die schon längst niemand mehr glaubt, die aber, mehr noch, nicht einmal mehr Interesse erzeugen." (Metz/Seeßlen: "Blödmaschinen. Die Fabrikation der Stupidität" edition suhrkamp, 2011, S. 199)

Sonntag, 25. September 2011

Kein Georg Schramm, kein Volker Pispers, kein Priol oder Pelzig, niemand

wird je diese Realsatire übertreffen:



Die komplette Übersetzung des englischen Kommentars findet sich hier.

Bange machen gilt nicht

zum Angst machen

trotz Gruselbild via EhNaMag.

Dienstag, 16. August 2011

Krisen"diskurs"

Wieder mal habe ich wenig Zeit. (Wann wird das je anders?) Deshalb merke ich nur kurz an, was mir auffällt. Auffällt in letzter Zeit der allesdurchätzende "Krisendiskurs".
Als ich neu war im Westen, damals nach 1990, war es jahrelang ein Sakrileg, das Wort "Kapitalismus" zu benutzen. Noch vor wenigen Jahren (die große Zeit des Dummschwätzers Steinbrück) war "Krise" nicht existent.
Heute macht selbst die Bildzeitung mit Krisengeplärre auf. Die Radios (Fernsehen sicherlich ebenso) nudeln pausenlos Börsen"informationen" und Eurorettungsexperteninterviews.
Scheinbar haben alle die Krise entdeckt. Die Gefahren sind groß oder wachsend oder ungeheuer oder "im Griff". Irgendwie geht es um "die Hochfinanz". Irgendwie macht alles Angst. Irgendwie versagt "die Politik". Doch täglich gibt es Rettung. Wer rettet wen vor was? Die Griechen sind an allem Schuld. Aber noch mehr die Stasi, die Mauer, die SED. Auf jeden Fall die Kommunisten. Die Deutschen retten alles. Oder irgendwie doch nicht.
Keine Ahnung. Keine Ahnung. Keine Ahnung.
Aber laut. Und viel.

Gründliche Überlegungen zum Thema im Georg-Seeßlen Blog, dessen Name allein schon begeistert: "Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn".

Samstag, 6. August 2011

Den Fuchs hat seine eigene Sprache überlistet

Daß Geißler meinte, den "totalen Krieg" im Munde führen zu müssen, hat das Feuilleton aufgeschreckt. "Eine Entschuldigung - und zwar schnell!" meinten die einen, Geißler habe sich entlarvt (aber nicht als Nazi), sagten andere. Albrecht Müller, bei aller semiprofessionellen Nachdenklichkeit, kann die ganze Aufregung nicht verstehen.
Was nun?
Wir wissen, wenn die Machtmedien Empörung verkünden, dann ist in 99 von hundert Fällen Heuchelei im Spiel. Der brave Bürger darf z. B. rassistisch sein; heute aber bitte menschenrechtlich begründet, nicht etwa im Vokabular der Faschisten.
Dieses Tabu hat der alte Begriffsjonglierer verletzt. Ob aus Eitelkeit, wie die Badische Zeitung meint? Brauchte er das Gespenst des totalen Kriegs, um sich als der Friedensstifter so recht in Szene zu setzen?
Möglich, doch wahrscheinlich ist die Erklärung einfacher (erfreulicher ist sie damit nicht).
Der Geißler ist Zeitgenosse, wir sind Kinder, wir sind Enkel des Faschismus. Wir können keinen anderen Boden treten, als den, auf dem die Faschisten marschierten. In unseren geliebten Städten und Landen waren die Faschisten zu Hause, und oft genug ist selbst unser Fleisch aus dem Fleisch der Faschisten.
Das alles sind Feststellungen, keine Vorwürfe oder gar Verurteilungen. Keine Kollektivschuld. Keine Erbsünde. Aber ebensoviele Forderungen, Aufträge.
Wir haben zu begreifen, woher wir kommen, wir haben mitzubestimmen, was unser Eigentum wird, wir entscheiden, wohin wir gehen wollen.
Peinlich für Herrn Geißler, daß ihm sein Goebbels nicht weniger flott von den Lippen geht als sein (wie ich doch annehme) Goethe. Leider, leider, es bleibt, selbst in der Verneinung, ein Bezug auf den Demagogenmeister der Faschisten.
Unser "großer Kommunikator" hat sofort begriffen, welche Blöße er sich gab. Nun windet er sich - der Aal ist dagegen ein Stockfisch. Nur nichts eingestehen: "Goebbels - nie gehört"; "totaler Krieg" - ja, bei den Moslems".
Vielleicht aber verraten die Geißler-Worte noch ein wenig mehr, und nun wird's wirklich bös.
Niemand, behaupte ich, der die Goebbels-Szene kennt, wird sie von ihrem Gehalt trennen - der Aufpeitschung zum letzten Vernichtungskampf.
Wie kommt der vorgebliche Vermittler eines demokratischen Prozesses dazu, dieses Bild zu beschwören? Er meint doch wohl nicht, daß Herr Grube und seine Mitschlipsträger einen Vernichtungskampf führen. Oder ist der Widerstand gegen "Stuttgart 21" gemeint? Sind dort solche halsstarrigen Extremisten am Werk, daß die Zeit kommt, das Tischtuch zu zerschneiden?
Herr Geißler hat im Kopf, daß die Demokratie "noch ganz andere Saiten aufziehen kann".
War es das, was seine Sprache verraten hat?

