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Blog und Tagebuch

Freitag, 11. September 2009

Vernachlässigung?

Meine Blogs schauen mich schweigend, mahnend an. Wenn sie könnten, würden sie mit mir schimpfen. Ich scheine sie völlig zu vernachlässigen. Was ist passiert?
Nichts Besonderes. Urlaub.
Doch ein besonderer Urlaub.
Wir Randberliner machen seit zwei Wochen Urlaub in - Berlin.
Wir sparen Kosten und Zeit für An- und Abreise und Unterkunft und leisten uns dafür, was wir uns sonst nie leisten, z. B. Karten für "cosi van tutte" in der Staatsoper zu 60,-€ das Stück.

Eigentlich wollte ich laufend ein bißchen posten. Deshalb hatte ich keine Urlaubsunterbrechung angekündigt. Aber unsere Tage sind so randvoll (nicht zuletzt wegen des guten Wetters), daß an solche zusätzliche Anstrengung momentan nicht zu denken ist. (Und ich versage mir sowieso das Bloggen, wenn es anfängt, Anstrengung zu werden.)
Aber es gibt wirklich 'ne Menge "Blogstoff", 'ne Menge Eindrücke und Ideen, die nach Ausdruck verlangen.
Gemach.
Bald ist hier wieder mehr zu lesen und zu gucken.

Donnerstag, 11. Juni 2009

als ob leben?

Der Titel dieses Beitrags ist ganz bewußt als ein Hinweis auf das sehr geschätzte, gleichnamige Blog gewählt.

Wenn meine Oma frühmorgens aufgestanden war, fütterte sie die Tiere, Kühe, Schweine, Hühner, den Hund. Mit ihnen hatte sie ihre ersten Gespräche. Beim Füttern und Melken half oft die zwei Häuser weiter wohnende Stieftochter. Danach frühstückten beide gemeinsam.

Im Verlauf des Morgens gab es über den Hofzaun meist ein kurzes Gespräch mit Kurt, dem Sohn, oder Elsbeth, der Schwiegertochter oder den Enkeln. Er war Bäcker und hatte nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Da gab es immer etwas zu besprechen und auszutauschen.

Nach dem Melken wurde die 20 Liter-Milchkanne zur Sammelstelle gebracht. (Man schrieb die Jahre 1946, 1947, 1948, 1949 - Ablieferungspflicht.) Dort traf man immer jemanden zum Schwatz, dito beim Abholen der Milchkanne, die jetzt manchmal Magermilch enthielt, nachmittags von der Sammelstelle.

Schräg gegenüber von Omas Haus war der Dorfbrunnen. Er war ein früherer Treffort der Dorfleute. Jetzt war er kaputt, und nur wir Kinder spielten manchmal da. Ich bedauerte immer, daß sein betoniertes Bassin kein Wasser enthielt.

Obwohl ihr Sohn Bäcker war, machte Oma ihre Brote selber. Nur zum Backen wurden sie rübergebracht. Alle Dorffrauen brachten sonnabends ihre Kuchen zum "Bäck", die runden Bleche, groß wie Wagenräder, Thüringer Obstkuchen, auf die der Guß erst in der Bäckerei ausgegossen wurde. Am rückwärtigen Eingang zur Bäckerei war immer etwas los, Kommen, Schwatzen, Gehen. Und Onkel Kurt war der Hahn im Korbe. Ich saß auf den Stufen der Steintreppe, die 'rauf zum Laden führte, und sah und hörte alles mit an.


Wenn ich frühmorgens aufstehe und noch etwas benommen bin, spüre ich manchmal ganz leise ganz kurz die Frage, ob ich nicht eigentlich einsam bin.

Dann schalte ich das Radio an, setze den Gasofen in Gang, um meine Brötchen aufzubacken und starte die Kaffeemaschine.
Beim Frühstücken höre ich Radio.

Nach dem Frühstück hole ich meine Zeitung aus dem Kasten, setz mich bequem auf's Sofa und lese ausführlich, mindestens eine Stunde, eine zweite und dritte Tasse Kaffee neben mir.

