Schopftintlinge

Nun ist es schon Mitte Dezember, doch das Gartenjahr will nicht enden.
Besonders freue ich mich über meine „Halbwilden“, die Schopftintlinge. Bei normalem Wetter ist es spätestens im November mit der Ernte vorbei. Dies Jahr aber wachsen sie unverdrossen.
Meckie hat ja ein Problem mit ihnen.

Zugegeben, der Schopftintling altert schnell und sieht dann höchst unansehnlich aus, schwarz und zerschlissen, ja widerwärtig, mit seinem triefenden Tintenrand.
Und ein kleines „Achtung!“ gibt es tatsächlich: Er darf nicht zusammen mit Alkohol verzehrt werden.
Jung und frisch genossen aber ist er ein vorzüglicher Speisepilz (wie auch sein volkstümlicher Name „Spargelpilz“ verrät).
Seit vielen Jahren wächst dieser Pilz in unserem Garten. Besondere Pflege braucht er nicht. Natürlich ernte ich nie so viel, daß ich ihn ausrotten würde. Und vor allem liefere ich ihm immer wieder seine Lebensgrundlage – Altholz von unseren Pappeln, Baumstümpfe, die nicht gerodet werden, sondern allmählich verrotten dürfen, ungestörte feuchte Garteneckchen. Er liebt Stickstoff (und bestätigt somit ein weiteres Mal, daß der Garten, obwohl ich seit Jahren auf chemischen Dünger verzichte, diesmal etwas zu viel davon hatte).
Pilzsuche hinterm Haus.

Wie man sieht, wächst er in Gruppen. Sogar das Ernten macht er uns bequem.
Den Maden schmeckt er übrigens auch, trotzdem haben sie wenig Chancen, eben weil er so schnell ist.

Interessant noch – habe mich da selbst eben erst bei Wikipedia schlau gemacht:
Der Schopftintling gilt als Heilpilz, und
er kann Nematoden einfangen und verdauen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schopftintling
kranich05 - 2006/12/15 12:30
Vorsicht,falscher Pilz
Der dargestellte Pilz ist der Faltentintling !!!!!!! und der ist leider giftig !!!!!!
Also beim sammeln im nächsten Jahr erst in ein richtiges Pilzbuch schauen.