aufstehen - widersprechen - einmischen
Am Zustand der Linken gibt es in diesen Tagen wahrlich genug zu kritisieren oder - je nach Temperament - zu beklagen oder gar "sich zu grämen" (wie Wolfgang Gehrke es ausdrückt, nachdem er dem so feigen wie falschen Antisemitismusbeschluß der Linken-Fraktion zugestimmt hat).
Trotz diesen Linke-Schlamassels schlüpfe ich mal kurz in die Haut eines professionellen Linkebekämpfers und - bin erstaunt, wie unwohl ich mich fühle:
Da hat man nun Jahr und Tag investiert. Vom hochbezahlten Kampagnedesigner bis zur Herde der "Achteurojungen" spielte Geld keine Rolle. Die "Erste-Reihe-Linke" genannten Zerstörer funktionieren wie ein Uhrwerk. Und doch sind diese Linken einfach nicht totzukriegen. Wie Brennessel, Giersch und Quecke zusammen, treibt das immer wieder, es ist zum Verzweifeln, aus dem doch tausendfach desinfizierten Boden hervor...
Ja, Herr Schlapphut, ich bestätige das gern und berichte zum Exempel gleich mal von einer schönen Initiative, die ich vor wenigen Tagen erleben durfte:

Ausgegangen ist sie von zwei Hanseln, pardon Greteln, pardon den ehrenwerten Damen Beate Köhn und Mechthild Seithe. Am Anfang stand wohl das "Schwarzbuch Soziale Arbeit" von Mechthild Seithe (dessen zweite, erweiterte Auflage demnächst erscheint). Auf dieses Buch gab es von vielen, vielen Betroffenen und Interessenten eine unerwartet lebhafte und positive Resonanz. Dann hatte Beate Köhn die Idee einer Arbeitstagung, und schon bald wurde sie von den beiden (und vielen uneigennützigen Helfern) energisch und umsichtig in die Tat umgesetzt.
150 Leute aus der ganzen BRD (und auch einige aus Österreich) trafen sich am 17. und 18. Juni in Berlin in "der Pumpe", um über "Wege aus der neoliberalen Falle" zu beraten, um sich zu vernetzen und auch neue praktische Ziele abzustecken. Ich hatte das Vergnügen, diese zwei Tage als Fotograf (der ich nicht bin, allenfalls Fotolaie und -freund) zu begleiten. Meine Fotoeindrücke sind jetzt in diesen Webalben verfügbar:
Einmischen 1 - ein Tagungsüberblick
Einmischen 2 - Variationen einer Tagung
Einmischen 3 - Forum Theater
Die Tagungsteilnehmer waren sich einig, daß Widerstand zum Gebot der Stunde geworden ist. Die Profession "Soziale Arbeit" muß ebenso ihren eigenen, wissenschaftlich begründeten, humanistischen Ansprüchen wie den weitgehenden gesetzlichen Forderungen des gültigen (!) KJHG gerecht werden. Gerade weil letztere von der herrschenden Politik systematisch ignoriert oder ausgehöhlt werden.

