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Kunstpostkarten

Mittwoch, 24. Juni 2009

Kunstpostkarten - Uchtomski, Liebermann

Viele Monate ist es her, daß ich die Kategorie "Kunstpostkarten" in mein Blog eingeführt habe. Bisher führt sie ein Schattendaein.
Dafür gibt es einen konkreten Grund.
Gleich bei meinem ersten Posting hatte ich ein Werk des von mir so geliebten und bewunderten Ernst Barlach veröffentlicht. Das ging wenige Wochen gut. Dann bekam ich ein Schreiben von der Ernst-Barlach-Nachlaßverwaltung oder so ähnlich. Im Ton verbindlich in der Forderung knallhart: Ich hätte ihre Rechte verletzt und sollte zahlen. Anfangs ignorierte ich. Sie blieben hartnäckig. Ich entfernte das Sündendokument, ich erklärte, ... fast hätte ich die Bande gebeten. Nichts da, ich mußte zahlen.
Das hat mir die Freude an meinem Vorhaben langwirkend vergällt.
Wie ich diese Kunstausschlachtehyänen hasse!

Die Zeit hat Gras über meine Verletzung wachsen lassen. Auch spüre ich das Interesse vieler Blogleser an dieser Rubrik. Ich wage es wieder.

kpkuchtomski
Konstantin Uchtomski ist ein russischer Künstler, der von 1818 bis 1881 gelebt hat. 1853 malte er die Eingangshalle des Winterpalais. Es ist ein Aquarell mit den Maßen 40x29 cm, das sich in der Eremitage befindet. Die Karte ist von 1986, folglich ist als Standort Leningrad angegeben.


kpkliebermann
Dieses Bild malte Max Liebermann (1847 - 1935) 1917, Öl auf Leinwand, "Kohlfeld am Wannsee". Das Bild befindet sich in Privatbesitz. Ich finde, daß es auch eine frappierende Ergänzung zu meinem Beitrag über Nutz und Zier von Gärten darstellt. Ist das Kohlfeld neben der Villa vieleicht mehr Zeitdokument als wir beim ersten Blick ahnen?

Samstag, 10. November 2007

Kunstpostkarten - Mohr, Peuckert, P. Holz

Arno-Mohr-1

"Berliner Kneipe", eine Lithografie aus dem Jahre 1951 von Arno Mohr,
herausgebracht 1986 vom Planet Verlag Berlin.

Arno Mohr war jahrzehntelang Professor an der Weißenseer Kunsthochschule.
Eine der ersten Grafiken meiner kleinen Sammlung kaufte ich bei ihm Mitte der 70er Jahre auf dem "Buch-, Bild-, Notenbasar" zum 1. Mai in Berlin.
Meine allererste Bekanntschaft datiert aber aus den ersten 50er Jahren. Damals wies uns unser Lehrer für Kunsterziehung auf ein Plakat von Arno Mohr zum 1. Mai hin, das einen besinnlichen, keinen sieghaft strahlenden Arbeiter zeigte.

Sabine-Peuckert-1

"Stadt mit hockendem Vogel", Gouache von Sabine Peuckert aus dem Jahr 1989.
Über Sabine Peuckert, einige Jahre meine Wohnungsnachbarin, findet man hier einige Informationen.

Paul-Holz-1

"Seltsame Menschen", eine Federzeichnung um 1932 von Paul Holz, zu finden im "Paul Holz Küntlerkalender 1986" des VEB E. A. Seemann Buch- und Kunstverlags, Leipzig.

Paul Holz lebte von 1883 bis 1938. Er war Autodidakt. Von den Nazis wurde er gemaßregelt.
Viele seiner Zeichnungen von ganz eigener schöpferischer Kraft sind im II. Weltkrieg verlorengegangen.
Bei Wikipedia habe ich gefunden, daß es im Museum von Pasewalk, seiner Geburtsstadt, eine Künstlergedenkstätte Paul Holz gibt.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Kunstpostkarten - Barlach, Mawrina

Ich hab’ noch gar nicht erwähnt, daß ich früher reichlich Kunstpostkarten gesammelt habe, hunderte.
Eine merkwürdige Sammelei, denn wenn ich zu viel hatte (wenn sie sich zu dicken Packen stapelten), war ich nicht zufrieden, und wenn ich die schönsten weggeschickt hatte (denn KPK gehören nun einmal weggeschickt), dann war ich auch wieder unzufrieden.
Aber alles in allem hat es doch Spaß gemacht, möglichst interessante Motive zu finden und Leute damit zu erfreuen. Es kam vor, daß ich einen ganzen Brief auf 10 KPK verteilte.

Heute hab’ ich immer noch welche herumliegen. Im Zeitalter der Emils werden es kaum weniger.

So z. B.
"Der Blinde" (Teilansicht) aus dem „Fries der Lauschenden“ von Ernst Barlach.
Den „Fries der Lauschenden“, eine Gruppe von neun Eichenholzfiguren hat Barlach 1935 geschaffen.
Die Karte wurde im Kunstverlag H.C. Schmiedicke, Leipzig, 1980 herausgegeben.

akt-Mawrina
Diesen rothaarige Schöne malte die sowjetische Künstlerin Tatjana A. Mawrina (1902-1996) im Jahr 1941.
Die Karte stammt aus dem Jahr 1982 und erschien im VEB Verlag der Kunst, Dresden.

Von Tatjan Mawrina habe ich im Internet noch diesen schönen Blumenstrauß gefunden.
Weisse-Vase-Mawrina

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