Faschismus, alt oder neu

Dienstag, 6. September 2011

Das Grauen Das Schweigen Das Ende

Joachim Jahnke bringt auf seiner kritischen Webseite, auf der er regelmäßig die Märchenzahlen der monatlichen Arbeitsmarktstatistik kommentiert, Gedanken über die Moral der "Hitler-Deutschen".
Dabei bezieht er sich auf das Buch des britischen Historikers Ian Kershaw "The End: Hitlers Germany, 1944-45", in dem dieser der Periode zwischen dem gescheiterten Aufstandsversuch vom 20. Juli 1944 und der Kapitulation im Mai 1945 nachgegangen ist.
Jahnke gibt ein Ereignis wieder, das sich in Ansbach in den letzten Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen zugetragen hat:
"Der Kommandant der Wehrmacht wollte diese mittelalterliche und noch unzerstörte Stadt bis zum Ende verteidigen, obwohl der Ausgang glasklar war. Ein junger Theologie-Student von 19 Jahren beschloß, etwas gegen den Untergang zu unternehmen. Er wußte, wo das Telefonkabel aus der Kommandantur heraus verlief. Mit einer Zange schnitt er es durch, um so die Kommandantur informationslos zu machen und zur Aufgabe zu bewegen. Doch die war schon ausgezogen, was er nicht wußte. Da beobachteten ihn zwei Kinder, die ihn sofort anzeigten. Deutsches Militär und Polizei kamen und schleppte ihn ins Rathaus, wo der Kommandant drei Richter aus dem Militär ernannte, die den Unglücklichen innerhalb weniger Minuten zum Tode verurteilten. Er sollte auf der Stelle gehängt werden, denn wegen der anrückenden Amerikaner schien Eile geboten.
Man legte ihm eine Schlinge um den Kopf. Doch er konnte sich freimachen und etwa einhundert Meter weglaufen, bis er wieder eingeholt und zurückgeschleppt wurde. Viele Menschen hatten sich versammelt, brave Bürger von Ansbach. Sie beschimpften ihn und traten nach ihm. Dann wurde ihm ein zweites Mal die Schlinge um den Kopf gelegt. Doch diesmal riß das Seil. Beim dritten Mal klappte das grausame Spiel dann. Der Kommandant erklärte, die Leiche solle hängen bleiben, bis sie faule, requerierte ein Fahrrad und türmte vor den Amerikanern, die zu dieser Zeit einzumarschieren begannen. Sie schnitten dann die Leiche vom Seil."

Was hier geschildert wird und heute noch und wieder erschüttert, ist in ähnlichen Formen lange bekannt.
Vor mehr als 50 Jahren, als Student in Berlin, habe ich am Bahnhof Friedrichstraße, dort wo die S-Bahn über die Friedrichstraße donnert, eine schlichte Eisentafel gelesen, die dort angebracht war zum Gedenken an einen Soldaten, der am letzten Kriegstag wegen Fahnenflucht gehenkt wurde.

Ich möchte jetzt nicht die historisch-konkreten Zusammenhänge solcher Ereignisse betrachten. Die tiefste Ungeheuerlichkeit sehe ich darin, daß Menschen die Vernichtung anderer Menschen für Nichts in Kauf nehmen oder sogar aktiv betreiben. Schockierend ist die absolute Abwesenheit eines sozial verantwortlichen persönlichen Bewußtseins, einer persönlichen Haltung. Jeder und jede ist zwar mit Individualität ausgestattet, diese ist jedoch allein darauf gerichtet, den vollkommenen Zombie zu geben.
Machen wir uns nicht vor, daß solche Erscheinungen auf die Zeit des deutschen Faschismus beschränkt gewesen seien; zumal uns nur ein Wimpernschlag der Geschichte von dieser bisher finstersten Ausprägung imperialistischer Herrschaft trennt.

Heute sind es zum Beispiel der Gleichmut und die aktive Mitträgerschaft mit der die offiziellen Legenden um die Anschläge vom 11. 9. 2001 geduldet und akzeptiert werden, die mich Schaudern lassen. Das massenhafte Nichtwissenwollen, obwohl der Preis des Wissens geringfügig wäre! Aufklärung prallt hier an schier undurchdringlichen Wänden ab.
Die Macht der Aufklärung ist gering oder geht gegen Null, wenn ihr ein materielles Interesse entgegensteht. Und mehr noch: Das natürliche Orientierungsbedürfnis jedes Tieres, jedes Affen, kann beim Menschen ausgehebelt und durch materielle Interessen ersetzt werden, die jede Erkenntnis der eigenen Stellung verhindern und sogar ein aktives Streben auslösen, sie um KEINEN Preis der Welt zu begreifen.

