Seit der deutsche Kriegsminister nicht mehr ein Gegelter ist und auch keine mediengeile Stephanie an seiner Seite hat, ist die Aufmerksamkeit der Mainstreammedien (MSM) für deutsche Kriegspolitik sehr gesunken. Gleiches scheint für die "Zivilgesellschaft" zu gelten.
Vielleicht glauben Ahnungslose, da sei nun ein deutscher Bürokrat am Werk, der eine irgendwie verquer begonnene Bundeswehrreform auf die Reihe bringen muß und darüber hinaus nicht allzu viel Schaden anrichten wird.
Das könnte sich als böser Irrtum erweisen.
Herr de Maiziere hat
jüngst im Bundestag seine Pläne verkündet. Ist er kein Medienstar, so ist er doch ein tüchtiger Sämann. Seine Spezialität ist die Drachensaat, und keiner soll sagen, er habe es nicht gewußt.
Die deutsche Militärmacht zum Kriegseinsatz rund um den Globus wird erweitert und modernisiert. Es geht nicht um den Schutz unserer Schönen Deutschen Heimat, wie es das Grundgesetz vorschreibt, sondern um die weltweite Absicherung der Interessen der deutschen Exportindustrie im speziellen und des deutschen Finanzkapitals im allgemeinen (wie es das Grundgesetz verbietet aber was soll dieser Fetzen Papier).
Die etablierten Parteien des "Hohen Hauses" waren des einhelligen Lobes voll. (Mir blieb die beifällige Stimme des "linken" Grünen Trittin in Erinnerung.) Die noch nicht ganz so etablierte Partei "Die Linke" hat die vom Kriegsminister verkündete Strategie brav abgelehnt. Das heißt, man hat im Bundestag die Hand zur Gegenstimme gehoben. Danach war Mittagspause, und so hat keiner die Sturmglocke geläutet. Die Saat wird aufgehen.
Die Ernte ist so gut wie sicher!
Nein, man mimt nicht mehr die wahre Weltmacht. Man hat jetzt Verbündete und ist so herrlich flexibel. Einmal schlägt man zu auf eigene Rechnung. Ein andermal folgt man nur zögernd dem Drängen der Bündnispartner. Beim dritten Mal würde man gern, kann aber leider, leider gar nicht aktiv werden.
Das ist doch mal ein moderner deutscher Imperialismus der die ganze politische Klaviatur zu spielen weiß. So bleibt man Exportweltmeister der Herzen, so baut und baut und baut man seine Position aus und - welch stolzes Ergebnis - so formt man eine jederzeit intakte Volksgemeinschaft - mit nicht weniger als drei Volksparteien und einer vierten im Wartestand.
Und das alles für Null, null Kosten, null Risiko, so gut wie geschenkt oder?
Ich fürchte hier hat sich ein Rechenfehler eingeschlichen. Sehr wohl wird sich ein Wurm krümmen, wenn der deutsche Stiefel 10.000 km von Deutschland entfernt den Boden tritt. Sehr wohl wird der Hund jaulen, dem der deutsche Rambo die Pfoten quetscht. Und was werden die Menschen dort tun?
Den Menschen, die heute in Afghanistan für ihre Interessen kämpfen, ist zu danken, wenn sie frühzeitig den westlichen Beglückern, auch denen von der Bundeswehr, die Rechnung präsentieren.
Getötet werden sie, die Totschläger aus Germany- das ist der Preis.
Nein, soviel "christlich-jüdische Erziehung" kann ich nicht vorweisen, daß ich mich über den Tod von Menschen freue. Selbst jedem Söldner wünsche ich, daß er mit dem Leben davon kommt. Daß er den Schaden hat, ja, das wünsche ich, den Schaden, aus dem er vielleicht klug wird.