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Kunst

Dienstag, 3. November 2009

Preis für Kai Wiedenhöfer

Über Kai Wiedenhöfer hab' ich vor anderthalb Jahren anläßlich des "Lumix festivals für jungen fotojournalismus" berichtet, hier.
Heute erfahre ich, daß Kai Wiedenhöfer mit dem "Carmignac Gestion-Preis für Fotojournalismus 2009" ausgezeichnet wurde.
Darüber freue ich mich und gratuliere herzlich!

Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus Kai Wiedenhöfers Fotoband "Wall" (Steidl 2007).
Die israelische Mauer in Jerusalem bei Nacht, in der Nähe von Al-Ram, aufgenommen im November 2005.
Wall Seite 51

Samstag, 8. August 2009

Otis Spann

Aus der Blues Hall of Fame.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Das Panoramabild Werner Tübkes von Bad Frankenhausen

Als wir kürzlich vom Hainich-Urlaub zurückkehrten, haben wir in Bad Frankenhausen das Panoramabild zum Deutschen Bauernkrieg besucht. Ich habe es zum ersten Mal gesehen.

Zu Tübke, dessen berühmtes Bild "Die Lebenserinnerungen des Dr. jur. Schulze" ich durchaus schätzte, hatte ich in langen DDR-Jahren ein distanziertes Verhältnis. Seine Fähigkeit, scheinbar mühelos in beliebige historische Malstile zu schlüpfen, war mir suspekt. Ich mußte mir zwar eingestehen, daß sich manche seiner Bildfindungen durchaus einprägten ("Der sizilianische Großgrundbesitzer", die DDR-Baubrigade im Stile von Renaissance-Fürsten) aber die Theatralik seiner "Figurationen" (das war durchaus abwertend gemeint), ließ mich kalt.

Jetzt aber hat mich das Panoramabild in Bad Frankenhausen stark beeindruckt.
Liegt es an den veränderten gesellschaftlichen Verhältnissen? (Heute darf man in einer schmalen, schlecht präsentierten Gedenkausstellung in Müntzers Mühlhäuser Kirche ein Faltblatt kaufen: "Müntzer - der Außenseiter der Reformation".)

Demgegenüber bin ich dankbar für die künstlerische Monumentalität des Gedenkens an die deutsche frühbürgerliche Revolution mit Thomas Müntzer im Zentrum, die der DDR-Führung und Werner Tübke zu danken ist.
Heute schien mir, daß sich Tübkes Theatralik wie ein zugleich illustrierendes und distanzierendes Moment zwischen den Betrachter und die historischen und mythologischen Vorgänge schiebt, und gerade dadurch einen vielschichtig reflektierenden Zugang ermöglicht.
Daß Tübke kein plattes Historienbild geschaffen hat, ist vielfach festgestellt worden, daß er eine radikale humanistische Parteilichkeit nicht scheute und sie künstlerisch bewältigte, habe ich mit Freude wahrgenommen.
Werner Tübke wäre heute 80 Jahre alt geworden.

Ausschnitt aus  dem Panoramabild von Werner Tübke in Bad Frankenhausen

Dienstag, 28. Juli 2009

Wladimir Wyssozki

W. W. nicht ganz vergessen.
Hier singt er von einem "wissenschaftlichen Rätsel".
Kürzlich jährte sich sein Todestag.

Samstag, 11. Juli 2009

Udo Tiffert

Vor den Augen der Stiefkinder

Die Diebe kommen nach Hause:
„Mutter, Geld ist alle!“
„Aber ich habe Euch doch erst letztens...“
„Mutter, du bist die Beste! Keine ist wie Du!“
„Reichen 700 Milliarden? Aber gut drauf aufpassen!“ „Versprochen. Tschüß Mutter.“

Stiefkinder im Nebenzimmer sorgen sich
um ihre Ersparnisse. Zwei weinen.


Website von Udo Tiffert

Donnerstag, 9. Juli 2009

This May be the Last Time

Mittwoch, 17. Juni 2009

Groteskausstellung - verpaßt

Wie ich erst heute zufällig mitkriege, hat sich Christof Hein zu der Ausstellung "60 Jahre, 60 Werke" geäußert.

Daß es diese Ausstellung gab, hatte ich zwar bemerkt, fühlte mich aber nicht angesprochen.

Nun habe ich die empörte Stellungsnahme von Christof Hein gelesen und auch einen unsäglichen Text von Kuratoriumsmitglied Siegfried Gohr und mir wird klar, daß ich etwas verpaßt habe.
Und zwar etwas, was ich das unmerkliche Vordringen eines sanften Faschismus nennen möchte.
Darauf ist zurück zu kommen.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Pete Seeger 90

Waist Deep in the Big Muddy



Gratulation, wenn auch einige Tage verspätet.
Am 3.5.2009 feierte Pete Seeger seinen 90. Geburtstag.

Sonntag, 12. April 2009

Generation Praktikum

Morgen begrüßen wir Sohn M. in Berlin.
Er hat vor einige Monaten sein Staatsexamen gemacht in Münster, sehr gut, Publizistik.
Arbeit hat er noch nicht.
Jetzt hatte er Glück, kriegte ein Praktikum hier in Berlin, für drei Monate. Er bekommt 200 €.

Freitag, 13. Februar 2009

Volker Braun, "Machwerk"

Lebendiges Zeichen einer Kultur, die untergegangen aber NICHT VERGANGEN ist.
So lese ich das großartige Buch von Volker Braun, dessen kompletter Titel lautet:
"Machwerk oder das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer",
erschienen bei Suhrkamp, 2008.

Ich möchte dieses Buch mit Überlegung preißen, doch dazu ist es zu früh. Noch macht es mir zu viel Wirbel in Kopf und Herz.

Wie schön sind allein diese zwei Zeilen, die Braun von Marx übernimmt:
"Kein Volk verzweifelt,..., und sollt es auch lange Zeit nur aus Dummheit hoffen, so erfüllt es sich doch nach vielen Jahren einmal aus plötzlicher Klugheit alle seine frommen Wünsche."

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kranich05 - 2009/11/06 22:50
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rené talmon l'armée (Gast) - 2009/11/06 14:37
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kranich05 - 2009/11/04 21:47
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kranich05 - 2009/11/04 17:42
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errorking - 2009/11/04 17:28

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