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    <title>opablog (* * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * *) : Rubrik:DDR-Stimmen</title>
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    <description>* * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * * 9/11 was an inside-job! * * *</description>
    <dc:publisher>kranich05</dc:publisher>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:date>2010-01-07T12:45:15Z</dc:date>
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    <title>opablog</title>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6125397/">
    <title>Kleinste Lehrstücke</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6125397/</link>
    <description>Kleine &quot;Sicherheitsübung&quot; des irischen und des slowakischen Geheimdienstes. &lt;br /&gt;
(Wer hat sie wohl damit beauftragt? - &quot;Wir schicken mal &apos;nen Fäßchen Sprengstoff durch Europa. Auf Los gehts los! ... Brumm, brumm. Ratter, ratter.... Au fein! Hat bestens geklappt.&quot; - Prosten die sich nun mit Pilsner Urquell oder mit Guinness zu?)&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2010/01-07/029.php&quot;&gt;&quot;Wie das irische Justizministerium weiter mitteilte, wurde der Militärsprengstoff »ohne das Wissen und ohne das Einverständnis« des Reisenden in dessen Gepäck versteckt, der am Samstag von Bratislava nach Dublin flog.&quot;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klitzekleine Meldung (kein Vergleich zu 9/11) wird kaum jemand zur Kenntnis nehmen.&lt;br /&gt;
Was der Mensch nicht weiß, braucht er nicht zu verdrängen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein noch kleineres Lehrstück (sozusagen ein noch verschwindenderes) bringt dieselbe Zeitung, leider nur in der Printausgabe, so daß ich hier nicht verlinken kann:&lt;br /&gt;
Die Bertolt- Brecht-Bibliothek in Berlin-Mitte wurde zum Jahresende 2009 geschlossen. &lt;br /&gt;
&quot;Das Bezirksamt (das ein rosarot/rosarotes ist, wie sich Opa erinnert) bedauert, daß das Haushaltsdefizit eine Fortührung der Arbeit der Bibliothek nicht zuläßt.&quot;&lt;br /&gt;
Eigentlich schlüssig, daß in einer Welt solch häßlichr Haushaltsdefizite wenigstens die Geheimdienste kregel sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da draußen schneit es, mal mehr mal weniger, man könnte meinen endlos, doch ich wette, in zwei Monaten ist&apos;s vorbei mit der Herrlichkeiti. Und die Nacht hat 12 Stunden, sagte Brecht.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
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    <dc:date>2010-01-07T11:41:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6117511/">
    <title>Parallele Welten</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6117511/</link>
    <description>Alles ist weiß. &lt;br /&gt;
Vor meinem Fenster stehen Äste und Ästchen - grau, fein, wie Eisgebilde. &lt;br /&gt;
Erstarrung. Schweigen. &lt;br /&gt;
Zwei kleine schwarze Meisen hüpfen auf einem Zweig. Es sieht zaghaft aus. Beide Lebewesen verschwinden hinter dem dichten Grün einer Tanne. &lt;br /&gt;
Mein Lebensraum eine Glasmenagerie?&lt;br /&gt;
Aber nein: Wenn ich hinaustrete, knirscht der Schnee. Wenn ich in ihn pinkle,  dampft es, und er wird bernsteingelb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ältere Frau spricht... zu mir... hinter einer Glasscheibe, hinter der eine Glasscheibe ist. Zwischen uns weitere, raffinierte Glassysteme, zu guter Letzt Brillengläser. &lt;br /&gt;
Bernsteingelbe Augen? &lt;br /&gt;
Ihr Unterkiefer bewegt sich seltsam unbeweglich (wie geschient). Der macht seit langem dankbare Kabarettisten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbewegten Auges, unbewegten Gesichts erzählt sie von ihren glückhaften Rauschzuständen vor 20 Jahren. &lt;br /&gt;
(Das kam im amerikanischen Kongreß so gut an.)&lt;br /&gt;
Ich bin dennoch enttäuscht. Sie lächelt nicht ihr - was mich oft so überraschend traf - ihr bezauberndes Lächeln. &lt;br /&gt;
Wohl wegen einer Staatsraison. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt grüßt sie, die Christin, unsere Soldaten, die in aller Welt stehen. &lt;br /&gt;
(Oh, verzweiflungsvoller Zustand!)&lt;br /&gt;
