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Gesundheit, Alter

Mittwoch, 7. Mai 2008

Wie merkwürdig spurlos, wie merkwürdig ruhelos...

Mit Verwunderung stelle ich fest, wie wenig mir von denen, von denen ich herkomme, geblieben ist.
Von meiner Mutter, die vor mehr als 50 Jahren gestorben ist, besitze ich nichts mehr. Von meinem Vater, er ist seit 30 Jahren tot, habe ich eine goldene Taschenuhr, ein Familienerbstück, mehr nicht.
Zwar gibt es viele lebendige Erinnerungen an meine Eltern und auch an die beiden Großmütter, aber sie existieren, von wenigen Fotografien abgesehen, nur in meinem Kopf und in den Köpfen meiner Schwestern. Nicht viele Jahre, und dann werden, mit uns, auch diese Spuren getilgt sein. So wie es schon immer mit den Großvätern war. Sie fielen beide im ersten Weltkrieg und sind spurlos verschwunden.
Und haben doch alle ruhelos gelebt, haben sich täglich gemüht, hatten Leidenschaften, Kämpfe, Schweiß und Sperma, haben Gewalt erlitten und Gewalt ausgeübt.
Geblieben ist eigentlich nur das Fleisch und Blut, das ich selber bin. Keine ruhige Bank unter einem uralten Baum, keine abgetretene Schwelle eines Häuschens, kein Bericht, kaum ein Brief. Aber ich erinnere mich: Manches war geblieben – ein alter Fotoapparat, eine alte Gartenhacke, ein Drahtkorb. Es hat mich gestört; manches habe ich verschenkt, den Rest als Müll entsorgt.

In der Familie einer alten Freundin ist es anders:
Die (jetzt sehr alte Mutter) hat immer Tagebuch geschrieben. Zwar darf das keiner lesen aber es ist vorhanden. Die Tagebücher des Großvaters aus dem ersten Weltkrieg, aus der Inflationszeit und danach sind erhalten. Großvater und mehr noch Großmutter waren aber für die Nazis. Die Berichte aus der Nazizeit und der Briefwechsel mit dem Sohn im Krieg sind vernichtet.
Tagebuch, Lebensbericht hat bereits der Großvater des Großvaters geschrieben, als armer Schuster und Dorfmusikant, so zwischen 1835 und 1860. Man kann sich hinsetzen und mit dem Urahn Zwiesprache halten.
Ob es darauf ankommt?

Sonntag, 4. Mai 2008

lecker Frühstück

lecker Fruehstueck

Donnerstag, 17. Januar 2008

Eustress, damit wir lebendig sind!

Laßt uns doch mal "Feuer & Flamme" sein!

Begeisterung

... rät Dr. Schein.

Samstag, 22. Dezember 2007

Stellvertreterkrieg?

Ich habe das Gefühl, daß es bei den heftigen Diskussionen für oder gegen ein Rauchverbot in Gaststätten, eigentlich (sicher meistens unbewußt) um etwas anderes geht:
Für oder wider drakonische Maßnahmen zur Einschränkung der CO2-Emission, konkret, des Autoverkehrs.

Klare Aussagen zu Tabakkonsum, Lungenkrebs und Rauchverbot sind jedenfalls hier zu finden.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Risikovorsorge um Atomkraftwerke ist das Gebot!

Sage keine verantwortliche Politikerin, kein verantwortlicher Politiker, sie/er habe nichts davon gewußt.

Details von einer Pressekonferenz der Ärzteorganisation IPPNW
via Lebenshaus

Dienstag, 16. Oktober 2007

Die Jungen am Start

am-Start

Dienstag, 7. August 2007

Freiheit der Wahl

Wir wohnen in Oranienburg, Ortsteil Schmachtenhagen.
Unsere Tochter hat den Großvater in Oberhausen besucht.
Sie erzählt ihm, daß sie uns bald besuchen wird. „Übermorgen fahre ich nach Oranienburg.“
Er: „Die Bezeichnung „Oranienburg“ gefällt mir viel besser. „Schmachtenhagen“ klingt so ärmlich.“

Wir haben „Borat“ gesehen.
Mrs. Tapir hat sich das 30 Minuten angetan. Eine Viertelstunde später bin auch ich geflüchtet.
Mutter Tapir sagt zur Tochter: „Ich finde, da sind die Grenzen überschritten.“
Die Tochter: „Ihr redet immer so, als wolltet ihr der Welt sagen, was sie darf und was nicht. Den Einen gefällt diese Art Komik und den Anderen nicht.
Punkt.“

Samstag, 21. April 2007

Ein Vierteljahr danach

Ziemlich genau ein Vierteljahr ist es her, seit mir drei Bypässe eingesetzt wurden. Ich hatte mich schon nach acht bis zehn Wochen sehr gut erholt und fühlte mich jetzt mehr oder weniger bei alten Kräften.
Mein Gewicht habe ich bei 79 kg gehalten, das entspricht einem BMI von 24,9. Blutdruck ist in Ordnung. Meine Blutfett- und -cholesterinwerte werden sicher demnächst mal überprüft, da ich aber, von Ausnahmen abgesehen, meine Diät einhalte, erwarte ich auch in dieser Hinsicht keine Probleme.
So fühlte ich mich stark genug, eine seit längerem notwendige Bruchoperation über mich ergehen zu lassen. Die liegt nun hinter mir (deshalb war ich drei Tage „nicht am Platze“), auch diese Operation minimalinvasiv. Es ist wirklich erstaunlich, was die Chirurgen durch drei kleine Löchlein im Körper zuwege bringen.
Alle Achtung!
Nun bin ich also schon wieder zu Hause. Schonung (höchstens 10 kg heben) ist aber noch etliche Wochen angesagt.
In zwei Wochen wird mir noch ein wenig Gewebe entnommen/analysiert, und dann ist es hoffentlich erst einmal genug mit den Gesundheitsbemühungen.

