Darwins Alptraum I
Fotos von der Schlußsequenz des Films






Buch, Kamera, Regie: Hubert Sauper
Frankreich/Österreich/Belgien 2004






Buch, Kamera, Regie: Hubert Sauper
Frankreich/Österreich/Belgien 2004
kranich05 - 2006/11/06 11:19
Das ein dokumentarisch angelegter Film oft mit stillen Bildern und Beobachtungen des Alltags, den Alptraum Afrika so schonungslos visualisiert hatte ich in dieser Form noch nicht gesehen. Sollte dokumentarisches Kino so sein?
Auf die Frage
Es gibt wohl nicht EIN Modell für den "richtigen" dokumentarischen Film oder auch die Dokumentarfotografie.
Wohl aber ergibt sich für mich die große Wirkung des Films aus
a) einem Insistieren auf das Bestehende/Wahrnehmbare. (Die "Augen werden geheftet" nach dem tiefen Satz von Hölderlin: "Die Lieb aber heftet fleißig die Augen.")
b) Dies beharrliche Hinschauen und Nachfragen ist von einem tiefen Problembewußtssein geleitet, das aber nie deklariert oder deklamiert wird.
c) Das intensiv Betrachtete (Gezeigte) ruft nach Verstehen, nach dem Begreifen von Zusammenhängen, die der Fim aber keineswegs liefert.
Der Film dokumentiert ganz und treibt gerade deshalb über sich hinaus.