Zwischendurch gehe ich meist mal kurz in den Garten, um die grünen Kinder zu begrüßen.

Nach dem Zeitunglesen setze ich mich an den Rechner. Ich habe manche Fragen. Das Internet hat mit Vieles mitzuteilen. Meist antworte ich ihm etwas. Oder ich denke mir mein Teil, und gebe dann ungefragt meine Weisheit kund; ein bißchen die Welt retten. Das dauert fast immer Stunden.

Irgendwann mal ein Telefonanruf. Ist mir fast schon zu viel.

Ich habe das Gefühl, sozial vernetzt zu sein, sinnvoll zu leben.
Komisch oder?

Donnerstag, 8. Januar 2009

Neues aus meinem Zweitblog

Mein Zweitblog heißt, wie sich vielleicht mancher erinnert, "tageundjahre" und ist hier zu finden.
Dort habe ich gerade einen "Zeitsprung gepostet:

"Wir schreiben den 4. Januar 2009, und ich unterbereche die Wiedergabe meiner Tagebücher von 1982.

Ich setze in diesem Jahr mein Prinzip außer Kraft, meine Tagebücher in der chronologischen Reihenfolge hier online zu stellen und springe jetzt zum 1. Januar 1989.

Wie überall angekündigt wird, soll 2009 das Jahr des großen Gedenkens an die Zeit vor 20 Jahren werden. "Die friedliche Revolution der Ostdeutschen" hat ein rundes Jubiläum.

Seit Jahren werden massive Anstrengungen unternommen und gefördert, die Erinnerung an die DDR auszulöschen bzw. den Maßgaben der herrschenden Ideologie anzupassen. Dabei wird nicht nur die so notwendige kritisch-produktive Auseinandersetzung mit dem, was die DDR war, auf's Gröbste behindert. Es wird die DDR zu einem einzigen "Nichtlebensland" umgedeutet.

In dieser Situation möchte ich nicht schweigen.

Die geschichtswissenschaftliche Abhandlung ist meine Sache nicht. Was ich an ideologischer Polemik aktuell äußern möchte, findet sich weiterhin im opablog. Was ich zur Erinnerung an das Jahr 1989 beitragen kann, ist einfach, den Spiegel meines damaligen Lebens herzuzeigen.

Den Kampf mit denen, die mir heute erzählen, was war und was nicht, möchte ich mir restlos ersparen. Was ich berichte ist die Wahrheit meines damaligen Lebens. Dafür bürge ich und benötige ich keinerlei Erlaubnis.

Ich hatte meine Tagebücher von damals seitdem so gut wie nie angesehen. Ich weiß heute, daß manches, was ich wiedergebe, mir heute eine Zumutung ist. Viel Bitterböses, wie es das Leben eben so will. Auf manches bin ich ein wenig stolz.

Kaum Stoff für hochnotpeinliche Gerichtsverhandlungen und Urteile aber reichlich Stoff, wie ich finde, nachzudenken und sich in Bescheidenheit zu üben. "

Sonntag, 31. August 2008

Blogpause

Wir machen Urlaub (im schönen Leipe/Spreewald :-)), so daß ich mindestens bis 15. September, wahrscheinlich aber bis 20. September hier nichts posten werde.