Sonntag, 4. März 2007

im Alter, im hohen Alter

Die Betrachtungen des alten, einsamen Sandor Marai, aus dessen letzten Tagebüchern ich wenige Sätze zitiert habe http://opablog.twoday.net/stories/3380681/, haben mich sehr beeindruckt.
(Hier die Quelle: http://www.bol.de/shop/home/artikeldetails/tagebuecher_1985_1989_cd_parlando_prosa/sandor_marai/ISBN3-935125-02-X/ID1839067.html)

Unerbittlich denkend, sicher sprechend zerstört da Einer Hoffnungen, Illusionen, an denen der Mensch sein Leben hängt.
Er ist hoch in den Achtzigern. Er spekuliert nicht, sondern schreibt auf, was er erlebt. Es wirkt exemplarisch, was da geäußert wird. Es scheint, als werde Dein ehernes Schicksal ausgesprochen.
JEDE Hoffnung wird zerstört!

Ich bewundere die Rücksichtslosigkeit seiner Selbsterkenntnis und widersetze mich trotzdem ihrem alles ergreifenden Sog.
Gibt es nicht den Neunzigjährigen, der den lauen Frühlingswind spürt und den die Blume erfreut?

Mein Schwiegervater ist 89 Jahre alt. Er leidet unter vielen schweren Einschränkungen und Schmerzen, die das Alter mit sich gebracht hat. Aber mit Genuß ißt er auch heute noch das Schnitzel mit Bratkartoffeln aus der Bräterei um die Ecke.
Einige Stunden Fernsehen am Tag sind ihm eine Freude, und die Fußball-WM des vergangenen Jahres war ihm ein Geschenk.

Lebe Dein Alter. Rede mit den Anderen darüber.
Doch es bleibt Dein eigenes Alter, Dein hohes Alter, Dein Sterben.

Donnerstag, 1. März 2007

Sandor Marai, geboren 1900

Sandor-Marai
(Kajan Tibor)



Aus den Tagbüchern 1985 bis 1989

21. Mai 1985,
„Was, außer dem Sein, kann das Alter noch geben?
Nichts.
Ich verstehe diejenigen, die dem Ende vorgreifen.“

4. August 1985,
„Übermorgen ist es 40 Jahre her, dass in Torii, in einer Kneipe, wo ich meinen Jausenwein trank, ein zahnlückiger alter Bauer brabbelnd erzählte, die Amerikaner hätten irgendeine Bombe abgeworfen, und Japan kaputt.
Die Gäste, Bauern und russische Soldaten, hörten es gleichgültig.
Jetzt, 40 Jahre später, gedenken hier in San Diego und überall in der Welt ganze Menschengruppen auf den Straßen Hiroshimas.
Bis heute weiß man nicht sicher, was damals in der Welt begonnen hat.
Ziemlich genau weiß man, was an jenem Tag endete – die relative Sicherheit des Menschen auf der Erde.“

9. September 1985,
„L. ist seit dem Sturz hinfällig. Der Arm ist geheilt, aber aus dem Sturz entstand eine innere Hinfälligkeit, aus der sie nicht zu sich findet....“

17. Oktober 1985,
„Der Weg zurück aus dem Leben in den Tod ist dunkel. Ich tappe aus dem Nichts ins Nichts, und unterwegs leuchtet hier und da ein Wort, ein Begriff, wie Glühwürmchen im dunklen Wald.“

11. November 1985,
„Gemeinsam gehen, ohne Schmerzen, das ist meine einzige Hoffnung.“

29. November 1985,
„Am Ende des Lebens kommt ein Abschnitt, dass alles, was man in einem langen Leben erlebt und erhofft und worauf man gebaut hat, zwecklos und sinnlos wird. Solch eine Zeit ist es, die ich jetzt durchmachen muß.“

15. Januar 1989,
„Ich erwarte die Abberufung. Ich dränge nicht aber ich zögere auch nicht. Es ist soweit.“

Am 22.Februar 1989 hat sich Sandor Marai erschossen.

Aktuelle Beiträge

In den letzten Tagen...
In den letzten Tagen ist der Grundwasserspiegel (eigentlich...
kranich05 - 2008/05/09 21:39
Ein paar lokale Besonderheiten...
Ein paar lokale Besonderheiten mögen hier eine...
kranich05 - 2008/05/09 10:05
Merkwürdig: Ich...
Merkwürdig: Ich glaube nicht, dass hierzulande...
eule70 (anonym) - 2008/05/09 00:05
Erinnern
Im Amtsblatt, das allen Bürgern kostenlos zugestellt...
kranich05 - 2008/05/08 23:16
Ist das Wasser aus dem...
Ist das Wasser aus dem Garten wieder versickert oder...
Hobbygärtner (anonym) - 2008/05/08 14:02

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