Großmächte
Putins klare, wohl abgewogene Rede auf der Sicherheitskonferenz in München, hat heftiges Flügelschlagen bei Politikern und Kommentatoren ausgelöst.
Unübertroffen wieder einmal Struck, der Zuchtmeister der sozialdemokratischen Abgeordnetenphalanx im Bundestag. Er mokierte sich über das „Wortgeklingel“ des russischen Präsidenten; was der sagen wollte, sei ihm „eigentlich relativ unverständlich“. Realitätsverlust eines Politikers, der „versteht“, dass man Deutschland am Hindukusch verteidigen muß? Nur Realitätsverlust oder noch mehr Dummdreistigkeit?
Andere holen Erinnerungen an den kalten Krieg hervor.
Dabei geht es um ganz einfache, wenn auch fundamentale Tatsachen:
Die Zeit der atlantischen imperialen Mächte, Westeuropa und USA, geht zu Ende. Drei neue Großmächte sind herangewachsen – Russland, China, Indien, zwei weitere Räume haben in Teilen diesen Status erreicht – Lateinamerika und die islamische Öl-Welt.
Die atlantischen Herren der Welt spüren wachsenden Druck aber von einer klugen Einsicht sind sie noch fern. Putins Rede markiert eine deutliche, dabei keineswegs auftrumpfende Positionierung.
Haben die Aktionen der Mächtigen Bedeutung für unsere alten, immer wieder gescheiterten, dennoch unsterblichen Hoffnungen menschlicher Emanzipation?
Ich scheue eine eindeutige positive Antwort, obwohl sie vielleicht nicht unmöglich ist.
Sicher werden die neuen Großen die wissenschaftlich-technischen und viele humanistische Werte des „Abendlands“ bewahren. Und sicher werden sie Schluß machen mit 500 Jahren westlichem Kolonialismus, mit 500 Jahren der Verbrechenssättigung westlicher Machtpolitik.
Das allein genügt, um die Erdrutsche der nächsten 20, 30, 40 Jahre mit Optimismus zu erwarten.
Unübertroffen wieder einmal Struck, der Zuchtmeister der sozialdemokratischen Abgeordnetenphalanx im Bundestag. Er mokierte sich über das „Wortgeklingel“ des russischen Präsidenten; was der sagen wollte, sei ihm „eigentlich relativ unverständlich“. Realitätsverlust eines Politikers, der „versteht“, dass man Deutschland am Hindukusch verteidigen muß? Nur Realitätsverlust oder noch mehr Dummdreistigkeit?
Andere holen Erinnerungen an den kalten Krieg hervor.
Dabei geht es um ganz einfache, wenn auch fundamentale Tatsachen:
Die Zeit der atlantischen imperialen Mächte, Westeuropa und USA, geht zu Ende. Drei neue Großmächte sind herangewachsen – Russland, China, Indien, zwei weitere Räume haben in Teilen diesen Status erreicht – Lateinamerika und die islamische Öl-Welt.
Die atlantischen Herren der Welt spüren wachsenden Druck aber von einer klugen Einsicht sind sie noch fern. Putins Rede markiert eine deutliche, dabei keineswegs auftrumpfende Positionierung.
Haben die Aktionen der Mächtigen Bedeutung für unsere alten, immer wieder gescheiterten, dennoch unsterblichen Hoffnungen menschlicher Emanzipation?
Ich scheue eine eindeutige positive Antwort, obwohl sie vielleicht nicht unmöglich ist.
Sicher werden die neuen Großen die wissenschaftlich-technischen und viele humanistische Werte des „Abendlands“ bewahren. Und sicher werden sie Schluß machen mit 500 Jahren westlichem Kolonialismus, mit 500 Jahren der Verbrechenssättigung westlicher Machtpolitik.
Das allein genügt, um die Erdrutsche der nächsten 20, 30, 40 Jahre mit Optimismus zu erwarten.
kranich05 - 2007/02/13 19:56
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