Freitag, 15. Februar 2008

Blogroll und Linkseite

Meine Blogroll heißt „gerne besucht“ und ist auch so gemeint. Möglichst regelmäßig, mindestens zwei-, dreimal die Woche möchte ich diese Seiten besuchen. Damit ist auch klar, daß die Blogliste begrenzt bleiben muß. Hab' so schon manchmal Mühe, die 30 Adressen abzufragen.
Und was ist mit den vielen anderen interessanten Links, die das Bloggerleben so mit sich bringt? Die sammeln sich bei mir in den Lesezeichen. Verloren gehen sie also nicht. Aber irgendwie sind sie doch dem offenen Web entzogen. Dabei lebt das Web doch nicht zuletzt vom Verlinken.
„Sammelmappe“, wie ich gerade gesehen habe, hat eine separate Linkseite angelegt. Eine gute Idee. Leider läßt sie sich mit meinem „twoday.net“-Blog nicht einfach auf einer zusätzlichen Seite verwirklichen. Aber mit einem kleinen Umweg könnte es gehen: Ich führe einen Menüpunkt/ein Schlagwort „Linkseite“ ein und stelle unter dieses Schlagwort ein einziges Posting, nämlich die Übersicht aller meiner Links. Will ich weitere Links hinzufügen, mache ich kein neues Posting (das ja unter einem neuen Datum läge), sondern bearbeite/erweitere das einzige Linktipp-Posting.
Bald wird es soweit sein.

Sonntag, 27. Januar 2008

Wer informiert und wer schweigt über das NATO-Papier zur Erleichterung des aggressiven Atomwaffeneinsatzes?

Am 22.1. erschien der auslösende Artikel im "Guardian" auf englisch, von Eule am 24.1. verlinkt.
Ich wurde fast zeitgleich auf das Papier führender NATO-Militärexperten aufmerksam
am 24.1. durch die Tageszeitung "junge Welt" und
am 24.1. durch das Blog der alten Eule, die den Beitrag aus dem Guardian übersetzt hatte.
Am 25.1. erschienen mein Posting im opablog sowie zwei Kommentare dazu.
Am 25.1. verlinkte ich mit dem Blog von Dirk Grund, dort auch Hinweis auf grundlegenden Beitrag von Radio Utopie vom 24.1.2008.
Am 26.1. stellte die Eule in einem erneuten Posting fest, daß
"FAZ, Welt, Süddeutsche, FR, TAZ, Zeit, Spiegel, Focus, auch meine Lokalzeitung" nicht berichtet haben.
Ich ergänze, daß auch die "Netzzeitung", "Weltexpress" sowie "Reuters Deutschland" nicht berichten", und daß ich auch in den oftmals lesenswerten Linkszeitung sowie "Neues Deutschland" bis heute 27.1. 2008 keinen Beitrag gefunden habe.
Frühzeitig, 23.1.2008? hatte auch bereits Andreas Hauß ("Humanitärer Atombombenkrieg") auf den Artikel im Guardian verlinkt.
Am 25.1.2008 findet sich ein äußerst informativer Beitrag zum Problemkreis von Tobias Pflüger bei IMI "Informationsstelle Militarisierung".

Natürlich ist anderen Blogs kein Vorwurf zu machen, wenn sie noch nicht auf diese Informationen gestoßen sind (zumal einige, die ich hier nicht aufgeführt habe, verwandte Themen bearbeiten), wohl aber geht mein Vorwurf an die professionellen Medien, die sowohl die Pflicht als auch den selbst verkündeten Anspruch der qualifizierten Information haben.

Mittwoch, 23. Januar 2008

Bloggerneugier

Hin und wieder finde ich es ja interessant, herauszufinden, woher und wie manche meiner Leser kommen. Es ist immer noch ein eigentümliches Gefühl, zu sehen, daß jemand z. B. in Südafrika sitzt und das Opablog liest.

Kürzlich hatte jemand über eine Stunde lang im Blog gelesen, aus Guangschou, China.
Heute kriege ich eine Postkarte von meinem Freund - herzliche Grüße von ihrer China-Reise aus - Guangschou.

Anderes Beispiel heute: Da wurde dieses Blog im Verlauf einer einzigen Stunde gleich zweimal über Google mit den Suchbegriff "Tschewengur" gefunden.
Erstaunlich genug, denn meine Postings über Platonows "Tschewengur" gehören sicher zu den am allerwenigsten gelesenen. Doppelt interessant, weil es Besucher mit zwei ganz verschiedenen Adressen waren, die eine aus dem Norden, die andere aus dem Süden der Republik.
Vielleicht war es ja doch ein und derselbe Mensch, der zwei verschiedene, mit verschiedenen Providern verbundene, PCcs benutzt hat?
Wenn nicht, wäre es ein unglaublicher Zufall. Den könnte man zum Anlaß für eine phantasievolle Geschichte nehmen.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Titanenkämpfe? Worum geht es?

