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Manchmal ist es nur ein Satz - Jan Rehmann

"Walter Benjamin hat in seinem Fragment »Kapitalismus als Religion« (1921) die Marxschen Religionsanalogien beim Wort genommen und betont, daß der Kapitalismus nicht nur religiös bedingt sei, wie Max Weber in der »Protestantischen Ethik« meinte, sondern selbst eine »Kultreligion« ohne speziel­le Dogmatik und Theologie, ein permanenter, sich gnaden- und trostlos vollziehender Kult, der nicht entsühnt, sondern universell »verschuldet« (Benjamin, S. 100)."

Zugegeben, das ist nicht gerade ein handlicher Merksatz. Aber doch ein Kernsatz in Jan Rehmanns Artikel "Kritik des Jammertals" in der "jungen Welt" von heute, in dem es um eine "ideologietheoretische Aktualisierung marxistischer Religionskritik" geht. Und in dem ich zugleich Hinweise finde, wie der von mir erst gestern beklagten "Gummizellenqualität" der Herrschaftsmedien begegnet werden kann.

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