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Haus, Garten, Hund

Donnerstag, 24. April 2008

Diese Hundepsychologie!

Anka

Heute Vormittag Hundebesuch bei uns zu Hause. Es kommt Charly, ein agiler Terriermischling, der jetzt vier Jahre alt wird. Anka ist mit ihm gut bekannt. Wir treffen ihn (mit Herrchen) oft beim Spazieren gehen, und dann wird herum getollt.
Nun bei uns, also in Ankas Reich, erkundet er alles, und je unbekümmerter er wird, umso ärgerlicher schimpft Anka. Es kostet einige Mühe, beide Hunde ruhig zu halten.
Zum Ende seines Besuchs wird Charly ganz verwegen. Demonstrativ springt er auf die Bank, von der sich die Menschen schon erhoben haben und sieht von oben auf Anka herab. Sie ist empört. Wir scheuchen ihn herunter aber gleich ist er noch einmal da oben auf dem „Siegerpodest“. Nachdem Hund und Herr gegangen sind, ist Anka immer noch aufgeregt.

Ich achte nicht besonders auf sie, wende mich dem PC zu. Sie kommt, drängelt, will etwas.
Ich schaue nach ihren Freßnäpfen, fülle Wasser nach, gehe zurück an den PC.
Sie kommt wieder, drängelt, will etwas. Ich gehe mit ihr auf die Terrasse, gebe ihr eins der beliebten Hühnerbeine, gehe zurück an den PC.
Sie kommt wieder, drängelt, will etwas! Ich sehe: Das Hühnerbein liegt unberührt.
Endlich begreife ich, unser Hund hat ein moralisches Problem. Das ist nicht einfach mit Leckereien aus der Welt zu schaffen. Sie will spüren, daß sie unsere Anka ist und unsere Beste und die Liebenswerteste und überhaupt die Einzige.
Wenige Minuten direkte Zuwendung. Nun ist wieder alles gut.
Jetzt schläft sie entspannt.

Mittwoch, 16. April 2008

Anka und ich - wachsende Freiheitsgrade

Opa hat 5 kg Übergewicht und ist auch sonst ziemlich eingerostet. Deshalb habe ich mir vorgenommen, wieder regelmäßig Waldläufe zu machen; was sich auch gut mit dem täglichen Ausführen von Anka verbinden läßt. Im Verlauf eines etwa einstündigen Hundespaziergangs lege ich drei Laufetappen von je fünf Minuten ein. Anka gefällt es, wenn ich renne. Mein normaler Spazierschritt bremst ihren Bewegungsdrang. Mit dem Fahrrad habe ich zwar das richtige Tempo, aber dabei geht es immer nur stur den Weg entlang.
Wenn ich laufe, ist sie fast immer vorneweg. Sie schaut sich ständig nach mir um, vielleicht etwas spöttisch: „Na, Du schnaufendes Walroß!“vielleicht auch besorgt: „Lege ich Dir auch nicht zu schnelles Tempo vor?“
Ich vergaß zu erwähnen, daß sie im Wald, wegen ihrer Jagdleidenschaft immer an der (langen) Leine ist. Frauchen erzählt (aus früheren Jahren) von Hetzjagden bis zu einer Stunde. Und wildernde Hunde, so heißt es, können einfach abgeschossen werden.

Heute trete ich gerade zu meiner zweiten Laufetappe an, als ein gemeiner Stich durch meine linke Wade zuckt. „Muskelfaserriß“ steht bei so was in der Sportmeldung. Gerissen war wohl nichts, aber es war eine sehr schmerzhafte Zerrung. Statt flottem Laufen mühsames Humpeln. Der Hund tat mir Leid, der so um sein Vergnügen gebracht war.

