Kampf dem Feinstaub - ja, aber...

Der Gesetzgeber bereitet Regelungen vor, mit denen die Feinstaubemissionen aus Holzfeuerungsanlagen verringert werden sollen. Als jemand, der stolz ist auf seinen selbstgebauten Grundofen und der mit ihm nun schon seit Jahren zur allseitigen Zufriedenheit heizt, fühle ich mich natürlich direkt angesprochen.
Für uns waren ökologische Gründe ausschlaggebend, als wir uns seinerzeit nach sehr reiflichen Überlegungen und Vergleichen für einen Grundofen entschieden. Es wäre grotesk, würden wir nun, wenn sich eine ökologische Schwachstelle der Holzheizung herausstellt, gegen Nachbesserungen opponieren.
Ich bin dafür, daß, ungeachtet aller Für und Wider, die in der Feinstaubdebatte vorgebracht werden, die Feinstaubemissonen in geeigneter Weise gemessen werden und daß im Bedarfsfall die Verpflichtung besteht, einen wirksamen Filter einzubauen.
Freilich sollte bei dem geplanten Gesetz, die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben, und es darf kein bürokratisches Monstrum werden.
Zur Vehältnismäßigkeit gehört die sachlich richtige Bewertung der Emissionen aus Holzfeuerungen. Wie man sich bei Wikipedia orientieren kann, sind die Emissionen aus dem Straßenverkehr - entgegen oft kolportierter Angaben - höher als die aus Kleinfeuerungsanlagen. (Man muß nur, wie es ja wohl gerechtfertigt ist, zum Dieselruß den Abrieb von Reifen, Bremsen und Straßenasphalt hinzuzählen.)
Es sollte nicht so sein, daß nur die Verursacher mit der schwächsten Lobby von einem konsequenten Gesetz getroffen werden.
Zur Feinstaubmessung: Es sollten wirklich die Emissionen gemessen werden, die anlagebedingt sind und nicht diejenigen, die auf das Konto eines unqualifizierten oder verantwortungslosen Heizers kommen (und die man wohl kaum durch Filter beseitigen kann).
Es sollte ein Gesetz mit möglichst wenig Ausnahmen sein. Warum Heizungsanlagen, die älter als 1950 sind, ausnehmen?
Für jeden Heizenden sollte es Ehrensache sein, daß er nur naturbelassenes Holz verwendet. Das Holz muß trocken und der Abbrand sowie die Wärmespeicherung bestmöglich sein. Ich bemühe mich, bei all diesen Punkten optimale Bedingungen einzuhalten. Nun bin ich gespannt, welche Feinstaubemissionen mein Schornsteinfeger messen wird.
Morgen: Trockenes Holz!
Nachtrag: Fragen und Antworten aus erster Hand hier.
kranich05 - 2007/11/28 11:52
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