Nürtingen, in der Karwoche
Bisher bot mir das schwäbische Kleinstädtchen nie eine andere Assoziation als die an Friedrich Hölderlin.
Schon bald, nachdem mit dem Untergang der DDR Reisen "in den Westen" möglich wurden, machten C., meine damalige Gefährtin, und ich einen Wanderurlaub auf Hölderlins Spuren. Er begann in Nürtingen, führte uns auch nach Denkendorf und Maulbronn und J. R. Bechers Urach und endete schließlich in Tübingen.
Aus der DDR mit ihrer sprichwörtlichen "maroden Infrastruktur" kommend, erlebten wir die kleinen Pensionen im Schwabenland, bescheiden und teuer; die prächtigen Metzgerläden allüberall inmitten ihres penetranten Dufts von geräuchertem Schinken; die Gedenkzeichen in den Wäldern und Museen, wo einst marodierende Bauern brave Mönche erschlugen aber schließlich von freiwilligen Bürgerwehren unter herzoglichem Kommando zu Gottes Lob vernichtet wurden (bis auf einige Ururenkel, die heute in pompösen Reiterhöfen ihr Daein feiern).
Die janze Jejend war ungemein aufgeräumt, die Wälder mit natur- und touristenfreundlichen Hinweisschildern gewappnet.
Erst in Tübingen entdeckten wir Studenten und eine linken Buchladen und einen Hauch Frischluft.
Soeben brachte sich mir Nürtingen mit einer passenden alltäglichen Geschichte in Erinnerung.
Schon bald, nachdem mit dem Untergang der DDR Reisen "in den Westen" möglich wurden, machten C., meine damalige Gefährtin, und ich einen Wanderurlaub auf Hölderlins Spuren. Er begann in Nürtingen, führte uns auch nach Denkendorf und Maulbronn und J. R. Bechers Urach und endete schließlich in Tübingen.
Aus der DDR mit ihrer sprichwörtlichen "maroden Infrastruktur" kommend, erlebten wir die kleinen Pensionen im Schwabenland, bescheiden und teuer; die prächtigen Metzgerläden allüberall inmitten ihres penetranten Dufts von geräuchertem Schinken; die Gedenkzeichen in den Wäldern und Museen, wo einst marodierende Bauern brave Mönche erschlugen aber schließlich von freiwilligen Bürgerwehren unter herzoglichem Kommando zu Gottes Lob vernichtet wurden (bis auf einige Ururenkel, die heute in pompösen Reiterhöfen ihr Daein feiern).
Die janze Jejend war ungemein aufgeräumt, die Wälder mit natur- und touristenfreundlichen Hinweisschildern gewappnet.
Erst in Tübingen entdeckten wir Studenten und eine linken Buchladen und einen Hauch Frischluft.
Soeben brachte sich mir Nürtingen mit einer passenden alltäglichen Geschichte in Erinnerung.
kranich05 - 2009/04/10 12:24