Nein, auch Afghanistan wird uns nicht länger bedrohen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie vertraut, wie warm, wie lebendig, ist mir die Eiswelt vor meinem Fenster.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2010 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2010-01-02T11:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6088707/">
    <title>Von der Divergenz des Persönlichen und des Politischen</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6088707/</link>
    <description>Wenn ich meine alten Tagebücher wiederlese und die jeweils aktuellen Einträge - nur um 20 Jahre versetzt - &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/&quot;&gt;ins Blog übernehme&lt;/a&gt;, fällt mir gerade in diesen Tagen auf, wie wenig tauglich persönliche Erinnerungen oder Aufzeichnungen u. U. sind,  um einen gesellschaftlichen Prozeß nachzuzeichnen oder gar durchschaubarer zu machen. In diesen Tagen vor 20 Jahren passierte die Abwahl Krenz&apos;, der Rücktritt des Politbüros, Modrow wurde Regierungschef, der &quot;runde Tisch&quot; etablierte sich schnell als die eigentlich akzeptierte Regierung, die Konterrevolution, um den etwas grobschlächtigen Begriff zu gebrauchen, setzte zu den entscheidenden Schlägen an. All das  habe ich in meinen damaligen Notizen kaum erwähnt, obwohl ich ununterbrochen die Zeitläufte aufs Intensivste verfolgte und auch aktiv beteiligt war. &lt;br /&gt;
Für solche Abstinenz gibt es viele und teils ganz profane Gründe. Einer ist physische Überlastung durch harte Arbeit, ein anderer kann psychische Absorption  durch persönliche Lebensumstände (durchaus unpolitische) sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kleine Beispiel regt an, generell die Deckungsungleichheit des Persönlichen mit dem Politischen bzw. Gesamtgesellschaftlichen in den Blick zu nehmen. Das Individuum, weil es sich mehr oder weniger klar, mehr oder weniger akut, seiner Endlichkeit bewußt ist, entscheidet sich gern zum Verzicht aufs Gesellschaftliche. Das Maximum seiner Befriedigungen zieht es aus dem Bewußtsein, daß nach ihm die Sintflut kommen mag. Doch auch wenn das Individuum sich nicht zu krassen, gesellschaftsfeindlichen Privatlösungen entschließt, hat es täglich zwischen einer mehr individuellen oder mehr kollektiven Entscheidungsrichtung zu wählen. &lt;br /&gt;
Bekanntlich (oder unbekanntlich) machte &quot;das Denken an den gesellschaftlich Fernstehenden&quot; für Lenin das Wesen des Kommunismus aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher hatten die Menschen fraglos das Paradies Erde zur Verfügung. Seit wenigen Jahrhunderten haben sie sich zur Individualität ausgeabeitet und seit 150 Jahren  in ihrem blinden Drang so ermächtigt, daß sie an die Grenzen des Paradieses stoßen. Aber neue Räume in Blindheit beschreiten - das kann nicht gelingen. Von einem Jahrzehnt zum andern kippt die Situation. Der Vogel stürzt aus dem Nest, oder er lernt fliegen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-12-12T10:43:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6053783/">
    <title>Geschichte befragt</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6053783/</link>
    <description>Auf meinem Blog &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/&quot;&gt;&quot;tageundjahre&quot;&lt;/a&gt; habe ich den Band 34 meiner Tagebücher gepostet. Er umfaßt den Zeitraum von Juli bis November 1989, führt also genau 20 Jahre zurück.&lt;br /&gt;
Ein Großmeister der Komposition und Reproduktion privater und öffentlicher Zeitdokumente war Walter Kempowski. Er erklärte, daß er die Äußerungen der Menschen vergangener Zeit, dieses versunkene &quot;vielstimmige Orchester&quot; wieder hörbar machen wollte. Dabei verfuhr er nach dem ästhetisch-dokumentarischen Konzept, aus einer schier überwältigenden Fülle zeitgenössischen Materials als souveräner Dirigent grandiose Konzertaufführungen, um im Bild zu bleiben, zu formen. Oder, nüchterner gesagt: Er arbeitete ausschließlich mit dem gesammelten Material, versagte sich die perönliche Stellungnahme, beschränkte sich völlig auf das Auswählen/Weglassen und Anordnen. Er beschränkte sich darauf. Man kann aber auch sagen: Er nahm sich dieses Recht, und er legte nicht offen, wie er dieses Recht ausübte. &lt;br /&gt;
