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Exoten-Abenteuer im Garten

Es fing damit an, dass ich unbedingt mal Andenbeeren (Physalis) kultivieren wollte. (Werbespruch: Die Kultur der A. entspricht der der Tomate.) Ich besorgte mir Saatgut und erlebte, dass kein einziges Samenkorn keimte. Versuch wiederholt. Das Ergebnis war wieder gleich Null.
Jetzt drängte die Zeit, und ich ersteigerte bei Ebay Jungpflanzen. Mir ging es nur um die Andenbeere, doch zum Paket gehörten je eine Aubergine, Paprika, Artischocke und als Zugabe noch etliche Tomaten. Alles war ziemlich nachlässig verpackt und nichts beschriftet. Aber die Pflanzen waren gesund und kräftig.
Die jungen Tomaten zu identifizieren, machte kein Problem, auch nicht Paprika und Artischocke. Bei Aubergine und Andenbeere aber musste ich raten, und prompt habe ich beide Arten verwechselt.
Nachdem sich aus einer schönen Blüte meiner „Andenbeere“ dieses Gebilde zu entwickeln begann, schwante mir etwas.

Aubergine 1

Heute sieht meine erste und einzige Eierfrucht so aus und steht vor der Ernte.

Aubergine 2

Nachdem ich die Andenbeere richtig identifiziert hatte, wurde sie aus dem Topf in den Garten gepflanzt. In unmittelbarer Nachbarschaft von Tomate, Lavendel und Palmkohl entwickelte sie sich prächtig. Ich erinnerte mich: Kultur wie Tomate - also laufend ausgeizen? Genau das hatte ich mit einer anderen Exotin gemacht, der Melonenbirne, und dabei ständig die Blütenknospen, die sich in den Blattachseln bildeten, vernichtet. Die Pflanze wuchs und wuchs, bloß blühen wollte sie nicht.
Der Andenbeere ließ ich nun also ihre Freiheit. Sie schleudert ihre Zweige um sich, wie es die gezüchtigten Tomaten gerne täten. Ihre Blüten sind ziemlich unscheinbar aber die schönen „Lampions“ an der Unterseite der Zweige sind vergnüglich anzuschauen. Und viele, viele sind es.
Noch sehen sie schlicht grün aus. Nie ganz zufrieden, wie der Mensch ist, würde ich sie gern in verschiedenen Farben sehen….
Doch jetzt beobachte ich erstmal, wie ihre Entwicklung weitergeht.

Andenbeere

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