Montag, 4. Juli 2011

Spie(ge)lgeld

Das also kosten die "Meinungsführer der Meinungsfreiheit". Die Größenordnung kannte man vom Lohnzettel der Bundeskanzlerin.
Für die Superreichen und also Mächtigen sind's Peanuts.

via Fefes Blog

Dienstag, 14. Juni 2011

Hallo, ausgeschlafen? - Trinitatis

Ich geb's zu, daß ich nie etwas mit dem "heiligen Geist" anfangen konnte. Gottvater und Gottes Sohn, na gut. Aber wozu brauchte es noch den Dritten im Bunde?
Da ich immerhin einst Philosophie studiert habe, stelle ich mir natürlich ein Armutszeugnis aus. Aber es ist, wie es ist.

Vorgestern, Pfingstsonntag, schwätzten wir beim Frühstück mal wieder über Kirche, wie erfreulich es ist, daß endlich die kirchenfeiertagsfreie Zeit anfängt. (Obwohl sich diesmal leider der Papst dazwischen drängt.) Mrs. Tapir klärte mich auf, wie wichtig Pfingsten sei, da nun der heilige Geist in die Jünger ausgegossen sei. Endlich wußten sie genau, was sie zu tun hatten.
Mir fällt es wie Schuppen von den Augen: Der heilige Geist ist nichts anderes als das Weihevehikel des ganzen endlosen Kirchenschranzentums!
Alle Achtung, das ist clever konstruiert.

Mein Interesse für die frühe Kirchenzeit wächst.
Was alles ging damals los, um den Dreh der "konstantinischen Schenkung" herum?
Was war vorher?
Die Kirche stieg auf in das Untergangsszenario hinein des größten Imperiums aller Zeiten. Eine Zeit, in der sich (wie heute) niemand vorstellen konnte, wie es anders, jenseits alles Gewohnten, weitergehen könnte.
Sie wuchs zur Megaspinne heran, die alles zu integrieren vermochte: Die Herren samt Rattenschwanz ihrer Büttel, die fremden Barbaren und die eingeborenen armen Schweine aller Seiten, Prekariat.
Und sie begann virtuos eine neue, eine virtuelle Welt, zu handhaben.

Donnerstag, 26. Mai 2011

"Keimfahnder",

Leute, die den Ehecs auf der Spur sind.

Mein tägliches Info-Radio - informationsarm aber umso sprachmächtiger.

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