Bürger würdelos
Er ist angehalten, sich an Wahlen zu beteiligen.
Losungen, Kurztexte, Propagandasprüche, die ihm die Parteien um die Ohren hauen, beleidigen seinen Verstand.
Programme der Parteien, soweit vorhanden, ignoriert er schon lange, nachdem er verstanden hat, daß es sich um nichts sagende, unverbindliche Proben schlechter Politliteratur handelt.
PolitikerInnengesichter auf Plakaten begreift er als Proben der Leistungsfähigkeit von Photoshop, die ihn mittlerweile langweilen.
Reden von Politikern und ihrer Sprecher in Rundfunk und Fernsehen steuert er aus Gründen gesundheitlicher Vorsorge mit der Ausschalttaste. (Zu Rhetorik und speziell Gestik von Politikern hat er alles Nötige von Ekkehard Schall als Arturo Ui vor 40 oder 50 Jahren im BE erfahren.)
Wie die Laternenmasten der Städte zur Wahlzeit zugerichtet werden, ekelt ihn. Das umso mehr, als ihm bewußt ist, wer das alles bezahlen muß.
Ihm wird erklärt, daß seine Zukunft zu mindestens 90% von dieser Schicksalswahl abhängt.
Er ist so unendlich kompromißbereit, daß er sich, wenn diese Wahl doch nur 10% wirkliche Bedeutung hätte, trotz allen Widerwillens beteiligen und aus der Menagerie all der Übelkeiten seinen Favoriten küren würde.
Doch was sich brüstet, eine politische Wahl und Ausdruck von Volkssouveränität und demokratische Entscheidung usw. usw. zu sein, ist in Wahrheit die Zumutung zwei- bis dreimal pro Jahrzehnt auf Zetteln Kreuzchen zu machen. Und kein Deut mehr.
Nach Deinen Kreuzchen: Ab nach Hause und nie wieder fragen und nie etwas wollen und - um Gottes Willen - nie ungefragt oder gar unerlaubt wieder kommen.
Kann es eine größere Demütigung eines erwachsenen Menschen geben?
Losungen, Kurztexte, Propagandasprüche, die ihm die Parteien um die Ohren hauen, beleidigen seinen Verstand.
Programme der Parteien, soweit vorhanden, ignoriert er schon lange, nachdem er verstanden hat, daß es sich um nichts sagende, unverbindliche Proben schlechter Politliteratur handelt.
PolitikerInnengesichter auf Plakaten begreift er als Proben der Leistungsfähigkeit von Photoshop, die ihn mittlerweile langweilen.
Reden von Politikern und ihrer Sprecher in Rundfunk und Fernsehen steuert er aus Gründen gesundheitlicher Vorsorge mit der Ausschalttaste. (Zu Rhetorik und speziell Gestik von Politikern hat er alles Nötige von Ekkehard Schall als Arturo Ui vor 40 oder 50 Jahren im BE erfahren.)
Wie die Laternenmasten der Städte zur Wahlzeit zugerichtet werden, ekelt ihn. Das umso mehr, als ihm bewußt ist, wer das alles bezahlen muß.
Ihm wird erklärt, daß seine Zukunft zu mindestens 90% von dieser Schicksalswahl abhängt.
Er ist so unendlich kompromißbereit, daß er sich, wenn diese Wahl doch nur 10% wirkliche Bedeutung hätte, trotz allen Widerwillens beteiligen und aus der Menagerie all der Übelkeiten seinen Favoriten küren würde.
Doch was sich brüstet, eine politische Wahl und Ausdruck von Volkssouveränität und demokratische Entscheidung usw. usw. zu sein, ist in Wahrheit die Zumutung zwei- bis dreimal pro Jahrzehnt auf Zetteln Kreuzchen zu machen. Und kein Deut mehr.
Nach Deinen Kreuzchen: Ab nach Hause und nie wieder fragen und nie etwas wollen und - um Gottes Willen - nie ungefragt oder gar unerlaubt wieder kommen.
Kann es eine größere Demütigung eines erwachsenen Menschen geben?
kranich05 - 2011/10/06 12:36
Trackback URL:
http://opablog.twoday.net/stories/42993606/modTrackback