Eurasier haben ja nicht nur den Chow-Chow im Blut, auch den Samojeden, eine Rasse, von der bekannt ist, daß sie gern „hetzt“.
Den Beweis liefert unsere Anka oft. Sobald sie eine Katzen-, Kaninchen-, Eichhörnchen- oder gar Rehspur entdeckt, gerät sie aus dem Häuschen. Immer, wenn wir durch den Wald spazieren, am Bächlein Bäke entlang, kommt sie (natürlich sorgfältig angeleint) auf ihre Kosten.
Erst jetzt ist uns klar geworden, daß „Hetzen“ auch bedeuten kann, einfach nur im zügigen Trab (noch lieber im Galopp) kilometerlang dahin zu jagen. Also schwingen wir uns auf’s Fahrrad, und erkunden entfernte Waldgebiete. Anka ist begeistert und wir freuen uns, Schönheiten zu entdecken, bis zu denen wir bisher nicht vorgedrungen waren.
Wiederbegegnung mit der Bäke. Aber die Umgebung ist verändert.
Plötzlich stehen wir vor einer ausgedehnten Sumpflandschaft,...
...in der unser Bächlein, (das in diesem regenreichen Sommer fast ein Flüßchen geworden ist) verschwindet; nein, zu verschwinden scheint, denn irgendwo gerät der grünverhüllte Sumpfspiegel in Bewegung und unsere altbekannte Bäke strampelt und gluckst daraus hervor, windet sich nun zwischen dicken trockenen Hügeln dahin, die mindestens als Miniaturgebirge gelten wollen.
Auf kleinstem Raum, fünf Kilometer hinter der Haustür, vergessene, träumende Fleckchen Erde!