Des Menschen letzte Flucht?
"Da öffnete der älteste und verworfenste der Salamander den Mund, aus dem es dermaßen roch, daß selbst die übrigen Salamander ungern mit ihm verkehrten und lieber einen Bogen um ihn schwammen. Er bewegte seine mit Entenmuscheln bewachsene Zunge gegen die fauligen Zahnstümpfe; Tränen rannen aus seinen Augen, deren eines mit weißem Eiter unterlaufen war und das andere überhaupt blind; die Worte aber, die er mit Krächzen und Schmatzen hervorbrachte, lauteten:
"Ihr Schicksal, mein Herr, füllt mein Herz mit Erbarmen; wenn Sie mir bitte folgen wollen".
Philibert bestieg den Rücken des Salamanders. Der trug ihn sicher, und ihrer beider Gestalten verschwanden hinter dem rauchenden Grat des Eisbergs, dessen schwefelfarbene und blaue Flammen in der endlosen Nacht des Nordens ihr Weniges an Licht ausrichteten."
Peter Hacks, "Die Gräfin Pappel", in: "literatur konkret", Seite 16, "konkret", Heft 10/1992
"Ihr Schicksal, mein Herr, füllt mein Herz mit Erbarmen; wenn Sie mir bitte folgen wollen".
Philibert bestieg den Rücken des Salamanders. Der trug ihn sicher, und ihrer beider Gestalten verschwanden hinter dem rauchenden Grat des Eisbergs, dessen schwefelfarbene und blaue Flammen in der endlosen Nacht des Nordens ihr Weniges an Licht ausrichteten."
Peter Hacks, "Die Gräfin Pappel", in: "literatur konkret", Seite 16, "konkret", Heft 10/1992
kranich05 - 2008/06/02 01:33