Mit dem Versuch, die materiellen Interessen als die Ursuppe der ganzen Menschenveranstaltung zu begreifen, hatte einmal die philosophische Wissenschaft des Historischen Materialismus begonnen. Auf diesem Weg hatten im 19. und zu Beginn des 20. Jahhunderts Marx, Engels und Lenin soziale und politische Analysen historischer Prozesse vorgelegt, die einen mächtigen Erkenntnisfortschritt bedeuteten. Sie trugen zum Erfolg der großen Revolution in Rußland Oktober 1917 und der vielen revolutionären Erschütterungen in der Folge bei. Dabei war die Erkenntnis der materiellen Interessen der Klassen, die Erkenntnis grundlegender materieller Verhältnisse der Menschen in Produktion und Politik der Dreh- und Angelpunkt.
Seitdem hat die menschliche Entwicklung etliche Jahrzehnte neuen Stoff geliefert, massenhaft neuen Stoff.
Der Historische Materialismus, wenn ich einmal so personalisieren darf, ist zuerst "vor lauter Erfolgen in Schwindel verfallen" und hat sich dann/wurde dann, allmählich verholzt und verkapselt, zur Ruhe gelegt. Keine Sau dieser Farm der Tiere brauchte einen lebendigen historischen Materialismus.

Noch aber macht die Menschheit weiter. Weiter häuft sie Jahrzehnt auf Jahrzehnt. Sie häuft Ratlosigkeit.
Zeit wird es, die weitergehenden Perspektiven der historisch-materialistischen Wissenschaft aufzufinden, einer fröhlichen Wissenschaft, wie ich hoffe.

Freitag, 29. Juli 2011

Utoya - ein Tag vor dem Anschlag!

Ein Bild von der Veranstaltung mit Jonas Gahr Stor, Außenminister Norwegens, gegen die Apartheid Israels und für die Anerkennung eines Staates Palästina.

Utoya

Quelle: hier.

Dienstag, 26. Juli 2011

Terror. Trotzdem nachdenken.

Der Terrorakt, wie der gewöhnliche Terror selbst, zielt auf das Denken. Zerstörung des Denkens.
Dabei ist es zweitrangig, ob der Terrorakt durch einen vom (sozial bedingten) Wahn getriebenen Einzelnen ausgeführt wird, wie das im Fall des norwegischen Massenmörders zu sein scheint, oder ob er verübt wird von Menschen, die mehr oder weniger direkt von Organisationen bis hin zu staatlichen Geheimdiensten geführt werden und im entsprechend präparierten Umfeld handeln, wie das im Fall von 9/11 wahrscheinlich ist.
Die privatisierte Macht über die Allgemeinheit kann auf Terror nicht verzichten, weil nur so die Chance besteht, kritisches Denken und darauf fußenden Widerstand dauerhaft zu zerstören.
Der gewöhnliche Terror zumindest in den westlichen Kulturländern funktionierte und funktioniert oftmals unblutig, doch auch er braucht den jederzeit intakten, "innigen" Bezug zum mörderischen Terrorakt. Die Krise des atlantischen Kapitalismus und die sich abzeichnende Krise des Weltkapitalismus veranlaßt die Machthaber zunehmend zur Integration des unverhüllten Terrors in den Alltag. Das ist Einfügung von Elementen des Faschismus in unser gewöhnliches Leben, Beispiele: Guantanamo, Folter und Liquidierung von Menschen, sowie die "aus der Mitte der Gesellschaft" geäußerte und akzeptierte Freude darüber. Dieser Prozeß wird schrittweise vorangetrieben. Es gibt auch retardierende Momente. In jedem Fall wird er getragen von einem hochkomplexen dynamischen System der Herrschaftssicherung im 21. Jahrhundert. In ihm spielen die endlos fließenden Absonderungen diverser Schreibtische und Redaktionen eine zentrale, absolut unverzichtbare Rolle. Sie werden aber zunehmend mit Formen der Propaganda 2.0 verquickt.
Der Terrorakt findet seinen Abschluß und seine Vollendung in landesweiten Märschen Hunderttausender, die in hilfloser Trauer eine weiße Rose tragen und mit bitterem Gefühl stehen und von ernsten Gedanken erfüllt heimgehen. Im medialen Weihrauch stinkt der Sieg des Terrors gen Himmel.