Es bleibt nicht bei zwei Tagen Beratung in sachlich-kritischer und doch harmonisch-gelöster Atmosphäre, es bleibt nicht bei dem Appell von Prof. Dr. Hans Thiersch, Nestor einer lebensweltorientierten Sozialpädagogik, für die humanistische Qualität der Sozialen Arbeit in der gefährdeten, von wachsenden Widersprüchen zerrissenen Welt mit ganzer Verantwortung zu wirken.
Viele, die sich gefunden haben, arbeiten koordiniert weiter, haben Ideen und Mut und Partner für neue Aktivitäten gefunden. Vieles davon spiegelt sich schon jetzt auf der neuen Website "sozialearbeit.einmischen.info", einem unabhängigen Forum für Kritische Soziale Arbeit.
Es tut sich etwas, egal, ob linke Organisationen oder solche, die sich als Linke verstehen, das ignorieren oder unterstützen. Freilich, hilfreich wäre es schon, wenn linke Medien von solchen Initiativen berichten würden. Trotz wiederholter Einladung waren sie dazu nicht zu bewegen. Warum eigentlich?
Trotz diesen Linke-Schlamassels schlüpfe ich mal kurz in die Haut eines professionellen Linkebekämpfers und - bin erstaunt, wie unwohl ich mich fühle:
Da hat man nun Jahr und Tag investiert. Vom hochbezahlten Kampagnedesigner bis zur Herde der "Achteurojungen" spielte Geld keine Rolle. Die "Erste-Reihe-Linke" genannten Zerstörer funktionieren wie ein Uhrwerk. Und doch sind diese Linken einfach nicht totzukriegen. Wie Brennessel, Giersch und Quecke zusammen, treibt das immer wieder, es ist zum Verzweifeln, aus dem doch tausendfach desinfizierten Boden hervor...
Ja, Herr Schlapphut, ich bestätige das gern und berichte zum Exempel gleich mal von einer schönen Initiative, die ich vor wenigen Tagen erleben durfte:

Ausgegangen ist sie von zwei Hanseln, pardon Greteln, pardon den ehrenwerten Damen Beate Köhn und Mechthild Seithe. Am Anfang stand wohl das "Schwarzbuch Soziale Arbeit" von Mechthild Seithe (dessen zweite, erweiterte Auflage demnächst erscheint). Auf dieses Buch gab es von vielen, vielen Betroffenen und Interessenten eine unerwartet lebhafte und positive Resonanz. Dann hatte Beate Köhn die Idee einer Arbeitstagung, und schon bald wurde sie von den beiden (und vielen uneigennützigen Helfern) energisch und umsichtig in die Tat umgesetzt.
150 Leute aus der ganzen BRD (und auch einige aus Österreich) trafen sich am 17. und 18. Juni in Berlin in "der Pumpe", um über "Wege aus der neoliberalen Falle" zu beraten, um sich zu vernetzen und auch neue praktische Ziele abzustecken. Ich hatte das Vergnügen, diese zwei Tage als Fotograf (der ich nicht bin, allenfalls Fotolaie und -freund) zu begleiten. Meine Fotoeindrücke sind jetzt in diesen Webalben verfügbar:
Einmischen 1 - ein Tagungsüberblick
Einmischen 2 - Variationen einer Tagung
Einmischen 3 - Forum Theater
Die Tagungsteilnehmer waren sich einig, daß Widerstand zum Gebot der Stunde geworden ist. Die Profession "Soziale Arbeit" muß ebenso ihren eigenen, wissenschaftlich begründeten, humanistischen Ansprüchen wie den weitgehenden gesetzlichen Forderungen des gültigen (!) KJHG gerecht werden. Gerade weil letztere von der herrschenden Politik systematisch ignoriert oder ausgehöhlt werden.

Es bleibt nicht bei zwei Tagen Beratung in sachlich-kritischer und doch harmonisch-gelöster Atmosphäre, es bleibt nicht bei dem Appell von Prof. Dr. Hans Thiersch, Nestor einer lebensweltorientierten Sozialpädagogik, für die humanistische Qualität der Sozialen Arbeit in der gefährdeten, von wachsenden Widersprüchen zerrissenen Welt mit ganzer Verantwortung zu wirken.
Viele, die sich gefunden haben, arbeiten koordiniert weiter, haben Ideen und Mut und Partner für neue Aktivitäten gefunden. Vieles davon spiegelt sich schon jetzt auf der neuen Website "sozialearbeit.einmischen.info", einem unabhängigen Forum für Kritische Soziale Arbeit.
Es tut sich etwas, egal, ob linke Organisationen oder solche, die sich als Linke verstehen, das ignorieren oder unterstützen. Freilich, hilfreich wäre es schon, wenn linke Medien von solchen Initiativen berichten würden. Trotz wiederholter Einladung waren sie dazu nicht zu bewegen. Warum eigentlich?
kranich05 - 2011/07/02 11:37
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