Meine Vorgehensweise unterscheidet sich davon mehrfach: Erstens ist meine Materialbasis unvergleichlich bescheidener, nämlich ein einziges Tagebuch. Zweitens ist es mein Anspruch, eine originalgetreue, eine &quot;unkomponierte&quot;  Reproduktion vorzulegen. Das Mosaik, bzw. die Totalität des Zeitbildes wird nicht durch den Herausgeber geschaffen, sondern liegt im Dokument vor und wird grundsätzlich unverändert in die heutige Zeit übertragen. Abweichungen von diesem Prinzip, meist das Weglassen von Textabschnitten allzu persönlichen Inhalts, werden in jedem Fall kenntlich gemacht. &lt;br /&gt;
Der Leser begegnet einem ihm fremden, historischen Original. Ja selbst ich, der Überbringer, begegne einem historischen Original, das mir teilweise fremd geworden ist und das auch für mich Überraschungen bereithält. &lt;br /&gt;
Meine Auseinandersetzung aus heutiger Sicht mit dem Material von damals gehört zu meiner Veröffentlichung. Die Auseinandersetzung reicht von einfachen Erläuterungen und Ergänzungen über verschiedene Reflexionen oder Polemiken bis zu grundsätzlichen Neubewertungen. Dabei wird der Unterschied von Original und heutiger Einlassung in jedem Fall eineindeutig kenntlich gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Band 34 hat mir Interessantes gebracht. Zwei Wahrnehmungen aus damaliger Zeit waren mir heute nicht mehr wirklich gegenwärtig. Das betrifft erstens meine eindeutigen, wiederholten Einschätzungen, daß ich &quot;einen revolutionären Prozess&quot; erlebe, &quot;Zeuge eines revolutionären Prozesses&quot; sei und zweitens das Bewußtsein der Gefahr einer &quot;chinesischen Lösung&quot;, eines &quot;himmlischen Friedens&quot;.  &lt;br /&gt;
Dem jahrelangen ideologischen Trommelfeuer des siegreichen antikommunistischen Systems ausgesetzt, bin ich anscheinend einer &quot;Mentalität der Rundumverteidigung&quot; nicht völlig entgangen. Doch von den damals formulierten  Einsichten ist nichts zurückzunehmen, auch wenn sie heute vielleicht präzisiert werden können. &lt;br /&gt;
Etwa so: Die DDR-Gesellschaft hatte eine Reife erreicht, in der eine prinzipielle Ausdehnung der direkten politischen Interessenwahrnehmung durch die Werktätigen notwendig war. Die machtausübende Schicht des Realsozialismus war zu dieser Weiterentwicklung nicht fähig. Die Beseitigung dieser Kräfte war der Inhalt der politischen Revolution. Leider erschöpfte sie sich in diesem negativen Akt. Mit der Übernahme der bundesrepublikanischen bürgerlichen Demokratie und der nachfolgenden sozialökonomischen Konterrevolution verfehlte ein weiteres Mal eine revolutionäre Anstrengung in Deutschland ihre Aufgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paralysierung der &quot;sozialistischen Macht&quot; zeigte sich nicht zuletzt in der von mir wahrgenommenen Ungewißheit hinsichtlich der Gewaltanwendung zur Verteidigung des Systems. Ich bin kein Historiker, den wissenschaftlichen Nachweis zu führen ist nicht meine Sache aber ich bin überzeugt, daß um diese Frage heftig gerungen wurde. Davon bin ich heute mehr den je überzeugt nachdem ich den umfangreichen &lt;a href=&quot;http://www.jungewelt.de/2009/11-10/018.php?sstr=krenz&quot;&gt;Vortrag von Egon Krenz &lt;/a&gt;vom 24. Oktober 2009 vor ehemaligen Angehörigen der Grenztruppen gelesen habe. Es ist zweifellos das bleibende Verdienst von Krenz, letztlich die &quot;chinesische Lösung&quot; verhindert zu haben. Aber über diesen Tatbestand hinaus sind noch viele Seiten der Problematik von Gewalt, Gewaltbereitschaft (auf allen beteilgten Seiten!) und Gewaltlosigkeit unaufgeklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederbegegnung mit Geschichte (und gerade in der ursprünglichen, nicht in der heute absichtsvoll tradierten Form) wirft Fragen großer theoretischer Tragweite auf. Das sind Fragen, die man zu begraben versucht. Aber sie sind nicht gelöst, und das Leben stellt sie wieder auf die Tagesordnung.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-21T10:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6034638/">
    <title>Eigentum</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6034638/</link>
    <description>Jeder Mensch möchte Eigentum.&lt;br /&gt;
In seinem Sein möchte er sicher sein. &lt;br /&gt;
Er möchte tätig sein; in der ihm angemessenen Weise, so daß er darin und danach Befriedigung verspürt. &lt;br /&gt;