Mittwoch, 20. Juli 2011

allzu selbstverständlich

Es gibt Webseiten, die ich seit Jahren verfolge. Und nicht nur sporadisch, sondern sehr regelmäßig. Sie bringen Beiträge von solcher Authentizität und Klarheit und das nicht nur gelegentlich, daß es mir buchstäblich zur Natur geworden ist, mich daran zu orientieren, mein Wissen zu vertiefen, mich zu erfrischen.
Und weil das so selbstverständlich ist, verspüre ich oftmals keinen Antrieb, darüber zu schreiben oder Links zu setzen.
Es ist fast so, wie mit dem Wasser. Es ist lebensnotwendig. Jeden Tag trinke ich es. Habe ich je darüber gepostet?
Der Name dieser Seite ist znet.
Und den letzten Artikel, den ich gelesen habe, hat Ran Ha Cohen geschrieben.
Das war's schon.

Dienstag, 31. Mai 2011

"ineffiziente Klienten" - "lebensunwertes Leben"

Seit Tagen läßt mich ein Buch nicht los. Ernst Klee: "Euthanasie" im Dritten Reich. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens", Fischer Taschenbuch Verlag, November 2010.
In dem Dokumentationsband von 736 Seiten kommt die Bezeichnung "ineffiziente Klienten" nicht vor.
Dennoch mußte ich kürzlich bei einem Vortrag an "lebensunwertes Leben" denken. Es ging um die Frage: "Wieviel "Ökonomisierung" verträgt die Soziale Arbeit?" Basierend auf Ihrem "Schwarzbuch Soziale Arbeit" zeigte Prof. Mechthild Seithe, daß es bei der "Ökonomisierung" um ein qualitatives, kein quantitatives Problem geht. Am allerwenigsten geht es um die in jeder vernünftigen Arbeit notwendige Sparsamkeit. Die Soziale Arbeit muß an ihren höchst eigenen Maßstäben gemessen werden. Diese dürfen nicht durch Wesensbestimmungen fremden Inhalts, nicht durch fremde Interessen ersetzt werden (auch nicht durch die allerheiligsten, die Profitinteressen). Die Profession Soziale Arbeit würde sich aufgeben durch "Ökonomisierung".
Die "Ökonomisierung" liebt es, Beziehungen von Menschen, "lebensweltliche Beziehungen", in betriebswirtschaftliche umzudeuten. Die Menschen, mit denen es die Sozialarbeiterin zu tun hat, werden zu "Kunden" erklärt. "Benenn' dich um, oder ich freß' dich", könnte man sagen. Manche Fälle können so erfolgreich bearbeitet werden, doch unvermeidlich ist, daß ein Großteil der Klienten sich "unkundig" verhält, ineffizient, jedem Ökonomisierer ein hartnäckiges Ärgernis und ein Greuel.
Wie ist mit ihnen zu verfahren? Die Rückführung ihres Versagens auf genetische Ursachen ist schnell erklärt.
Also: Weg damit! An den Rand der Städte, in die aufgelassenen Zonen der Kreise, in die Landstriche am Rande ehemaliger Übungsgelände, in Waldgebiete nahe der Deponien.
Dort bleiben sie versorgt, was immer das bedeuten mag.
Was geschieht mit ihnen, wenn die Gesellschaft zu dieser Versorgungsleistung nicht mehr fähig oder willens ist?

