Medizinstatistik
Notgedrungen interessiere ich mich nun für aufklärende Webseiten. Auf einer fand ich, daß bei 1% der Bypassoperationen Komplikationen auftreten. http://www.medizinfo.de/kardio/bypass.htm Weiß gar nicht, warum mich das beruhigt hat.
Gestern blätterte ich in einer nicht ganz neuen Ausgabe des „Kursbuch Gesundheit“. Dort hieß es, daß 1 bis 3 % der Bypassoperationen tödlich enden (für den Patienten, nehme ich an). Da ich außerdem einen Herzinfarkt-Risiko-Rechner befragt hatte http://chdrisk.uni-muenster.de/framingham.php und die Auskunft bekam, daß mein Risiko in den nächsten 10 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden bei 7 bis 8% liegt, fühle ich mich nunmehr zu einer Optimierungsaufgabe gedrängt:
Was ist besser, 3% Risiko sofort eingehen oder 7,5% auf 10 Jahre verteilen?
Leider habe ich im Internet, das so Vieles liefert, noch kein Antwortmodell gefunden, und mir selbst fehlen die wahrscheinlichkeitsrechnerischen Fähigkeiten, diese Frage zu beantworten.
Unklar ist auch, ob sich o.g. 7,5 % gleichmäßig auf 10 Jahre verteilen oder ob in den ersten 5 Jahren vielleicht nur zwei, drei Prozent Risiko auftreten, in den späteren Jahren dann 10, 15 %? Und was das für mich bedeuten sollte? Fragen über Fragen.
Bei 1% Operationsrisiko würde etwa jeder 100. Patient des behandelnden Chirurgen sterben. Könnte es nicht mein Risiko mindern, würde ich einen Chirurgen finden, der seit, sagen wir, 300 Operationen keinen Todesfall hatte? Ist das der Beste? Oder muß ich nicht befürchten, daß gerade beim ihm in nächster Zeit zwei, drei Patienten in kurzer Folge sterben werden?
Vielleicht wird gerade der beste Chirurg die schwierigsten Fälle operieren, so daß seine sozusagen persönliche Todesrate bei 2 % liegt und es dennoch ein Glücksfall wäre (sofern hier der Glücksbegriff erlaubt ist), unter sein Messer zu kommen?
Schwierig ist es auch, sich wirklich klar zu machen, was 1 % bedeutet.
Wenn Ackermann 20, 30 Millionen in seine Taschen lenkt oder Siemens-Manager 400 Millionen lenken (wohin eigentlich?) so ist das, außer bundesdeutschen Juristen, schwer verständlich zu machen. Sich 1 % vorzustellen, sollte demgegenüber ein Kinderspiel sein. Wirklich?
Nehmen wir den Fußball. An einem Spiel sind (ein paar rote Karten eingerechnet) 20 Leute beteiligt. Wir müßten also mit einem Toten bei fünf Fußballspielen rechnen. Ist das viel oder wenig?
Ich sehe pro Weltmeisterschaft zwei bis drei Spiele, das eine Prozent würde sich also im besten Falle erst nach 8 Jahren erfüllen. Ein anderer sieht Woche für Woche die komplette Bundesliga. Das wäre Woche für Woche ein Toter. Ist das nicht schrecklich?
Apropos rote Karte:
So wie hier über dieses ernste Thema zu denken, müßte das nicht umgehend mit derselben geahndet werden?
Gestern blätterte ich in einer nicht ganz neuen Ausgabe des „Kursbuch Gesundheit“. Dort hieß es, daß 1 bis 3 % der Bypassoperationen tödlich enden (für den Patienten, nehme ich an). Da ich außerdem einen Herzinfarkt-Risiko-Rechner befragt hatte http://chdrisk.uni-muenster.de/framingham.php und die Auskunft bekam, daß mein Risiko in den nächsten 10 Jahren einen tödlichen Herzinfarkt zu erleiden bei 7 bis 8% liegt, fühle ich mich nunmehr zu einer Optimierungsaufgabe gedrängt:
Was ist besser, 3% Risiko sofort eingehen oder 7,5% auf 10 Jahre verteilen?
Leider habe ich im Internet, das so Vieles liefert, noch kein Antwortmodell gefunden, und mir selbst fehlen die wahrscheinlichkeitsrechnerischen Fähigkeiten, diese Frage zu beantworten.
Unklar ist auch, ob sich o.g. 7,5 % gleichmäßig auf 10 Jahre verteilen oder ob in den ersten 5 Jahren vielleicht nur zwei, drei Prozent Risiko auftreten, in den späteren Jahren dann 10, 15 %? Und was das für mich bedeuten sollte? Fragen über Fragen.
Bei 1% Operationsrisiko würde etwa jeder 100. Patient des behandelnden Chirurgen sterben. Könnte es nicht mein Risiko mindern, würde ich einen Chirurgen finden, der seit, sagen wir, 300 Operationen keinen Todesfall hatte? Ist das der Beste? Oder muß ich nicht befürchten, daß gerade beim ihm in nächster Zeit zwei, drei Patienten in kurzer Folge sterben werden?
Vielleicht wird gerade der beste Chirurg die schwierigsten Fälle operieren, so daß seine sozusagen persönliche Todesrate bei 2 % liegt und es dennoch ein Glücksfall wäre (sofern hier der Glücksbegriff erlaubt ist), unter sein Messer zu kommen?
Schwierig ist es auch, sich wirklich klar zu machen, was 1 % bedeutet.
Wenn Ackermann 20, 30 Millionen in seine Taschen lenkt oder Siemens-Manager 400 Millionen lenken (wohin eigentlich?) so ist das, außer bundesdeutschen Juristen, schwer verständlich zu machen. Sich 1 % vorzustellen, sollte demgegenüber ein Kinderspiel sein. Wirklich?
Nehmen wir den Fußball. An einem Spiel sind (ein paar rote Karten eingerechnet) 20 Leute beteiligt. Wir müßten also mit einem Toten bei fünf Fußballspielen rechnen. Ist das viel oder wenig?
Ich sehe pro Weltmeisterschaft zwei bis drei Spiele, das eine Prozent würde sich also im besten Falle erst nach 8 Jahren erfüllen. Ein anderer sieht Woche für Woche die komplette Bundesliga. Das wäre Woche für Woche ein Toter. Ist das nicht schrecklich?
Apropos rote Karte:
So wie hier über dieses ernste Thema zu denken, müßte das nicht umgehend mit derselben geahndet werden?
kranich05 - 2006/12/18 19:47