Wir haben das jüdische Museum besucht und waren beeindruckt
Nach penibler Sicherheitsüberprüfung stehen wir im Foyer vor der Tafel mit den Sponsorennamen. Es ist nicht zuletzt ein Verzeichnis der Creme der Creme der deutschen Industrie- und Bankenwelt.
Dann nimmt uns die überwältigende Architektur gefangen.
Ich kenne kein anderes modernes Bauwerk vergleichbarer künstlerisch-geistiger Durchformung.
Das Gebäude verkörpert eine ganze Anzahl einmaliger architektonischer Lösungen für den einen, schier Übermenschliches verlangenden Auftrag - in Würde des Holocaust zu gedenken. "Holocaust" ist nicht mein Sprachgebrauch. Ich halte es für treffender, von der industriellen Massenvernichtung der jüdischen Menschen durch den deutschen Faschismus zu sprechen.
Auf der Grundlage seines Vorwissens, jenseits aller zur Verfügung gestellten Dokumente oder Lehrmittel, wird der Besucher zur nicht endenden Zwiesprache mit sich selbst veranlaßt.
Ich verzichte in diesem Beitrag weitgehend auf eigene Fotografien. Hier und hier sind zahlreiche Abbildungen des Bauwerks von Daniel Libeskind zu finden.
Hier jedoch ein Foto aus dem fensterlosen Holocaust-Turm, der äußerlich weder einen sichtbaren Eingang noch Ausgang hat.

Und hier ein Foto, das ich schätze, obwohl es auf einem Mißverständnis beruht.

In einem Zwischengeschoß fand ich diese Ausstellungshalle mit den leeren Stellwänden. Der Geist des Ortes erzeugt ein trostloses Sinnbild der verloren gegangenen und der nie gemalten Bilder.
In der profanen Wirklichkeit ist es ein Raum zwischen zwei Wechselausstellungen.
Natürlich ist das jüdische Museum nicht nur Bauwerk. Die Dauerausstellung ist, materialreich und museumspädagogisch hervorragend aufbereitet, zwei Jahrtausenden deutsch-jüdischer Geschichte gewidmet. Ich habe eine Menge Interessantes und mir bisher Unbekanntes erfahren - aber schließlich nach drei Stunden kaum die Hälfte geschafft und den Besuch abgebrochen.
Ich spürte, wie sich mir Fragen aufbauten und zugleich, daß das große Informationsangebot gründlich angeeignet sein will.
Übermorgen ist mein zweiter Besuch geplant.
Dann nimmt uns die überwältigende Architektur gefangen.
Ich kenne kein anderes modernes Bauwerk vergleichbarer künstlerisch-geistiger Durchformung.
Das Gebäude verkörpert eine ganze Anzahl einmaliger architektonischer Lösungen für den einen, schier Übermenschliches verlangenden Auftrag - in Würde des Holocaust zu gedenken. "Holocaust" ist nicht mein Sprachgebrauch. Ich halte es für treffender, von der industriellen Massenvernichtung der jüdischen Menschen durch den deutschen Faschismus zu sprechen.
Auf der Grundlage seines Vorwissens, jenseits aller zur Verfügung gestellten Dokumente oder Lehrmittel, wird der Besucher zur nicht endenden Zwiesprache mit sich selbst veranlaßt.
Ich verzichte in diesem Beitrag weitgehend auf eigene Fotografien. Hier und hier sind zahlreiche Abbildungen des Bauwerks von Daniel Libeskind zu finden.
Hier jedoch ein Foto aus dem fensterlosen Holocaust-Turm, der äußerlich weder einen sichtbaren Eingang noch Ausgang hat.

Und hier ein Foto, das ich schätze, obwohl es auf einem Mißverständnis beruht.

In einem Zwischengeschoß fand ich diese Ausstellungshalle mit den leeren Stellwänden. Der Geist des Ortes erzeugt ein trostloses Sinnbild der verloren gegangenen und der nie gemalten Bilder.
In der profanen Wirklichkeit ist es ein Raum zwischen zwei Wechselausstellungen.
Natürlich ist das jüdische Museum nicht nur Bauwerk. Die Dauerausstellung ist, materialreich und museumspädagogisch hervorragend aufbereitet, zwei Jahrtausenden deutsch-jüdischer Geschichte gewidmet. Ich habe eine Menge Interessantes und mir bisher Unbekanntes erfahren - aber schließlich nach drei Stunden kaum die Hälfte geschafft und den Besuch abgebrochen.
Ich spürte, wie sich mir Fragen aufbauten und zugleich, daß das große Informationsangebot gründlich angeeignet sein will.
Übermorgen ist mein zweiter Besuch geplant.
kranich05 - 2009/09/29 20:23
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