Am Nasenring
Heute Abend sitzen sie zusammen. Frau Ypsilon, Frau Metzger, Herr Walid. Kerzen auf dem Tisch oder in den gefalteten Händen. Der Rotwein funkelt im Glas. Je eine Träne glitzert im Knopfloch.
Sie konnten zusammen nicht kommen....
Wie leidenschaftlich haben sie gemeinsam wahlgekämpft, gegen Studiengebühren, gegen Atomkraft, gegen all die Suppen, die dieser unerträgliche Koch einrührte.
Aber sie konnten zusammen nicht kommen....
Sie sind so ehrenhaft. Sie sind so furchtlos wie die Zinnsoldaten und aufrecht wie die Pümpel. Schlag auf Schlag – so klopfen sie einander auf die Schultern.
Ach, daß sie nicht konnten zusammen kommen!
Pfui, warum nur mußte diese Linkspartei auch gegen Studiengebühren, gegen Atomkraft, gegen all die Suppen des unerträglichen Kochs sein.
Diese Stalinisten, Stasiisten, rotlackierten Faschisten. Aber sie wurden durchschaut, und mit abermals letztem Einsatz wurde er den Kommunisten versaut, der Griff mit ihren schmutzigen Händen ins Heiligtum der lieblichen deutschen Demokratie.
Schön ist der Blick ins gefüllte Weinglas und schöner der ins treue Auge der Kampfgefährten.
Zu vorgerückter Stunde schwanken drei Gestalten, endlich einmal umschlungen, durchs menschenleere Frankfurt. Zwischen zwei Bankentürmen zeigt sich ein Streifen Himmel in fahlem rötlichen Licht.
Sie konnten zusammen nicht kommen....
Wie leidenschaftlich haben sie gemeinsam wahlgekämpft, gegen Studiengebühren, gegen Atomkraft, gegen all die Suppen, die dieser unerträgliche Koch einrührte.
Aber sie konnten zusammen nicht kommen....
Sie sind so ehrenhaft. Sie sind so furchtlos wie die Zinnsoldaten und aufrecht wie die Pümpel. Schlag auf Schlag – so klopfen sie einander auf die Schultern.
Ach, daß sie nicht konnten zusammen kommen!
Pfui, warum nur mußte diese Linkspartei auch gegen Studiengebühren, gegen Atomkraft, gegen all die Suppen des unerträglichen Kochs sein.
Diese Stalinisten, Stasiisten, rotlackierten Faschisten. Aber sie wurden durchschaut, und mit abermals letztem Einsatz wurde er den Kommunisten versaut, der Griff mit ihren schmutzigen Händen ins Heiligtum der lieblichen deutschen Demokratie.
Schön ist der Blick ins gefüllte Weinglas und schöner der ins treue Auge der Kampfgefährten.
Zu vorgerückter Stunde schwanken drei Gestalten, endlich einmal umschlungen, durchs menschenleere Frankfurt. Zwischen zwei Bankentürmen zeigt sich ein Streifen Himmel in fahlem rötlichen Licht.
kranich05 - 2008/03/07 20:02