Das heißt Stoffwechsel des Menschen mit dem, was ihn umgibt; Wechsel, Austausch materieller, wie ideeller Stoffe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Individuum mag alles nach seinem Willen angreifen, festhalten, aneignen. Das nennt es seine Freiheit. &lt;br /&gt;
Der Erfolg des Aneignenden ist die Beraubtheit des Angeeigneten. &lt;br /&gt;
Unmengen verzehrt der große Aneigner, am Ende Alles. (Einer seiner Namen ist Krebs.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Individuum nimmt sich die Freiheit, auf das Eigentum des Gegenübers zu achten. Es muß Schranken nicht niederreißen, sondern erfährt sie, begreift sie; vielleicht baut man sie gemeinsam um. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem, was ödes Land war, schwitzen Gärtnersfrau und Gärtnersmann, und gegen Abend ernten sie Trauben.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-09T16:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6030736/">
    <title>unzeitgemäße Betrachtungen</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6030736/</link>
    <description>Die Thesen, die ich vor zwanzig Jahren geschrieben habe, mit denen ich damals beitragen wollte zu einem erneuerten Leben der DDR, meines sozialistischen Landes, diese Thesen kommen mir heute vor, wie aus einer anderen Welt, wie aus einer vor Äonen untergegangenen Epoche. So etwas von erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch halt: Seit Wochen, seit Monaten dreht es im Dauerwaschgang: &lt;br /&gt;
So erledigt! So etwas von erledigt! ABER SO ETWAS VON ABSOLUT ERLEDIGT!&lt;br /&gt;
Der Dümmste muß auf die Idee kommen, daß da ein Schmuddelfleck ist, der geht einfach nicht &apos;raus!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erinnere mich:&lt;br /&gt;
Die &quot;Alteigentümer&quot; (Das Wort hatten wir damals nicht.) haben ihre Besitztitel sorgfältig aufgehoben - 40 Jahre lang. &lt;br /&gt;
Krause lachte über Krupp und arbeitete seit Jahrzehnten im eigenen Werk, VEB Ernst Thälmann Werk Magdeburg (ETW). Doch plötzlich hatten die alten Papiere wieder füchterliche Gewalt, und 40 Jahre Leben waren anscheinend für die Katz. &lt;br /&gt;
Ich denke, wenn die großen und kleinen Krupps so stur an einer Zukunft festhielten, warum sollte ich dann nicht,...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990 schien alles, was sich Sozialismus nannte, in Staub zu fallen. Heute, 20 Jahre später steht plötzlich (zur heillosen Verwunderung besonders derjenigen, die sich &quot;links&quot; nennen) die Verstaatlichung von Banken auf der Tagesordnung. Wer garantiert, daß in 20 Jahren nicht die Revolution auf der Tagesordnung steht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach, sollen sich die Nachgeborenen mit derlei Fragen herumschlagen. Mein Teil soll es sein, zu bezeugen - &lt;br /&gt;
Ja, wir wollten einen erneuerten Sozialismus. &lt;br /&gt;
(Genau genommen, unser eigener Gesellschaftszustand war uns unerträglich geworden, aber wir hatten einige realistische Ideen, um das zu verändern (und langsam wuchs auch der Mut). &lt;br /&gt;
Nein, wir hatten alle partout nichts mit immer mehr Schwertern im Sinn.&lt;br /&gt;
Und Keiner hat die Milliardäre vermißt.&lt;br /&gt;
Und Keiner beteuerte zionistischen Extremisten die Blutsbrüderschaft.&lt;br /&gt;
Nein, es gab durchaus keinen Zwangslauf, kein wundersam vorherbestimmtes historisches Entwicklungsziel - &lt;br /&gt;
Einiges kapitalistisches Deutschland ungerufen mit Hightech am Hindukusch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Zeugnis sollen die Thesen sein, die ich am 27.10.1989 dem ZK meiner Partei übergeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;thesen0&quot; height=&quot;544&quot; alt=&quot;thesen0&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/thesen0.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;thesen&quot; height=&quot;558&quot; alt=&quot;thesen&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/thesen1.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;thesen2&quot; height=&quot;661&quot; alt=&quot;thesen2&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/thesen2.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;thesen3&quot; height=&quot;353&quot; alt=&quot;thesen3&quot; width=&quot;400&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/thesen3.jpg&quot; /&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-06T21:49:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6027379/">
