Was sagte Assad?
Frank-Walter Steinmeier, Merkels Diplomatenstern, reiste nach Damaskus, reiste nicht nach Damaskus, redete mit Syriens Präsidenten Assad, redete nicht mit Assad, schickt Zöllner an die syrische Grenze oder doch lieber deutsche Aufklärungsdrohnen oder weder noch.
Was sagte eigentlich Assad so unerwartet Schreckliches?

Der Wortlaut seiner Rede vor der 4. Konferenz der Syrischen Journalisten-Union oder wenigstens eine ausführliche Zusammenfassung ist in unserer um und um informierten Gesellschaft kaum zu finden. Fast allen Journalisten genügt es, ein paar knappe Zitatfetzen und die mediengerechte Verärgerung des deutschen Außenministers zu kolportieren.
Einem Bericht zufolge, der sich nicht in zweieinhalb Zitaen erschöpft ( http://alsharq.blogspot.com/ am 15. August), sagte Assad u.a.:
"Der Krieg gegen die Hizbollah sei nur ein Teil einer weiter angelegten Strategie der USA, Libanon und Syrien ein Friedensabkommen mit Israel nach dessen Vorstellungen zu diktieren. "Es gibt keine Verbindung zwischen der Gefangennahme der beiden Soldaten und dem Krieg gegen den Libanon. Der Krieg war schon zuvor beschlossen Sache. Jeder der das nicht erkennt, hat eine gestörte Wahrnehmung."
Wollte Herr Steinmeier etwa dem syrischen Präsidenten diese einfachen Tatsachen ausreden?
"Die von Syrien unterstützte Hizbollah bezeichnete Assad als legitime Widerstandsbewegung, da die israelische Agression auch seit dem Rückzug aus dem Südlibanon 2000 nicht geendet habe und Verletzungen des libanesischen Luftraums durch israelische Kampfflugzeuge an der Tagesordnung seien."
Ob Herr Steinmeier diese nüchternen Feststellungen dem syrischen Präsidenten widerlegen kann?
"Assad forderte Israel auf seine "Arroganz" aufzugeben. "Wir in Syrien, Libanon und Palästina haben noch immer Land, das nicht befreit ist. Entweder sie bewegen sich in Richtung Frieden und geben den Arabern ihre Rechte zurück, oder sie bewegen sich in Richtung anhaltender Instabilität."
Glaubt Herr Steinmeier mit der derzeitigen Bundesregierung im Ernst, man könne das legitime syrische Interesse an den von Israel besetzten Gebieten ignorieren?
Zum Schluß sagt Assad noch
"In den letzten Schlachten habt ihr den Geschmack der Erniedrigung kennen gelernt. Eure Waffen werden euch nicht schützen, weder eure Flugzeuge, noch eure Raketen, auch nicht eure Atombombe. Die kommenden arabischen Generationen werden einen Weg finden Israel zu besiegen."
Zweifellos eine Kampfansage an den israelisch-amerikanischen Aggressor, (für den Fall, daß er sich nicht "in Richtung Frieden bewegt" und nicht "den Arabern ihre Rechte zurückgibt").
Unerhört! Man kuscht nicht, sondern erklärt, daß der Kampf weiter geht.
Das scheint den Außenminister der deutschen Fastgroßmacht und beflissenen Erfüllungsgehilfen imperialer Politk (Gerade hatte Deutschland mitverhindert, daß nach dem Massaker von Kanaa die EU eine sofortigen Waffenstillstand forderte.) vor ein unlösbares Problem gestellt zu haben.
Was sagte eigentlich Assad so unerwartet Schreckliches?

Der Wortlaut seiner Rede vor der 4. Konferenz der Syrischen Journalisten-Union oder wenigstens eine ausführliche Zusammenfassung ist in unserer um und um informierten Gesellschaft kaum zu finden. Fast allen Journalisten genügt es, ein paar knappe Zitatfetzen und die mediengerechte Verärgerung des deutschen Außenministers zu kolportieren.
Einem Bericht zufolge, der sich nicht in zweieinhalb Zitaen erschöpft ( http://alsharq.blogspot.com/ am 15. August), sagte Assad u.a.:
"Der Krieg gegen die Hizbollah sei nur ein Teil einer weiter angelegten Strategie der USA, Libanon und Syrien ein Friedensabkommen mit Israel nach dessen Vorstellungen zu diktieren. "Es gibt keine Verbindung zwischen der Gefangennahme der beiden Soldaten und dem Krieg gegen den Libanon. Der Krieg war schon zuvor beschlossen Sache. Jeder der das nicht erkennt, hat eine gestörte Wahrnehmung."
Wollte Herr Steinmeier etwa dem syrischen Präsidenten diese einfachen Tatsachen ausreden?
"Die von Syrien unterstützte Hizbollah bezeichnete Assad als legitime Widerstandsbewegung, da die israelische Agression auch seit dem Rückzug aus dem Südlibanon 2000 nicht geendet habe und Verletzungen des libanesischen Luftraums durch israelische Kampfflugzeuge an der Tagesordnung seien."
Ob Herr Steinmeier diese nüchternen Feststellungen dem syrischen Präsidenten widerlegen kann?
"Assad forderte Israel auf seine "Arroganz" aufzugeben. "Wir in Syrien, Libanon und Palästina haben noch immer Land, das nicht befreit ist. Entweder sie bewegen sich in Richtung Frieden und geben den Arabern ihre Rechte zurück, oder sie bewegen sich in Richtung anhaltender Instabilität."
Glaubt Herr Steinmeier mit der derzeitigen Bundesregierung im Ernst, man könne das legitime syrische Interesse an den von Israel besetzten Gebieten ignorieren?
Zum Schluß sagt Assad noch
"In den letzten Schlachten habt ihr den Geschmack der Erniedrigung kennen gelernt. Eure Waffen werden euch nicht schützen, weder eure Flugzeuge, noch eure Raketen, auch nicht eure Atombombe. Die kommenden arabischen Generationen werden einen Weg finden Israel zu besiegen."
Zweifellos eine Kampfansage an den israelisch-amerikanischen Aggressor, (für den Fall, daß er sich nicht "in Richtung Frieden bewegt" und nicht "den Arabern ihre Rechte zurückgibt").
Unerhört! Man kuscht nicht, sondern erklärt, daß der Kampf weiter geht.
Das scheint den Außenminister der deutschen Fastgroßmacht und beflissenen Erfüllungsgehilfen imperialer Politk (Gerade hatte Deutschland mitverhindert, daß nach dem Massaker von Kanaa die EU eine sofortigen Waffenstillstand forderte.) vor ein unlösbares Problem gestellt zu haben.
kranich05 - 2006/08/18 16:39