Christian Klar oder Keine Gnade für Systemfeinde
Diese (lange bekannten) Äußerungen von Christian Klar http://www.jungewelt.de/2007/01-15/039.php?sstr=christianklar, veröffentlicht Mitte Januar 2007 zur Begrüßung der Rosa Luxemburg-Konferenz in Berlin, lösen seit gestern ("Report Mainz") hektische Politikerstatements aus.
Grundtenor: Fundamentale Kapitalismuskritik = RAF-Ideologie = "nicht gnadwürdig" (Westerwelle).
Das System, so scheint es erneut, kennt nur zwei Möglichkeiten des Umgangs mit Systemfeinden.
I. "Auf Dauer hinter Schloß und Riegel!"
So fordern es Stoiber und Co im Falle des seit 24 Jahren hinter Schloß und Riegel befindlichen Deliquienten und meinen folglich eine nie bzw. erst mit seinem Ableben endende Dauer.
Diese Variante wird bevorzugt, wenn das System sich seiner Macht voll und ganz sicher ist, wenn es keine Existenzgefahr sieht. Das Verfahren ist umständlich, langwierig, doch - ein unschätzbarer Vorteil - es bestätigt vor aller Augen seine skrupulös-rechtsstaatliche Verfaßtheit.
II. Variante zwei kommt zum Einsatz, wenn's pressiert:
Der kurze Prozeß mit den Untergruppen
a.) rechtsförmig, "Kopf ab!" oder b.) der direkte Weg durch die Nacht in den Landwehrkanal.
Außer Diskussion steht, daß das System keine Gewalt gegen sich erlaubt.
Die Diskussion geht eigentlich darum, daß das System bereits den Gedanken der Gewalt gegen sich nicht erlaubt.
Die Diskussion geht endlich darum, daß das System bereits den Gedanken der Systemänderung nicht erlauben will.
Es hat Systeme gegeben (nicht nur realsozialistische), die einen Grad innerer Verrottung oder innerer Delegitimierung oder zumindest innerer Verwirrung erreicht hatten, daß sie ohne oder fast ohne Gewalt zusammenbrachen. Wenn die Systemfeinde einen solchen Zustand ihres liebsten Feindes herbeiführen können bzw., wenn er in einen solchen Zustand gerät, dann können sie ihn ohne oder fast ohne Gewalt beseitigen - eine seltene Chance, aber nicht unmöglich.
Wahrscheinlich ist, daß ein System, wie das kapitalistische, erst in einem zugespitzten, alles umfassenden Krisenprozeß seine Legitimität verliert, Stück für Stück,
daß es sich zu behaupten sucht mit ALLEN Mitteln..., die die Kräfteverhältnisse zulassen,
daß aus der Breite und Tiefe der Kämpfe, aus den Kampferfahrungen, schließlich aus historichen Umständen und Zufällen resultiert, welchen Gang die Entwicklung nimmt, einschließlich ihrer von ALLEN beteiligten Seiten zu verantwortenden Gewaltfreiheit oder Gewaltförmigkeit.
Grundtenor: Fundamentale Kapitalismuskritik = RAF-Ideologie = "nicht gnadwürdig" (Westerwelle).
Das System, so scheint es erneut, kennt nur zwei Möglichkeiten des Umgangs mit Systemfeinden.
I. "Auf Dauer hinter Schloß und Riegel!"
So fordern es Stoiber und Co im Falle des seit 24 Jahren hinter Schloß und Riegel befindlichen Deliquienten und meinen folglich eine nie bzw. erst mit seinem Ableben endende Dauer.
Diese Variante wird bevorzugt, wenn das System sich seiner Macht voll und ganz sicher ist, wenn es keine Existenzgefahr sieht. Das Verfahren ist umständlich, langwierig, doch - ein unschätzbarer Vorteil - es bestätigt vor aller Augen seine skrupulös-rechtsstaatliche Verfaßtheit.
II. Variante zwei kommt zum Einsatz, wenn's pressiert:
Der kurze Prozeß mit den Untergruppen
a.) rechtsförmig, "Kopf ab!" oder b.) der direkte Weg durch die Nacht in den Landwehrkanal.
Außer Diskussion steht, daß das System keine Gewalt gegen sich erlaubt.
Die Diskussion geht eigentlich darum, daß das System bereits den Gedanken der Gewalt gegen sich nicht erlaubt.
Die Diskussion geht endlich darum, daß das System bereits den Gedanken der Systemänderung nicht erlauben will.
Es hat Systeme gegeben (nicht nur realsozialistische), die einen Grad innerer Verrottung oder innerer Delegitimierung oder zumindest innerer Verwirrung erreicht hatten, daß sie ohne oder fast ohne Gewalt zusammenbrachen. Wenn die Systemfeinde einen solchen Zustand ihres liebsten Feindes herbeiführen können bzw., wenn er in einen solchen Zustand gerät, dann können sie ihn ohne oder fast ohne Gewalt beseitigen - eine seltene Chance, aber nicht unmöglich.
Wahrscheinlich ist, daß ein System, wie das kapitalistische, erst in einem zugespitzten, alles umfassenden Krisenprozeß seine Legitimität verliert, Stück für Stück,
daß es sich zu behaupten sucht mit ALLEN Mitteln..., die die Kräfteverhältnisse zulassen,
daß aus der Breite und Tiefe der Kämpfe, aus den Kampferfahrungen, schließlich aus historichen Umständen und Zufällen resultiert, welchen Gang die Entwicklung nimmt, einschließlich ihrer von ALLEN beteiligten Seiten zu verantwortenden Gewaltfreiheit oder Gewaltförmigkeit.
kranich05 - 2007/02/27 12:23
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