    <title>Vor 20 Jahren in Berlin</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6027379/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;demo 4.11.-4&quot; height=&quot;437&quot; alt=&quot;demo 4.11.-4&quot; width=&quot;600&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/demo-4-11-4.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;demo 4.11.-5&quot; height=&quot;437&quot; alt=&quot;demo 4.11.-5&quot; width=&quot;600&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/demo-4-11-5.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr bei &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/1003&quot;&gt;tageundjahre.de&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-04T20:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/6000930/">
    <title>Irgendwo hakt es immer</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/6000930/</link>
    <description>Entweder bei opablog oder bei tageundjahre. &lt;br /&gt;
Beide Blogs mit gleicher Intensität zu &quot;füttern&quot;, will mir nicht gelingen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Also, liebe Leserin, lieber Leser, wenn Sie jetzt vermuten, daß auf &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/&quot;&gt;tageundjahre &lt;/a&gt;allerhand Neues (Hochinteressantes) zu finden ist, rede ich Ihnen das nicht aus. ;-))</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
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    <dc:date>2009-10-19T18:18:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5997156/">
    <title>Neues Denken</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5997156/</link>
    <description>Als vor 25 Jahren die Endkrise des Realsozialismus begann, spielten Begriffe, wie &quot;Perestroika&quot; und &quot;Glasnost&quot; eine zentrale Rolle; zunehmend damals auch die Formulierung &quot;neues Denken&quot;.&lt;br /&gt;
Heute sind diese Begriffe vor allem mit dem Partei- und Regierungschef Gorbatschow verbunden. Nicht Wenige rechnen mit &quot;Gorbi&quot; gnadenlos ab und bezichtigen ihn des mehr oder weniger bewußten Verrats am Sozialismus. &lt;br /&gt;
Es liegt mir fern, für Gorbi zu eifern. Wer sich in Strickjackendiplomatie mit Helmut Kohl gefällt und von Jelzin abservieren läßt, landet am Ende zu Recht bei den üblichen Preisverleihungsevents und Talkrunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch beim Wiederlesen damaliger Aufzeichnungen (&lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/857&quot;&gt;z. B. hier&lt;/a&gt;) wird mir nicht nur erneut gegenwärtig, welche Hoffnungen mit dem &quot;neuen Denken&quot; verbunden waren. Heute, unter dem Eindruck der sich vertiefenden Finanz- und Wirtschaftskrise des kapitalistischen Systems und noch mehr unter dem Eindruck des augenscheinlich unaufhaltsamen Abgleitens der Menschheit in ihre Zivilisationskrise, steht vor uns allen die Notwendigkeit eines ganz Neuen Denkens gebieterischer denn je. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die frühen Versuche, mit neuem Denken eine neue Politik zu begründen, mögen dilletantisch gewesen sein. &lt;br /&gt;
Überflüssig waren sie nicht. &lt;br /&gt;
Abgegolten sind sie nicht. &lt;br /&gt;
Aufgehoben sind sie nicht.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-17T10:46:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5996176/">
    <title>Vor 20 Jahren</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5996176/</link>
    <description>Im Sommer 1989 hat sich der Historiker Kurt Pätzold mit Ossietzkys Faschismusanalyse befaßt. Im Heft 31/89 der &quot;Weltbühne&quot; (die Ossietzky langjährig geleitet hatte, die nach Jahren des Exils in der DDR ihren Standort hatte, nach 1989 kaputt gemacht wurde und heute unter dem Namen &quot;Ossietzky&quot; weitergeführt wird) erschien ein Auszug aus einem im Juni 89 gehaltenen Vortrag. Diesen Auszug habe ich &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/841&quot;&gt;hier online &lt;/a&gt;gestellt, denn er ist aktuell. &lt;br /&gt;