Die umfangreiche Dokumentation von Ernst Klee hier in wenigen Sätzen zu würdigen, wäre ein aussichtsloser Versuch.
Zu den beeindruckendsten und mich am meisten beunruhigenden Erkenntnissen gehört sein Nachweis, welche Breite und wissenschaftliche Reputation der "zivilgesellschaftliche Diskurs" zur Bestimmung und Vernichtung "lebensunwerten Lebens" hatte, Jahrzehnte vor der Machtübertragung an die Faschisten und ihren "Euthanasie" genannten Massenmordaktionen,
wie dieser Massenmord durch eine breite Schicht von Medizinern mitgetragen oder zumindest toleriert wurde,
wie auch die sonstige Intelligenz, einschließlich der kirchlichen zu keiner halbwegs konsequenten Gegenposition fähig war und
wie schließlich zahlreiche wissenschaftliche Kapazitäten, die den Massenmord mehr oder weniger aktiv "begleitet" hatten, nach dem Krieg erneut zu Einfluß und Ehren gelangten (und zwar sowohl in der BRD als auch in der DDR).

Kleee macht durchsichtig (ohne gleichzusetzen!) wie der gewöhnlichste, alltäglichste Faschismus - gleichsam mein und dein Faschismus - mit den schlimmsten Auswüchsen dieser Barbarei zusammenhängt, wie beide sich ergänzen, ineinander verwandeln und rückverwandeln, ja, partiell auch einander ausschließen.
Ein Menetekel.

Sonntag, 22. Mai 2011

Merkels Ausfälle

Spontan habe ich auf Merkels jüngsten Stammtischbeitrag mit der Empörung reagiert, gemischt mit Hilflosigkeit, die mich immer packt, wenn die Machtvollkommenen (bekanntlich allesamt "Elite") ungeniert unter die Gürtellinie schlagen.
Bemerkenswert war dann doch, wie schnell und umfassend die Falschheit der Merkelschen Thesen (und damit auch ihre Dämlichkeit?) nachgewiesen wurde. Bei Jahnke kann man sich die zugehörigen Informationen holen, aber es wurde sogar in Kommentaren der Mainstreammedien frühzeitig aufgedeckt.
Das Echo aus den angepöbelten Ländern kam postwendend und deutlich. Den Euro stubste es nach unten, und die Zinsaufschläge der betreffenden Euro-Bonds erhöhten sich sprunghaft.
Frage: Ist die wirklich so dumm?
Ich halte sie nicht für dumm. Was dann?

Ich schätze, daß die Spannungen sich soweit aufgebaut haben, daß an manchen Stellen die Tapete reißt. Die USA, ökonomisch unter Wasser, fahren gemeinsam mit UK eine gnadenlose Konkurrenzstrategie auf Kosten der Euroländer, sprich Deutschlands.
Die Deutschen sind DIE EUROmacht geworden, der es aber schwer fällt (oder nicht gelingt?), die Ernte in Form von EuroMACHT einzufahren.
Statt daß sich eine klar strukturierte deutsche Vormacht ausprägt, sammelt sich das "europäische Kroppzeug" unter einschlägiger atlantisch-westeuropäischer Führerschaft. Merkels (und "zufällig" des modernen deutschen Imperialismus) Lieblingsstrategie: "Aussitzen! Am langen Arm verhungern lassen!" funktioniert zur Zeit schlecht.
Dazu kommt, und das macht es besonders vertrackt, daß Merkel ein recht feines Gespür für das Grummeln der Straße hat, vermutlich mehr als die USA-Führer, die ja bekanntlich direkt in Gottes Auftrag handeln.
Aus all den Gründen versichert sie sich des deutschen Mobs.
Das ist älteste - sagte da jemand "Martin Luther"? - und stets modernisierte! deutsche Politschule. Daran seien die Kommentatoren erinnert, die stets auf Merkels FDJ-Mitgliedschaft verweisen, den demagogischen Rattenschwanz der Protestantin aber übersehen.
Eigentlich überflüssig der Hinweis, daß genannte Privatschule eine der teuersten der Weltgeschichte ist.

Montag, 16. Mai 2011

Nachtwächter

Die Nachtwächter vom deutschen Qualitätsjournalismus, angefangen mit Anne Will über Zeit-Online, Tagesprügel, Frankfurter Rundschau bis zu den Kumpanen von der Waz-Gruppe leuchten uns
und erst Recht den Griechen!
mit dem grellen Licht der Aufklärung ins verlumpte Gewissen:
Immer Abkassieren wollen, immer das süße Leben genießen, in Rotwein und Bifteki schlampampen, Ouzo saufen, in der Sonne liegen - und alles darf der deutsche Steuerbürger zahlen.
Da gebe es Staatsunternehmen, in denen fassen die Nachtwächter 18 Monatsgehälter ab und stecken 72 000 € im Jahr ein.

