Diese Hundepsychologie!

Heute Vormittag Hundebesuch bei uns zu Hause. Es kommt Charly, ein agiler Terriermischling, der jetzt vier Jahre alt wird. Anka ist mit ihm gut bekannt. Wir treffen ihn (mit Herrchen) oft beim Spazieren gehen, und dann wird herum getollt.
Nun bei uns, also in Ankas Reich, erkundet er alles, und je unbekümmerter er wird, umso ärgerlicher schimpft Anka. Es kostet einige Mühe, beide Hunde ruhig zu halten.
Zum Ende seines Besuchs wird Charly ganz verwegen. Demonstrativ springt er auf die Bank, von der sich die Menschen schon erhoben haben und sieht von oben auf Anka herab. Sie ist empört. Wir scheuchen ihn herunter aber gleich ist er noch einmal da oben auf dem „Siegerpodest“. Nachdem Hund und Herr gegangen sind, ist Anka immer noch aufgeregt.
Ich achte nicht besonders auf sie, wende mich dem PC zu. Sie kommt, drängelt, will etwas.
Ich schaue nach ihren Freßnäpfen, fülle Wasser nach, gehe zurück an den PC.
Sie kommt wieder, drängelt, will etwas. Ich gehe mit ihr auf die Terrasse, gebe ihr eins der beliebten Hühnerbeine, gehe zurück an den PC.
Sie kommt wieder, drängelt, will etwas! Ich sehe: Das Hühnerbein liegt unberührt.
Endlich begreife ich, unser Hund hat ein moralisches Problem. Das ist nicht einfach mit Leckereien aus der Welt zu schaffen. Sie will spüren, daß sie unsere Anka ist und unsere Beste und die Liebenswerteste und überhaupt die Einzige.
Wenige Minuten direkte Zuwendung. Nun ist wieder alles gut.
Jetzt schläft sie entspannt.
kranich05 - 2008/04/24 11:55




