Pätzold hob hervor, daß Ossietzky den sozialen Urgrund des Faschismus klar benannte. Es ist die bürgerliche Gesellschaft, die in eine chronische Krise eingetreten ist. Es ist eine Illusion, sagt Ossietzky, den Faschismus &quot;abzuwehren&quot;, wenn man ihn nicht &quot;auf seinem eigenen sozialen Terrain&quot; angreift. Parallelen zur Jetztzeit genug.&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt: &lt;br /&gt;
O. hat den Faschismus keineswegs mit Hitler und der NSDAP gleichgesetzt. Faschismus gilt ihm als einen breitere soziale, politische und geistige Erscheinung, die in den verschiedensten Institutionen und Personen, in Verlagen und deren Erzeugnissen, in staatlichen Maßnahmen auf die verschiedenste Weise aktiv ist. &lt;br /&gt;
Es ging ihm um den gewöhnlichen, alltäglichen Faschismus, den, der in den Bürokratenstuben klebt und über den Stammtischen wabert, bis zu seinen Spuren in den Küchengesprächen und den Spielen der Kinder.&lt;br /&gt;
Ich fürchte, wir heute, fixiert auf die späteren monströsen Verbrechen des Faschismus, sind in der Gefahr, seine alltäglichen Formen, seine zufälligen Anfänge, seine &quot;Probeläufe&quot; nicht ernst genug zu nehmen. &lt;br /&gt;
Viele sind sensibilisiert für die schlimmsten faschistischen Verbrechen, manchmal sogar nur für bestimmte dieser Verbrechen (die als &quot;Holocaust&quot; bezeichneten) und zugleich wenig empfindlich dafür, wenn Politiker, hohe Staatsfunktionäre demonstrativ ihr &quot;Recht&quot; behaupten, menschenverachtende Meinungen zu verkünden. &lt;br /&gt;
Sarrazin spricht Kreisen des Volkes aus der Seele. Kein Zweifel, dort liegt &quot;soziales Terrain&quot; für einen &quot;modernen&quot; Faschismus, und der Bundesbankster zögert nicht, es zu pflegen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-16T15:37:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5979156/">
    <title>Republikgeburtstag</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5979156/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;Republikgeburtstag&quot; height=&quot;543&quot; alt=&quot;Republikgeburtstag&quot; width=&quot;700&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/Republikgeburtstag.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann Ende der 70-er Jahre - ich war bereits Grafiksammler - hatte ich den Einfall, daß eigentlich auch Fotografien wert seien, gesammelt zu werden; als Kunstwerke, als Zeitdokumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Zeit stammt diese Fotografie, die, soweit ich mich erinnere, im &quot;Neuen Deutschland&quot; veröffentlicht worden war. Sie hat mich angesprochen. Ich nahm Kontakt auf zu der Zeitung, zu dem Fotografen (dessen Namen ich nicht mehr weiß) und kaufte das Bild wie eine Grafik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer habe ich in diesem Bild eine zu Herzen gehende einfache Schönheit und Wahrheit gesehen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-10-07T07:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5889971/">
    <title>deutsch sein</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5889971/</link>
    <description>Es fängt irgendwie an mit Siegfried und Krimhild und Hagen von Tronje. &lt;br /&gt;
Aber eigentlich ist das Mär, aufgeschrieben Jahrhunderte nach den angeblichen Ereignissen. Vielleicht ist es das, was wir bestens kennen - Ideologie nach den Schlachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten wirklichen Zeichen von Deutschsein sind mir aus dem 12./13. Jahrhundert vertraut. Walther von der Vogelweide, ein ganzer Kerl, der Dom von Naumburg, ein mächtiges UND schönes Bauwerk inmitten nun kultivierten Landes. Ja, auch den Till Eulenspiegel sehe ich in dieser Reihe - Sterne, die durch die Jahrhunderte strahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
200 Jahre weiter. Große Kämpfe reifen heran. Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, gibt seins dazu und Hans Böhm, das Pfeiferhänslein von Niklashausen.&lt;br /&gt;
