Drang in die Ferne

Schuberts Geburtshaus fotografiert von Andreas Praefcke, 2003
Ein altbekanntes Schubertlied habe ich kürzlich nach sehr langer Zeit wieder gehört.
Plötzlich hatte ich das beschämende Gefühl einer seit langem vergessenen Dankesschuld.
Da schreibe ich nun seit mehr als einem Jahr mein Blog und habe, von wenigen Randbemerkungen abgesehen, noch nie Franz Schubert gewürdigt.
Dabei hab ich ihm soviel zu danken!
Zu allen Zeiten meines Lebens, in den schweren besonders, haben mir seine Lieder geholfen, daß mir „die drei Sonnen“, um es mit seinem Bild zu sagen, die Sonnen Glaube, Liebe Hoffnung, nie untergingen. Zeitweilig habe ich mich näher mit manchem Werk beschäftigt, namentlich der „Winterreise“ und habe ihn als radikaldemokratischen Künstler begriffen und lieben gelernt.
Das Lied, das ich wiederfand, heißt „Drang in die Ferne“. Geschrieben wurde es wahrscheinlich 1823. Der Text ist von Carl Gottfried Ritter von Leitner, der damals 23 Jahre alt war und, anders als Schubert, im gesegneten Alter von 90 Jahren starb.
Gesungen wird es von Dietrich Fischer-Dieskau, begleitet von Gerald Moore, in einer Aufnahme aus dem Jahre 1969.
Drang-in-die-Ferne (mp3, 4,849 KB)
kranich05 - 2007/03/18 15:34