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Krieg

Donnerstag, 8. Mai 2008

Erinnern

Erinnerung 1

Im Amtsblatt, das allen Bürgern kostenlos zugestellt wird, hatte der Bürgermeister alle Einwohner eingeladen, an der Kranzniederlegung am 8. Mai auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof teilzunehmen.
In der Einladung hieß es: “Viele junge sowjetische Soldaten, die auch unsere Stadt Oranienburg von der braunen Pest befreiten, habe ihren Kampf für das Ende des Krieges mit dem Leben bezahlt und fanden auf dem sowjetischen Soldatenfriedhof.... ihre letzte Ruhe.“
Ca. 30 Menschen waren gekommen. Etliche sprachen russisch.

Erinnerung 2

Der Bürgermeister ließ sich vertreten.
Eine beauftragte Frau sprach Worte. Das häufigste Wort war „Gott“. Eine Bezeichnung, wie "Faschismus" oder "sowjetische Armee" oder "1945" kam in ihrer Rede nicht vor.
Ein Teilnehmer sagte leise zu seiner Frau: “Ich glaube, ich bin auf der falschen Veranstaltung.“
Ich war sprachlos, ein völlig sinnfreies Ritual zu erleben.
In der nächsten Woche bekomme ich den gesprochenen Text und werde ihn hier getreulich dokumentieren.

Die verwitterten Steine mit den vielen, vertraut klingenden Namen, erstaunlich viele weibliche darunter, schwiegen.
Sie schweigen, wenn wir in Not und Schande leben.
Sie schweigen, wenn wir uns mühen, mit Erich Mühsam zu sprechen, „uns der Not und Schande zu entringen“.

Erinnerung 3

Sonntag, 20. April 2008

Hundeland

Wir haben eine Heidelandschaft entdeckt, ein wahres Paradies für Hunde.

Hundeland 1

Hundeland 2

Hier fühlt sich Anka wohl. Sie kann rennen, wie eine Junge. Überall gibt es etwas zu untersuchen. Mit fremden Hunden kann sie spielen oder ihnen aus dem Wege gehen.
Und ich habe keine Sorge, daß ich sie aus den Augen verlieren könnte.
Die Landschaft ist noch vorfrühlingskarg. Aber wenn ich genau hinschaue, kann ich überraschende, winzige Schönheit entdecken.

Hundeland 3

Anka macht Entdeckungen (nach menschlichen Maßstäben sind auch übelriechende dabei), in denen sie sich gleich wälzen muß.

Hundeland 4

Plötzlich zeigt sich in der Heideidylle ein Betonrest.

Hundeland 5

Andere Betonreste, erklärt mir ein Hundefreund, mit dem ich ein Schwätzchen mache, sind ehemalige Flakstellungen.
Über den Bäumen wird ein Obelisk sichtbar.

Hundeland 6

Er liegt außerhalb des Gesichtskreises von Anka. Ich aber kenne ihn seit 1961. Damals wurde hier die Mahn- und Gedenkstätte Sachsenhausen eröffnet.

Hundeland 7

Unser Hundeparadies, unsere Spazierheide grenzt unmittelbar an das ehemalige KZ-Sachsenhausen.

Es ist wahr: Als ich das begriffen hatte, konnte ich mich nicht mehr so unbefangen wie zuvor auf dieses Gelände begeben.
Ich halte aber nichts davon, aus einer Art von Pietät, solche Räume zu meiden. Ich muß mich in ihnen bewegen, ich muß sie mit meinen heutigen Zwecken benutzen und ich muß mich ihrer unauslöschlichen Tragik aussetzen. Das hört niemals auf.

Hundeland 8

In diesen Tagen jährt sich die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Sachsenhausen durch die Sowjetarmee.

Mittwoch, 16. April 2008

Tibet ist ein Vorwand

Unter diesem Titel brachte gestern die "junge Welt" einen gründlichen und nachdenklichen Text des französischen Senators Jean-Luc Melenchon. Finde ich sehr empfehlenswert.

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Text von Jürgen Rose im Freitag, der sich mit den imperialen Interessen der USA im Tibetkonflikt beschäftigt und dabei auch die Verbindung zum Afghanistan-Krieg aufzeigt.

Mittwoch, 9. April 2008

Sie lernen es nicht

"Chinas PR-Desaster
Paris, London, San Francisco - wo auch immer die olympische Fackel auftaucht, bestimmen heftige Proteste gegen die chinesische Tibet-Politik das Bild. Auch ein Hollywood-Star hat sich inzwischen eingeschaltet. Für China entwickelt sich der Lauf nach Olympia zu einer globalen Anklage."
(FTD)
Man denke, sogar ein Hollywood-Star hat sich eingeschaltet!!

Sie begreifen es nicht:
China ist nicht nur ein Land, China ist nicht nur ein Kontinent - China ist eine Welt.

Dienstag, 8. April 2008

FNS - Eine Vorfeldorganisation der Berliner Außenpolitik ist maßgeblich in die Vorbereitung der aktuellen antichinesischen Tibet-Kampagne involviert.