Das Blog "Querschüsse" hat das "Griechen-Bashing auf dem Vormarsch" solide analysiert und einmal mehr den Müllstatus der deutschen Mainstreammedien vorgeführt.

Dienstag, 3. Mai 2011

Wenn ich nachdenke, schaudert's mich

Sie bringen paar Kinder aus Gaddafis Familie um.
Schulterzucken. Es interessiert kaum. Im besten Fall gibt es paar flapsige Bemerkungen. Einen Tag später alles vergessen.

Sie bringen "den Terrorfürsten" um. (Ich laß' mal dahingestellt, wie viel Märchen dabei ist.)
Ja, das ist Sensationsfutter. Am Besten nun Jubelchöre vor allen amerikanischen Regierungssitzen in den Ländern der Welt. Selbst Personen in offizieller Position, etwa die Bundeskanzlerin, bringen ihre Freude über die Ermordung zum Ausdruck.

Irgendein abseitiges Blog fragt schüchtern, ob nicht ein Gerichtsverfahren...
Ein anderes Bloglein wagt daran zu erinnern, daß es bis heute kein Gerichtsverfahren zu den Verbrechen vom 11. September 2001 gibt.

Nicht daß unsere Herrscher mit ihren Werkzeugen solche Mordtaten begehen, erschreckt mich. Ich weiß, daß sie jederzeit zu ALLEM fähig sind, was ihre Interessen verlangen.
Was mich Schaudern macht, ist die massenhafte Zustimmung zu all diesen Verbrechen. Oft ist sie laut und ausdrücklich, diese Zustimmung. Sehr oft ist sie verschwommen, gleichmütig, desinteressiert, lahm aber gewährend.
Sie erscheint mir bei weitem nicht so willentlich und leidenschaftlich, wie die Zustimmung der Deutschen zu den Verbrechen der deutschen Faschisten.
Sie hat viel Beiläufiges, die Zustimmung der Massen. Vieles wird einfach von Taktgebern übernommen. Fast glaube ich, ihr neuer gewöhnlicher Faschismus passiert ihnen im Halbschlaf.

Freitag, 4. März 2011

Frau von Tegel erklärt

Gestern hatte ich einen Zusammenhang bemerkt zwischen den Millionen Deutschen Stimmen für Guttenberg und den Millionen Deutschen Stimmen für Sarrazin.
Daß ich inzwischen diesen Zusammenhang besser begriffen hätte, mag ich nicht behaupten. Aber eine dicke, fette empirische Bestätigung habe ich heute erfahren:

Wir saßen im Cafe Röttgen in Tegel, dass ich wegen seiner soliden bürgerlichen Kaffeehauskultur schätze. Am Nebentisch in seniorinnenhaft lautem Zwiegespräch eine schätzungsweise 80jährige drahtige Alte und eine eher rundliche Mitsiebzigerin. Die Alte, ich nenne sie Frau von Tegel, war gerade von ihrem Sport zurückgekommen und kommentierte die aktuellen politischen Ereignisse:
„Er war von allen der Beste... Der Neid hat ihn zu Fall gebracht… Jetzt wollen sie noch Merkel am Zeug flicken… Und dann noch der Hohn nach seinem Abgang … Als der Trittin sprach habe ich meine Tochter angerufen: Das musst Du Dir ansehen!... Dieser Trittin,… dieser Prolet!... und dann noch dieser Dicke von der SPD… die machen was sie wollen…. Du musst in Deinem eigenen Land um Erlaubnis fragen… ich wähle rechts beim nächsten Mal…. Eine andere Partei kannst Du nicht wählen… ich wähle rechts, … ich kriege immer Material von einer Hamburger Gruppe… die wissen es immer schon früher…. Die sind schon mehrmals verboten worden… aber die kommen immer wieder durch…. Die Ausländer schlagen unsere Leute zusammen… Dann gibt es tausend Erklärungen… und es passiert nichts.“

Dienstag, 1. Februar 2011

Mit Geld kennen sich die Schweizer aus

"Tagesanzeiger" vom 1.2.2011: Mubarak-Clan ist mehr als 40 Milliarden Dollar schwer

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