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Klimaalarm!

Voll und ganz stimme ich dem zu, was Joachim Jahnke über die unvermeidlich werdende Klimakatastrophe schreibt.

Von einem wirklichen Umlenken sind wir weiter entfernt, denn je!

"Gedanken zur Zeit 160 05-05-07: 8 Jahre Count-down bis zum no-return in Sachen Klima und was dann?

Eigentlich ist es nicht zu fassen: Da erwartet die Klimawissenschaft, daß die politischen Systeme um den Globus herum in nur 8 Jahren den CO2-Zuwachs total abstellen und in einen Rückgang verwandeln können (siehe hier). Allein China baut seine Industrie, und hier vor allem die emissionsintensive Schwerindustrie, in den letzten 5 Jahren um durchschnittlich 17 % pro Jahr aus. Die Motorisierung wächst dort noch schneller. Die Europäer und die USA müßten dramatische Rückwärtsgänge einlegen, nur um für den ebenso dramatischen Zuwachs in China (und die Produktion der Schnäppchen, die wir von dort beziehen), Indien und einigen anderen Schwellenländern Raum zu schaffen.

Noch gespenstiger: Mit dem lächerlichen Einsatz von nur bis zu 2,5 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts in 2030 und einer mittleren jährlichen Einbuße von 0,1 % könne in der mittleren Abschätzung die Erderwärmung unter der kritischen Grenze von zwei Grad gehalten werden, wird jedenfalls von den Wissenschaftlern behauptet. Ganz abgesehen davon, daß kaum jemand einen solchen Betrag seriös errechnen kann, als Lockspeise für die Politik ist er einfach nicht glaubwürdig genug. Viel glaubwürdiger ist für mich da der britische Umweltpapst Lovelock, der die Britische Regierung zu einer finanziellen und menschlichen Kraftanstrengung wie im 2. Weltkrieg auffordert, um alle dortigen tieferliegenden größeren Bevölkerungszentren einzudämmen. Für alles andere sei es schon zu spät. Er sagt übrigens auch, die Erde werde den Klimaschock immer noch mit 25 % der Menschheit überleben können.

Die nur noch 8 Jahre und die nur 0,1 % passen einfach nicht zusammen. Da muß viel mehr passieren. Künftige unter dem Klima leidende Generationen werden uns mindestens zweimal verfluchen: Einmal, weil der heutige Neoliberalismus erlaubt hat, daß immer mehr Kapital das profitträchtigere industrielle Investment in Ländern mit niedrigen Umweltstandards suchen konnte. Vor allem aber, weil mit der neoliberalen Begrenzung der Arbeitseinkommen und dem Aufwuchs an Arbeitslosigkeit die Umweltthematik in den Hintergrund der alten Industrieländer gespielt wurde. Wer sich um seinen Arbeitsplatz sorgt oder um seinen Lebensunterhalt, schert sich wenig um die Umwelt, zumal das Unheil noch etwas auf sich warten läßt. Der Neoliberalismus gehört vor allem deshalb an den Pranger gestellt zusammen mit allen, die sich dafür stark machen."
http://www.jjahnke.net/gedanken6.html#klima

Wer es ausführlicher wünscht lese Kai Schmidt hier:
http://www.sopos.org/aufsaetze/45ec043b86652/1.phtml

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