Eine solide Betrachtung einiger Hintergründe der gegenwärtigen antichinesischen "Fackellauf-Kampagne" in http://www.german-foreign-policy.com/de/news/.
In diesem Artikel werden viele wenig bekannte Details der westlichen Strategien und organisatorischen Maßnahmen zur Schwächung Chinas mittels des tibetischen Separatismus aufgezeigt.
Dabei wird die Rolle der weitgehend vom deutschen Steuerzahler finanzierten Friedrich Naumann Stiftung und die Koordination der Kampagne von Washington aus dargestellt.
Erklärungen des Dalai Lama und der "tibetischen Exilregierung" werden dokumentiert, die lange vor den kürzlichen März-Progromen gegen Han-Chinesen und Muslime in Lhasa den rigoros nationalistischen, menschenrechtsverletzenden Charakter des tibetischen Separatismus beweisen.
Mit zahlreichen weiterführenden Links.

Mittwoch, 2. April 2008

Iran

Iran

Sonntag, 30. März 2008

treffend gesagt!

Der Spiegelfechter hat am Ende eines Beitrags zu den schweren Kämpfen um Basra leicht provozierend gefragt, ob es nun an der Zeit sei, die Amerikaner, Briten und Iraker von den Olympischen Spielen auszuschließen.
Im Verlauf der Kommentare und Gegenkommentare kommt er noch einmal darauf zurück:

"Der Rahmen “Olympia” ist von mir absichtlich und leicht provokant gewählt worden, da ich auf die doppelten Maßstäbe der Medien und der Politik hinweisen wollte. Wenn in China ein Sack Reis umfällt … nein, ich will die tibetischen Opfer keineswegs beleidigen; aber im Verhältnis zu dem, was die angloamerikanische Allianz seit fünf Jahren im Irak anrichtet, ist die Unterdrückung der Tibeter durch die Chinesen wirklich eher unwichtig. Das alltägliche Morden wird als “normal” angesehen und die Mörder selbst sind es, die für sich die moralische Deutungshoheit proklamieren und andere Staaten via Olympia moralisch abstrafen wollen. Dies ist eine unerträgliche Bigotterie."

Donnerstag, 27. März 2008

Eifern für den Endkampf!

W. B. hat den Theodor-Lessing-Preis.
via Steinbergrecherche

Mittwoch, 26. März 2008

plötzlich und unerwartet

Wenn Dick Cheney (nach meiner Überzeugung einer der Strippenzieher von 9/11) tagelang im Mittleren Osten herumreist und wenn die medial chloroformierte Welt kein wichtigeres Thema kennt als die Beteiligung an den demnächst stattfindenden Olympischen Spielen, könnte es passieren, daß die Menschen eines nahen Morgens mit einem weiteren Krieg aufwachen.

Die Saudis jedenfalls, wie DPA berichtete, haben schon mal beraten, was zu tun sei, wenn plötzlich eine radioaktive Wolke von Iran herüber zieht,
via Radio Utopie.

Dienstag, 25. März 2008

Ostermarsch Berlin 2008

Ostermarsch 2008
Mrs. Tapir hat von unserem Ostermarsch berichtet, ihr zigster, mein zweiter.

Es waren viele Leute da, 1000 oder 2000. Es waren natürlich viel zu wenig.
Wir sind eben keine gewaltige Demo, die Frieden erzwingen könnte.
Wir halten die Forderung wach.

Es berührt merkwürdig, wenn ein Alter die „junge Welt“ verkauft; mit einem „junge Welt“-Schild an der Mütze, mit tattrigen Händen und einem tatsächlich wackelnden Kopf und mit lebhaften Worten und klugen Augen. Menschengesicht.

Welten trennen und vom „Linken Marsch“ der „Burschen von Bord“ des Wladimir Majakowski.
Doch Welten trennen uns auch vom hilflosen Trotten des geschlagenen Stalingrader Heeres in die eisige Gefangenschaft.
Unsere Schwäche ist augenfällig aber trotzdem sind WIR nicht der Staub im Wind.

Manche Leute haben sich nur einen Zettel im A4-Format angehängt, um ihr Wort zu sagen.
Ich hatte das versäumt und habe mich geärgert, denn MEIN Wort hat kein Anderer gesagt:
„Wahrheit über 9/11!“
Mit dieser großen Lüge werden alle Kriege unserer Zeit rechtfertigt.

Vor dem Start
Vor dem Start

Krieg fängt mit Üben an
Frueh uebt sich

Kein Krieg um Öl
Gegen Krieg um Oel

Bundeswehr raus aus Afghanistan, auch in Berlin
sei berlin

Schalmeien dabei
Schalmeien dabei

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eule70 (anonym) - 2008/05/09 00:05
Erinnern
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kranich05 - 2008/05/08 23:16
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Hobbygärtner (anonym) - 2008/05/08 14:02

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