Antisemitologie
Eine Antwort in der taz von ROLF VERLEGER auf Micha Brumlik:
"Das Antisemitismus-Gerede überhöht Judenhass zum mystischen Ewigkeitsphänomen.
Es dient vor allem dazu, Kritik an Israel zu denunzieren."
http://www.taz.de/pt/2007/04/12/a0133.1/text
"Das Antisemitismus-Gerede überhöht Judenhass zum mystischen Ewigkeitsphänomen.
Es dient vor allem dazu, Kritik an Israel zu denunzieren."
http://www.taz.de/pt/2007/04/12/a0133.1/text
kranich05 - 2007/04/13 09:48
Schöner TAZ-Artikel...
Das Problem ist, dass der Vorwurf des Antisemitismus denjenigen von der wirklichen Auseinandersetzung mit den vorgebrachten Thesen (hier "Shalom 5767") "befreit", d. h. er wähnt sich in diesem Moment in der Position, dass man mit Antisemiten ja eh in keinen Dialog treten kann. Das stimmt ja auch, wenn es sich um dieses dumpfe Antijudentum bspw. von Nationalsozialisten handeln würde. Hierüber ist wirklich nicht zu diskutieren. Aber in dem das Antisemitismus-Urteil inzwischen derart trivialisiert wurde, wird die Waffe nicht nur stumpf, sodnern sie behindert den Dialog auf einem vernünftigen Niveau - also das, was man gemeinhin als Politik bezeichnen könnte.
Es gibt zwei Möglichkeiten, warum dies geschieht: Aus Dummheit oder oder Angst.