Dann 1525 der Große Deutsche Bauernkrieg, schon frühbürgerliche Revolution und noch Wirken der alten freien Dorfgemeinde. Die revolutionären Bauern, die besten Vertreter des Geisteslebens an ihrer Seite - so sehen bis heute die schönsten Bilder aus deutscher Geschichte aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;drei Bauern&quot; height=&quot;630&quot; alt=&quot;drei Bauern&quot; width=&quot;450&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/opablog/images/drei-Bauern-.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist der größte Aufbruch des deutschen Volkes, und es ist seine bitterste und niemals getilgte Niederlage. Im Eisenkäfig an der Kirchturmspitze das zermarterte Fleisch des Wiedertäufers - dieses Mal brennen die deutschen Herren mit ihren willigen Helfern dem deutschen Volk ins Herz, bis auf den heutigen Tag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Revolution wurde gebrochen, ihr bloßes Andenken in die unterste Schicht des Unbewußten gedrängt. Der Deutsche sucht sich fortan zu behaupten im kleinen Geviert oder im Traum, nicht Wenige im untertänigen Dienst, die Letzten in Haß und Selbsthaß.&lt;br /&gt;
Den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges hat er wenig entgegenzusetzen. Die Mütter, bekanntlich, bringen es gerade noch zur &quot;Courage&quot;. In Europa ringsum erblühen Nationen, der Riese in seiner Mitte liegt in hunderten Fesseln. &lt;br /&gt;
Soviel Eichbäume, soviel Schweinemast. Soviel Fleiß der Leute, soviel Herrenlast.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stöhnen regt die besten Geister auf, Zeugen, wie Grimmelshausen, Denker, wie Kant. Meister der Künste und der Philosophie lernen es, (auf schmalem Grund) mit klarer, weittönender Stimme zu sprechen. Stimmen eines Volkes, dessen Daseinsweise das Schweigen ist, das Murmeln und Stammeln (und immer der Bienenfleiß).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte des 19. Jahhunderts. Die Große Revolution der Franzosen hat die Welt belehrt. Das Kommunistische Manifest leitet - wie wir glauben wollen - die &quot;kopernikanische Wende&quot; des gesellschaftlichen Denkens und Handelns ein. Deutsche marschieren in den ersten Reihen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marschieren? Marschieren! &lt;br /&gt;
Aber immer weiter: Denken lassen! Was &quot;erwacht&quot; da?&lt;br /&gt;
Die Herren und ihr schrecklicher Untertan schwingen sich zu monströsem Leben auf. &lt;br /&gt;
Am Ende heißt &quot;deutsch sein&quot; - im Zentrum der Schande zu leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da leben wir nun seit Jahrzehnten. Und sind stolz. Und leben inzwischen gemeinsam mit so vielen anderen Stolzen. &lt;br /&gt;
Und lassen es uns den langen Tag gut gehen.</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-08-20T16:12:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5807077/">
    <title>Vor 20 Jahren</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5807077/</link>
    <description>Wir haben ein Gedenkjahr. Ich lese meine Tagebücher wieder, die ich vor 20 Jahren geschrieben habe. Noch mehr: ich veröffentliche sie seit geraumer Zeit  auf meinem Zweitblog&lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/&quot;&gt; &quot;tageundjahre&quot;&lt;/a&gt;. Dabei erlebe ich &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/788&quot;&gt;gerade in diesen Tagen&lt;/a&gt; manche Überraschung oder sogar Lehre. &lt;br /&gt;
Es ist doch erstaunlich, wie leicht die Vergangeheit durch die Erinnerung gefiltert und schöngemalt wird. Wenn ich mich den damaligen, unverstellten Texten aussetze, ist mir die ganze Ausweglosigkeit wieder gegenwärtig. Diese durchgängige Unfähigkeit und Hoffahrt der eigenen politischen Führung, die einen aufrichtigen und engagierten Genossen, wie mich, immer wieder enttäuschte und zunehmend erbitterte. Ja, Erbitterung! In schnell wachsendem Tempo lief alles auf eine  Kollision zu, mußte man diese Kollision wünschen, weil tatsächlich alle anderen Wege verschlossen wurden. Die kommende Kollision habe ich nie anders als mit Hoffnungen für eine Erneuerung des Sozialismus der DDR verbunden. Das waren, wie ich heute sehe, Träume, Schäume, die einen elementaren Prozess begleiteten (&quot;wie Korken, die auf den Wellen tanzten&quot;). Wie dieser elementare Lebensprozess des Volkes bzw. der entscheidenden Klassen in Deutschland sich wirklich vollzieht, das habe ich überhaupt nicht begriffen. Damals nicht. Und wohl auch heute nicht. Heute immerhin gibt&apos;s die eigene Erfahrung, daß in der menschlichen Gesellschaft elemetare Kräfte wirken und eine Ahnung, wie das sein könnte...</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-07-06T21:01:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5779168/">
