Testfall Griechenland
Nein, Deutschland war kein ernsthafter Test; zu viele Sonderbedingungen. Aber Griechenland?
In Griechenland gibt es den härtesten Widerstand. Den will das internationale Kapital brechen.
Als die Gesellschaft auf eine weitere Stufe der Barbarei heruntergedrückt wurde, hatte man mit dem deutschen Volk leichtes Spiel; dieses Volk, mühsam im blutroten Morgen aus dem Nazirausch erwachend, den Zumutungen der kommunistischen Sittlichkeit ausgesetzt, bald auch dem kommunistischen Hochmut. Und auch noch regiert von Machthabern mit leeren Taschen!
Diesem Volk platzte schließlich der Kragen. Da waren bessere Herren. Die waren jung. Ihre Autos fuhren in aller Welt. Ihr Reichtum machte zwar neidisch, doch gerne auch unterwürfig.
Von DEM Volk war kein Widerstand zu erwarten, als die Herren, ohne Zeit zu verlieren, den TINA-Weg einschlugen. "Uns geht's doch Gold." ("Und wem's nicht Gold geht, der ist keiner von uns.") Die Linke haust im Mauseloch.
Der TINA-Weg sei der, den alle Welt gehen muß, heißt es. Dagegen gibt es viel Widerstand. Der eine Widerstand ist wie Wassersuppe, der andere wie Wassersuppe mit Fettaugen. Doch in Griechenland schwimmt in der Wassersuppe ein dicker Knochen. Der heißt KKE, kommunistische Partei, und die ist tatsächlich handlungsfähig.
Die sagen frank und frei: "Die Zahlung verweigern!" und kriegen dafür Zehntausende auf die Straße. Die fordern eine grundlegende Änderung der Herrschaftsverhältnisse hin zur Herrschaft des Volkes. Aber sie sind - horcht! horcht! - gegen die Bildung einer "gemeinsamen Regierung aller fortschrittlichen Kräfte". Denn diese Regierungen, so die Führerin der griechischen Kommunisten Aleka Papariga, waren immer erfolglos - die Regierung der Nelkenrevolution in Portugal, die Regierung des heldenhaften Allende, die Regierung der Sandinisten in Nikaragua. Das Volk muß sowohl das Eigentum als auch die Macht erkämpfen.
Die griechischen Kommunisten bohren das Brett an der dicksten Stelle. Meine ganze Sympathie haben sie. Aber: Alle, die sich Kommunisten nennen, oder es sein wollen, können keinen neuen Weg in die Zukunft finden, wenn sie nicht den Niedergang und Untergang des Realsozialismus wirklich begreifen.
Wie haben wir Realsozialisten das Eigentum und die Macht NICHT gehabt?
In Griechenland gibt es den härtesten Widerstand. Den will das internationale Kapital brechen.
Als die Gesellschaft auf eine weitere Stufe der Barbarei heruntergedrückt wurde, hatte man mit dem deutschen Volk leichtes Spiel; dieses Volk, mühsam im blutroten Morgen aus dem Nazirausch erwachend, den Zumutungen der kommunistischen Sittlichkeit ausgesetzt, bald auch dem kommunistischen Hochmut. Und auch noch regiert von Machthabern mit leeren Taschen!
Diesem Volk platzte schließlich der Kragen. Da waren bessere Herren. Die waren jung. Ihre Autos fuhren in aller Welt. Ihr Reichtum machte zwar neidisch, doch gerne auch unterwürfig.
Von DEM Volk war kein Widerstand zu erwarten, als die Herren, ohne Zeit zu verlieren, den TINA-Weg einschlugen. "Uns geht's doch Gold." ("Und wem's nicht Gold geht, der ist keiner von uns.") Die Linke haust im Mauseloch.
Der TINA-Weg sei der, den alle Welt gehen muß, heißt es. Dagegen gibt es viel Widerstand. Der eine Widerstand ist wie Wassersuppe, der andere wie Wassersuppe mit Fettaugen. Doch in Griechenland schwimmt in der Wassersuppe ein dicker Knochen. Der heißt KKE, kommunistische Partei, und die ist tatsächlich handlungsfähig.
Die sagen frank und frei: "Die Zahlung verweigern!" und kriegen dafür Zehntausende auf die Straße. Die fordern eine grundlegende Änderung der Herrschaftsverhältnisse hin zur Herrschaft des Volkes. Aber sie sind - horcht! horcht! - gegen die Bildung einer "gemeinsamen Regierung aller fortschrittlichen Kräfte". Denn diese Regierungen, so die Führerin der griechischen Kommunisten Aleka Papariga, waren immer erfolglos - die Regierung der Nelkenrevolution in Portugal, die Regierung des heldenhaften Allende, die Regierung der Sandinisten in Nikaragua. Das Volk muß sowohl das Eigentum als auch die Macht erkämpfen.
Die griechischen Kommunisten bohren das Brett an der dicksten Stelle. Meine ganze Sympathie haben sie. Aber: Alle, die sich Kommunisten nennen, oder es sein wollen, können keinen neuen Weg in die Zukunft finden, wenn sie nicht den Niedergang und Untergang des Realsozialismus wirklich begreifen.
Wie haben wir Realsozialisten das Eigentum und die Macht NICHT gehabt?
kranich05 - 2011/09/23 11:12
