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Tschewengur - „...Pilger auf kühlem ebenem Feld...“

Andrej-Platonow-2

„Er wurde von äußeren Visionen beherrscht wie ein Reisender von neuen Ländern. Eigene Ziele hatte er nicht, obwohl er schon sechzehn war, dafür fühlte er ohne den geringsten inneren Widerstand mit jedem beliebigen Leiden mit - mit der Schwäche hinfälliger Hofgräser und einem nächtlichen vorübergehenden Menschen, der in seiner Unbehaustheit hustete, damit er gehört und bedauert werde... Vielleicht gingen jetzt in dichtester Nacht Pilger auf kühlem ebenem Feld irgendwohin, und die Ruhe und die zugrunde gehenden Sterne verwandelten sich in ihnen genau wie in Sascha in die Stimmung ihres persönlichen Lebens.“

Andrej Platonow, „Tschewengur - Die Wanderung mit offenem Herzen“, Verlag Volk und Welt, Berlin 1990, Seite 59/60

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