Informationsschaum
Sie wissen nicht, was das ist? Sollten Sie aber.
Es ist das, was uns täglich um die Ohren fliegt, den Kopf um(m)hüllt, sich nicht schmecken lässt aber blind und taub macht.
Man kann danach greifen oder schlagen. Im ersten Fall greift man nach NICHTS im zweiten Fall, scheint’s, den Don Quichotte.
Beispiel eins:
Da sprangen Dich wochenlang zwei Gesichter an, christlich diffus das eine, das andere christlich markant. Du blickst auf eine beliebige Kiste, schon springen die beiden Kasper hervor. Um Dein Schicksal, mein Schicksal, unser aller Schicksal ging es; mindestens in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
In Wirklichkeit ging es um gar NICHTS, und Du hattest gar keine Stimme, und das Ergebnis stand von Anfang an fest, und – hoppla – Du musstest für die Show kaum etwas bezahlen.
Im schlimmsten Fall hat es Dich nur ein wenig Lebenskraft gekostet, Lebenszeit – die hast Du ja im Überfluss!
Beispiel zwei:
Ich sage nur FIFA.
Hier liegen die Dinge etwas anders. Hier weißt Du von vornherein, dass gespielt wird und spielst begeistert mit.
Der Kern der Sache ist zwar eher dröge, das Runde muss ins Eckige. Doch einzigartige Schaumgebirge lassen sich aufschlagen!
Soviel Jubel für sowenig Einsatz! Abermillionen Beglückte der nationalen Informationsschaumwochen.
Beispiel drei:
Tummelplatz Börse.
Schon die Großmutter der Großmutter wusste es: Gold bleibt Gold. Also hast auch Du Gold für die Enkel. Und weil es so lächerlich wenig ist, beobachtest Du mit Spannung das Auf und Ab der Kurse. Erfolgreicher Trader sein! Du lauschst den immergleichen Sowohl-als-auch-Weisheiten der Gurus.
Klug aus der Krise! Gier ist schlecht. Sparen ist gut. Ja und Wachstum, Wachstum!
Das ahnst Du kaum, wieviel Du noch sparen wirst – in schwarzgelbrotgrünen Schaum gebettet.
Es ist das, was uns täglich um die Ohren fliegt, den Kopf um(m)hüllt, sich nicht schmecken lässt aber blind und taub macht.
Man kann danach greifen oder schlagen. Im ersten Fall greift man nach NICHTS im zweiten Fall, scheint’s, den Don Quichotte.
Beispiel eins:
Da sprangen Dich wochenlang zwei Gesichter an, christlich diffus das eine, das andere christlich markant. Du blickst auf eine beliebige Kiste, schon springen die beiden Kasper hervor. Um Dein Schicksal, mein Schicksal, unser aller Schicksal ging es; mindestens in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
In Wirklichkeit ging es um gar NICHTS, und Du hattest gar keine Stimme, und das Ergebnis stand von Anfang an fest, und – hoppla – Du musstest für die Show kaum etwas bezahlen.
Im schlimmsten Fall hat es Dich nur ein wenig Lebenskraft gekostet, Lebenszeit – die hast Du ja im Überfluss!
Beispiel zwei:
Ich sage nur FIFA.
Hier liegen die Dinge etwas anders. Hier weißt Du von vornherein, dass gespielt wird und spielst begeistert mit.
Der Kern der Sache ist zwar eher dröge, das Runde muss ins Eckige. Doch einzigartige Schaumgebirge lassen sich aufschlagen!
Soviel Jubel für sowenig Einsatz! Abermillionen Beglückte der nationalen Informationsschaumwochen.
Beispiel drei:
Tummelplatz Börse.
Schon die Großmutter der Großmutter wusste es: Gold bleibt Gold. Also hast auch Du Gold für die Enkel. Und weil es so lächerlich wenig ist, beobachtest Du mit Spannung das Auf und Ab der Kurse. Erfolgreicher Trader sein! Du lauschst den immergleichen Sowohl-als-auch-Weisheiten der Gurus.
Klug aus der Krise! Gier ist schlecht. Sparen ist gut. Ja und Wachstum, Wachstum!
Das ahnst Du kaum, wieviel Du noch sparen wirst – in schwarzgelbrotgrünen Schaum gebettet.
kranich05 - 2010/07/15 09:29
Mit Beispiel 2 identifiziere ich mich voll. Wirklich ein schöner Ausdruck von Dir! Das waqr wirklich purer Schaum, von dem ich voll eingehüllt und vernebelt war.
Beispiel 2 - Das hat bei mir nicht zum Schaum gereicht; eine Information unter vielen anderen.
Beispiel 3 ist für mich gegenstandslos. Sparbuch für ein kleines Polster, Ende. Allerdings habe ich keine Enkel, und für meine Nichten bin ich der Ansicht, sie sollen sich ihren Unterhalt erarbeiten wie ich auch. Auch aus der frühen Erfahrung heraus, das einem alles genommen werden kann, es sich also nicht lohnt, Besitz anzusammeln.