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Die Trommlerin

In Zeiten, in denen immer heftiger getrommelt wird,
gegen die Terroristen allüberall, gegen die islamische Bedrohung,
für den christlichen Grundwert der atlantischen Weltherrschaft,
erinnere ich mich einer kleinen Trommlerin aus dem Jahr 1928.

Blandine

Ihr hat Friedirch Hollaender, dessen Muse und erste Ehefrau sie war, in der Revue "Es kommt jeder dran" ein Lied auf den Leib geschrieben - "Die Trommlerin".
Hier ist eine Aufnahme aus der Akademie der Künste 1974 zu hören: Die-Trommlerin (mp3, 3,954 KB).
Phil (anonym) - 2007/04/06 23:03

öhöm...

... so ein vergewohlwurzelter bolero, ravelvergewaltigend, hat schon was. braunes. wie der text; seinerzeit quasi in spe.

aber interpretationen sind ja bloggerseits erlaubt :-) auch posthum.

nett hier.

kranich05 - 2007/04/07 09:10

leicht verwirrt

Danke für Dein Kommentieren...aber - Siehe oben:

Ob die Musik tatsächlich mit Ravels Bolero zu tun hat? Ich bezweifle es. ("Bolero" wurde übrigens lt. Wikipedia am 22.11.1928 uraufgeführt.)
Meinst Du die "Bolerovergewaltigung" habe etwas Braunes??
Und erst der Text?
Hast Du das Lied bis zu Ende gehört?
Und ist Dir das weitere Schicksal von Hollaender und Ebinger nach 1933 bekannt?

Ich dachte eigentlich nicht, hier "bloggerseits" etwas hineininterpretiert zu haben.

Freundliche Grüße vom Opa!
Phil (anonym) - 2007/04/07 14:44

je eben...

... zweimal 1928 ;-)

Anfänglich hat's für mich was "bolerohaftes"; aber auch von L'enfant au tambour (petit tambour s'en va, parum papparum...). Passt ja auch; marschmässig.

Die Schicksale sind mir unbekannt. Habs wirken lassen und für mich interpretiert. Wäre 39 glatt verboten worden. Aber in der Schule gab es interpretationstechnisch eh nur zwei Noten für mich. 1. Oder 6.

;-)
kranich05 - 2007/04/08 10:41

L'enfant au tambour

kenne ich nicht.
Aber interessant finde ich, daß wir nun schon bei drei heftigen Marschrythmen sind aus der Zeit 1928.
Abgesehen davon, daß wahrscheinlich zu jeder Zeit Marschrythmen komponiert wurden, könnte man vielleicht spekulieren, daß das Unterbewußtsein dieser Künstler etwas von dem ausgedrückt hat, was in der Zeit gärte.
In diesem Licht (des heraufziehenden Faschismus) kann ich nun tatsächlich mehr mit dem "Bolero" anfangen.
(für diese Interpretation mag's ne 1 oder 6 geben.)

Hollaender und Ebinger sind nach 1933 natürlich emigriert.

Schöne Oster(marsch)grüße!

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