    <title>Gerhard Gundermann</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5779168/</link>
    <description>&lt;i&gt;&lt;b&gt;&quot;Gras&quot;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/m8arhUe-Flk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/m8arhUe-Flk&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Gundermann (21.2.1955 - 21.6.1998)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;&lt;b&gt;&quot;Es kommt der Tag&quot;&lt;/b&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;object width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;param name=&quot;movie&quot; value=&quot;http://www.youtube.com/v/pyIrnFY_9w4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowFullScreen&quot; value=&quot;true&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name=&quot;allowscriptaccess&quot; value=&quot;always&quot;&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src=&quot;http://www.youtube.com/v/pyIrnFY_9w4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;&quot; type=&quot;application/x-shockwave-flash&quot; allowscriptaccess=&quot;always&quot; allowfullscreen=&quot;true&quot; width=&quot;425&quot; height=&quot;344&quot;&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-22T21:55:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://opablog.twoday.net/stories/5753971/">
    <title>Wahlen vor 20 Jahren und heute</title>
    <link>http://opablog.twoday.net/stories/5753971/</link>
    <description>In meinem Zweitblog &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/715&quot;&gt;&quot;tageundjahre&quot;&lt;/a&gt; habe ich gerade die DDR-Kommunalwahlen 1989 beim Wickel (hinzugefügt am 12.6.2009: &lt;a href=&quot;http://tageundjahre.de/archives/726&quot;&gt;auch hier&lt;/a&gt;); ja, diejenigen, für deren Fälschung Krenz später verurteilt wurde. Damals habe ich mich engagiert, und jetzt gehe ich nicht zur Europawahl und möchte mir eigentlich sogar die &quot;Stimmabgabe&quot; zur Bundestagswahl sparen. &lt;br /&gt;
Solches verlangt nach Erklärung. &lt;br /&gt;
Bei den Wahlen in der DDR hatte ich nicht die geringste Hoffnung, die Machtverhältnisse ändern zu können. Die Abschaffung des sozialistischen politischen Systems stand nicht zur Debatte und war auch nicht mein Wunsch. &lt;br /&gt;
Möglich schien es aber, nicht zuletzt unter den Bedingungen von &quot;Glasnostj&quot; und &quot;Perestroika&quot;, auf das System der Machtausübung einzuwirken in Richtung auf  mehr Demokratie. &lt;br /&gt;
Durch Engagement die Veränderungen mitberwirken, die doch kommen mußten - das war meine Motivation, aber durchaus diffus in dem Sinne, daß sie nicht auf die Unterstützung  bestimmter Personen (&quot;Reformer&quot;) zielte und ich nicht die geringste Vorstellung hatte, wozu verschiedene Figuren aus der Herrschaftsclique sich später fähig erweisen würden. &lt;br /&gt;
Ein idealisches Streben, das sich als politisch verstand, der radikalen politischen Analyse aber längst entwöhnt war. Eigentlich eine vernichtende Bilanz für einen sozialistisch politisierten, aufgeklärten Menschen. &lt;br /&gt;
Von dieser Bilanz ist heute, nach 20 Jahren, kein Abstrich zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Wahlen in der BRD steht ebensowenig wie in der DDR die Systemalternative auf dem Stimmzettel. Darüber hinaus fehlt mir heute sogar die Illusion, mittels Wahl die Machtausübung durch das Parteienkartell modifizieren zu können. Im Gegenteil, der mediale Dauerdruck, sich frei und entscheidungsmächtig fühlen zu sollen, beleidigt den gesunden Menschenverstand und mißachtet die perönliche Würde. &lt;br /&gt;
Die DDR funktionierte als die nur wenig verbrämte Diktatur der Guten, von der sich die Menschen, die weder gut noch schlecht sein wollten, bei erstbester Gelegenheit abwandten.&lt;br /&gt;
Die BRD ist demgegenüber die Spielwiese all des Allzumenschlichen, frei bis zum Exzess. Unter einer Bedingung: &lt;br /&gt;
&quot;Spuren mußte!&quot;&lt;br /&gt;
Und dafür mein letztes Stimmchen abgeben? &lt;br /&gt;
Danke, nicht auch noch Selbstkrummschließer sein!</description>
    <dc:creator>kranich05</dc:creator>
    <dc:subject>DDR-Stimmen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 kranich05</dc:rights>
    <dc:date>2009-06-10T14:57:00Z</dc:date>
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