Wir gehen einen bekannten Weg durch ein rechteckiges Waldstück. Es ist reichlich einen Kilometer lang und so zwischen 300 m und 500 m breit. Plötzlich denke ich: „Warum Anka nicht mal frei lassen? Selbst wenn sie eine heiße Spur findet, wie weit wird sie jagen?“ Seitlich und vorn ist die Bäke als Grenze, an der anderen Seite der Dorfrand und hinter uns eine Schneise mit einem breiten Fahrweg. Den würde sie hoffentlich als Grenze akzeptieren. (Dahinter allerdings dehnt sich der Wald kilometerweit.) Und vor allem: Sie ist heute eine gesetzte Dame und nicht mehr übermütiger Springinsfeld.

Ich lasse sie frei. Sie ist ziemlich überrascht. Hält sich dicht bei mir. Dann trabt sie mal 20 m vor oder bleibt mal 20 m zurück. Höchst aufmerksam, geradezu sehnsüchtig, blickt sie vom Wegrand in den Wald. Aber sie geht, gleichsam an einer unsichtbaren Leine, kaum einen Schritt in den Wald hinein. Ich denke, mit einer Spur Bedauern: „Was bist Du doch für ein durchzivilisierter Hund!“ Wenn sie zurückbleibt, bleibe ich nicht stehen, sehe mich nicht um, ich beobachte sie nur aus den Augenwinkeln.

Ein, zwei Sekunden habe ich nicht geguckt. Anka ist verschwunden. Kein Geräusch, nichts zu sehen, weg. Ich traue meinen Sinnen nicht. Ich sehe mich gründlich um. Keine Spur. Jetzt rufe ich sie laut, einmal, zweimal. Da sehe ich sie weit im Wald, wohl fast hundert Meter entfernt, parallel zu mir längs sausen. In meiner Aufregung gelingt mir sogar halbwegs der Pfiff, auf den sie (fast) immer hört, den eigentlich nur Frauchen kann. Und Anka rast, fliegt, wie ein Wirbelwind zu mir zurück. Freude beiderseits, und für das prompte Kommen, und ich hatte ihr ja nicht verboten, sich ein Stück im Wald umzusehen (wenn mir dieses Stück nun doch etwas zu groß war), gab's ein schönes Leckerli.

Sonntag, 13. April 2008

Der Gärtner jammert nicht

Seit Monaten ist das Wetter naß, seit Wochen kalt und düster. Nachbars Garten ist komplett abgesoffen.

Hochwasser

Unserer war es auch.
In den letzten Wochen habe ich insgesamt 25 cbm Erde und Kies aufgetragen und damit den Boden um 20 bis 30 cm erhöht. Nach dem gestrigen Starkregen sah es wieder so aus.

nach dem Starkregen 2

Besonders schlimm ist nicht nur der Zustand unserer "Straße", sondern daß sie so geneigt ist, daß sie das Wasser direkt auf''s Grundstück leitet.

nach dem Starkregen

Manche meiner Bäumchen stehen tief im Wasser. Ich dachte schon, alles sei ertrunken und verfault.
Aber die Kirsche treibt jetzt energisch ihre Blattknospen.

Fruehlingsgarten1

Der Bärlauch fühlt sich wohl.

Fruehlingsgarten2

Und in unserem kleinen Sumpfbeet (dem gewollten) blüht zum ersten mal die Sumpfdotterblume.