Die Polemik zwischen (manchen) Journalisten und (manchen) Bloggern schlägt wieder mal hohe Wellen. Eigentlich ein höchst wichtiges Thema aber oft wird es als Sturm im Wasserglas verhandelt.
Journalisten wollen partout nicht zur Kenntnis nehmen, daß sich mit Bloggs etwas Neues, vielleicht prinzipiell Neues entwickelt. Sie verschanzen sich hinter ihrer Professionalität – ein gefundenes Fressen für manche Blogger, vorneweg Don Alphonso, ihnen Nadelstiche (in Form manchmal auch theatralischer Keulenschläge) zu versetzen.
Manche Blogger wiederum beschwören eine Bloggerwelt, die sowohl klein und fein als auch riesig ist, auf jeden Fall sich anschickt, mit Urgewalt die etablierte Soße hinwegzuspülen.

Ich betrachte die Diskussion und staune wieder mal, wie viel weltumstürzendes Getöse sich damit verträgt, die schwerwiegenden Fragen unkenntlich zu lassen.

Daß die Journalisten (und die ihnen zuredenden Professoren) Dienstleute der Medienunternehmer sind, also präzis ins Interesse der Mächtigen eingespannt, und daß die Blogger genau das nicht sind – das sind doch wohl unverzichtbare Ausgangsdaten.
Und daß die Blogger, wie jeder Mensch, auf Nachrichten angewiesen sind („vertikale Informationen“), Nachrichten, die sie im Normalfall nicht selbst produzieren und auch nicht produzieren können, ist eine weitere Grundlinie, die das neugierige Denken nicht ignorieren kann.

Von solchen Prämissen aus, könnte alles Weitere wirklich spannend werden.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Server Nerver

Ich kann schon drauf warten:
Immer wenn meine (bescheidene) Besucherstatistik unerklärlich in den Keller geht, spinnt offensichtlich der twoday-Server, kann ich selbst mein Blog nur mühsam erreichen.

Samstag, 15. Dezember 2007

PC-Ausfall

Ganz plötzlich hat mein Windows und dann sogar der ganze PC seinen Geist aufgegeben.
Dabei habe ich selbst kräftig Hand angelegt.
Eigentlich wollte ich nur das Spracherkennungsprogramm „Dragon Naturally Speaking“ installieren, um damit vor allem mein zweites Blog, tageundjahre.de, viel rationeller betreiben zu können. Der „Dragoner“ hat aber einen enormen Speicherbedarf und zwang mich deshalb zu etwas, vor dem ich schon lange zurückgeschreckt bin, nämlich die Partitionierung meiner Festplatte zu ändern. Damit fing eine Kette von Fehlern und Ausfällen an.
Mein „Helfer in höchster Not“ war gerade auf Lehrgang und hat jetzt sowieso vorweihnachtlich knappe Zeit.
Noch kann ich nicht sagen, wann ich wieder stabil online bin.

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Aufs Maul geschaut
Eigentlich tue ich mir Reden unserer Kanzlerin nicht...
kranich05 - 2009/11/08 11:44
unzeitgemäße...
Die Thesen, die ich vor zwanzig Jahren geschrieben...
kranich05 - 2009/11/06 22:50
traurig
sehr traurig so einem verfall zuzuschauen, ich lebe...
rené talmon l'armée (Gast) - 2009/11/06 14:37
Vor 20 Jahren in Berlin
Mehr bei tageundjahre.de
kranich05 - 2009/11/04 21:47
Soviel Interessantes...
Sogar zu den - man soll es nicht glauben - Deutschen...
kranich05 - 2009/11/04 17:42

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