Über Finten im ideologischen Kampf
"Wer hiezulande Folter in den USA oder Israel anprangert, kann gefragt werden, warum er sich nicht zur Folter in Nordkorea äußere; er sei einseitig.
Die Frage ist eine Finte. Der deutsche Staat, dem wir Tribut zollen, steht auf seiten der USA und Israels, nicht Nordkoreas. Wenn überhaupt, so haben wir Deutschen Einfluß auf die hiesige Bündnispolitik, nicht die der Bündnisgegner.
Wer Propagandalügen über den iranischen Präsidenten Ahmadi Nedschad entlarvt, sieht sich beschuldigt, dessen Greueltaten zu verschweigen. Auch dieser Vorwurf ist eine Finte. Die Lüge über den Präsidenten wird nicht wahr dadurch, daß der Verleumdete ein Verbrecher ist.
Wer den Kapitalismus verwirft, wie es auch viele Lumpen tun, wird dadurch nicht selber ein Lump.
In keinem der Fälle hilft Distanzierung. Der Angesprochene müßte, noch während er anprangert, entlarvt oder verwirft, sich von Gott und der Welt distanzieren. Er würde seine Aussage verwässern und sein Ziel verfehlen. Das aber ist der Zweck der Finte.
Als in Deutschland der Nationalismus noch ganz unverhohlen blühte, galten Anklage oder Verurteilung des eigenen Staates als Vaterlandsverrat; andere Staaten täten Schlimmeres, das es weit eher anzugreifen gelte. Diese Finte könnte wieder Mode werden; sie ist es längst in den USA und Israel. "
Das schreibt T.I.S. am 1.August 2007
http://www.steinbergrecherche.com/schnipsel.htm#Mammon
Die Frage ist eine Finte. Der deutsche Staat, dem wir Tribut zollen, steht auf seiten der USA und Israels, nicht Nordkoreas. Wenn überhaupt, so haben wir Deutschen Einfluß auf die hiesige Bündnispolitik, nicht die der Bündnisgegner.
Wer Propagandalügen über den iranischen Präsidenten Ahmadi Nedschad entlarvt, sieht sich beschuldigt, dessen Greueltaten zu verschweigen. Auch dieser Vorwurf ist eine Finte. Die Lüge über den Präsidenten wird nicht wahr dadurch, daß der Verleumdete ein Verbrecher ist.
Wer den Kapitalismus verwirft, wie es auch viele Lumpen tun, wird dadurch nicht selber ein Lump.
In keinem der Fälle hilft Distanzierung. Der Angesprochene müßte, noch während er anprangert, entlarvt oder verwirft, sich von Gott und der Welt distanzieren. Er würde seine Aussage verwässern und sein Ziel verfehlen. Das aber ist der Zweck der Finte.
Als in Deutschland der Nationalismus noch ganz unverhohlen blühte, galten Anklage oder Verurteilung des eigenen Staates als Vaterlandsverrat; andere Staaten täten Schlimmeres, das es weit eher anzugreifen gelte. Diese Finte könnte wieder Mode werden; sie ist es längst in den USA und Israel. "
Das schreibt T.I.S. am 1.August 2007
http://www.steinbergrecherche.com/schnipsel.htm#Mammon
kranich05 - 2007/08/16 21:29