Fruehlingsgarten3

Mittwoch, 9. April 2008

Rätsel Hund

Wenn ich mit Anka, unserer Eurasierin, spazieren gehe, unterhalte ich sie (und mich) oft mit Suchspielen. Ein Leckerli wird versteckt, zehn, 15 Meter entfernt, und sie bekommt den Auftrag: „Such!... such!“ Meist findet sie ziemlich schnell, und oft schon habe ich dabei ihre Findigkeit bewundert und sogar beobachtet, daß sie mit einer gewissen naturwüchsigen Systematik vorgeht.
Wenn wir dagegen im Wald sind, wird der Spaziergang selbst zum Suchspiel, d. h. sie steckt überall ihre Nase hinein, und manche Spuren verfolgt sie höchst energisch.
Heute hab' ich mir gedacht, was passiert denn, wenn sich „zufällig“ im Wald ein Leckerli befindet. Gedacht, getan. Als sie abgelenkt war, ließ ich ein Leckerli fallen. Nachdem erledigt war, was sie interessiert hatte, eilte sie zu mir und... spazierte ahnungslos an dem Leckerli vorbei. Ich blieb stehen, sie blieb stehen, keine zwei Meter von dem Leckerli entfernt. Sie schaute mich erwartungsvoll an... und wartete. Ich trat näher zum Leckerli. Nichts. Noch näher. Sie stand buchstäblich mit den Füßen vor dem begehrten Stück. Nichts. Ihre ganze Aufmerksamkeit war auf mich gerichtet. Ihre Sinne haben offenbar nicht das geringste Andere wahr genommen.
Schließlich sagte ich: „Such!“, und sie machte sofort die Attraktion aus.
Merkwürdig, wie ihre Sinne funktionieren.
Hat mein (ungewöhnliches) Stehenbleiben im Walde (und daß ich sie dabei aufmerksam beobachtet habe) für den Moment ihre gesamte Außenwahrnehmung blockiert?

Donnerstag, 20. März 2008

Ist das die menschliche Natur?

Wir haben seit Wochen Hochwasser. Entwässerungsgräben, die, soweit vorhanden, normalerweise zehn Monate im Jahr trocken liegen, führen munter Wasser. Unter Wegen werden sie mit Rohren durchgeführt. Eigentlich kein Problem, wie man auf den beiden folgenden Bildern sieht:
ankommender Wasserlauf,
Morgenspaziergang 1

abführender Wasserlauf (der auf dem Grundstück eine Strecke unterirdisch weitergeführt wird).
Morgenspaziergang 7

Ein Problem kann aber schnell entstehen, wenn das Rohr verstopft ist, wie man an diesem ankommenden Wasserlauf sieht.

Morgenspaziergang 8

Das Grabenufer ist zur breiten Wasserfläche geworden. Eigentlich parken dort zwei Autos. Jetzt müssen sie sich an den Rand des Weges quetschen, der selbst schon überflutet ist.

Morgenspaziergang 5

Der Witz ist, daß der Nachbar auf der „Talseite“, den Nachbarn auf der „Bergseite“ (kleiner Handwerksbetrieb), mehrere Male auf die drohende Verstopfung hingewiesen hat. Munter hatten die Geäst, Bauabfall, einen alten Bauhelm in den Graben geschmissen. Keiner reagierte.

Sehenden Auges organisierten sie sich ihr eigenes Absaufen.

Es ging nicht darum, sich für die Interessen von gesellschaftlich Fernstehenden einzusetzen (womit für Lenin der Kommunismus anfängt), es ging auch nicht um die Interessen gesellschaftlich Nahestehender, es ging um die ureigenen persönlichen Interessen. Die wurden souverän mißachtet.

Ist das die menschliche Art?

Freitag, 7. März 2008

vorgestern war Märzwintertag

1 Tag Winterrückfall im März

Seit Wochen war bei uns Winter mehr Hochwasser als Eis und Schnee.

1 Tag Winterrückfall im März

kaltes Weiß, warmes Holzhaus

1 Tag Winterrückfall im März

Schneetreiben

1 Tag Winterrückfall im März

Anka in ihrem Element (Auch Samojeden gehören zu ihren Vorfahren.)

1 Tag Winterrückfall im März

Winter spielen

Sonntag, 2. März 2008

rätselhafter Hundesinn

Daß unsere Anka kein „Maschinenmensch“ ist, hab’ ich wahrlich schon oft beobachtet. Allein schon die Eigenwilligkeiten in ihrem Fressverhalten!
Auf Musik hat sie eigentlich nie auffällig reagiert. Jahrelanges Akkordeonüben von Frauchen veranlasste sie zu keiner Reaktion, und ebenso war es bis vor kurzem, wenn wir Flöte spielten.
Dann zeigte sie einige Tage Unruhe beim Flötespiel, die sich bald steigerte, und jetzt fängt sie schon mit Winselgeräuschen an, sobald jemand die Flöte oder den Notenständer nur in die Hand nimmt. Es sind offensichtlich keine Leidens- oder Angstlaute, eher haben sie etwas forderndes. Sie kommt herbei gerannt und berührt mich sogar mit der Pfote, eine Geste lebhafter direkter Einflussnahme, zu der sich unsere sonst eher zurückhaltende Dame ganz selten hinreißen lässt. Die Flöte wird ausgiebig beschnuppert aber auch danach unser Spiel nicht toleriert.
Wir waren ziemlich verunsichert, schließlich will man das feine Hundeohr nicht schrillen Schmerzenstönen aussetzen.
Da meinte Mrs. Tapir, dass es sich vielleicht um Eifersucht handelt.
Anka begann jetzt schon mit ihrem Protestwinseln, wenn wir eine Flöten-CD auflegten.
Gestern gab es Familienzuwachs: Mrs. Tapir begeisterte sich bei Netto für ein schwarzes Kuscheltierschäfchen. Es wurde liebevoll an den warmen Ofen gesetzt (als ob Schafe nicht ihre warme Wolle haben, aber na, ja...). Und Anka? Sie zeigte ihr ganzes Repertoire an Unruhe, gesteigerter Aufmerksamkeit, Protestwinseln, Schnupperprobe fordern.
Wir meinen nun entschieden, dass es Eifersucht ist. Es scheint, als ob unser hoch geschätztes Familienmitglied einige Diva-Anwandlungen hat.
Wir machen es jetzt so: Vor dem Flöteüben, wenden wir uns bewusst Anka zu, spielen mit ihr, belohnen sie für ihre Leistungen. Danach wird ruhig aber bestimmt die Spielzeit beendet und bei der anschließenden Flötenübung ebenso entschieden Ruhe von ihr verlangt. Die Rechnung scheint aufzugehen. Anka fügt sich ohne Protest, und wir haben das Gefühl, ein Problem ohne Gewalt gelöst zu haben.

Freitag, 22. Februar 2008

Ginkgo ist der Baum der Zukunft

19. Veitshöchheimer Gartenbautage der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau [LWG].
"Der Klimawandel sprengt alle Statistiken. Er vollzieht sich in Deutschland im Moment drastischer, als vorliegende regionale Modellsimulationen es erwarten ließen." Die Worte von Diplom Meteorologe Wilfried Küchler vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Dresden vor rund 45o Baumschulern in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig...
Der Klimawandel sei eine Herausforderung an Gärtner und Baumschuler, mit passenden Sortimenten der Zukunft zu begegnen: Darüber waren sich die Teilnehmer der Podiumsdiskussion, ... einig. Und noch über einen weiteren Punkt herrschte Konsens: Das Gehölz der Zukunft ist der Ginkgo. Der älteste Baum der Welt hat bereits die Atombombe von Hiroshima überlebt. Er werde wohl auch dem Klimawandel trotzen.
Das Wassermanagement der Zukunft wird sich von dem heutigen unterscheiden müssen, machte der Obstbautag der 19. Veitshöchheimer Gartenbautage deutlich: Hohen Niederschlägen im Winter stehen trockene Sommer gegenüber. Das Sammeln von Regen und sparsames Verwenden von Wasser wird enorm an Bedeutung gewinnen,..."

Unser kleiner Gingko

Seit drei Jahren wächst langsam unser Zukunftsbaum.

Mittwoch, 13. Februar 2008

wüster Holzreichtum

mein Brennholz, preiswert bei ebay ersteigert
Der "wüste" Rest von 36 fm, die ich bei ebay preiswert ersteigert hatte.
Den dritten Winter haben wir das Haus bereits geheizt.

Nun sind die Massen "gebändigt".
mein Brennholz, preiswert bei ebay ersteigert

Der Vorrat reicht für weitere drei Jahre.
mein Brennholz, preiswert bei ebay ersteigert

Dienstag, 12. Februar 2008

Februarabend bei uns

Februarabend in Schmachtenhagen

nach Hause


Februarabend in Schmachtenhagen

Spuren am Himmel


Februarabend in Schmachtenhagen

Abendruhe

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