kostenloser Counter

[>>]

Herr Segert ist ein freundlicher Mensch

Daß er außerdem tatkräftig eingreift, wenn Not am Mann ist, geht aus diesem Bericht hervor.
http://segert.net/weblog/stille-helfer-in-der-not/

Ich kenne Herrn Segert nicht persönlich aber wer angesichts einer solch empörenden Tatsachenverdrehung die Ruhe behält, niemanden anklagt und auch noch eine Reflexion über Stille Helfer anstellt, der zeigt wirklich eine überlegene Würde.

Mir bestätigt sich, was ich wieder und wieder erfahren habe:
Die modernen gesellschaftlichen Medien verdunkeln grundsätzlich die Wirklichkeit. Sie verbreiten Lug und Trug.
Einzelne Gegenbeispiele gibt es. Sie sind nur nach sorgfältigster Prüfung auffindbar.
ralph (Gast) - 2006/06/27 11:24

Danke für den netten Text. :-) Aber wie es mit den freundlichen Menschen manchmal so ist, verleitet mich meine Impulsivität derweil auch zu überzogener Unfreundlichkeit. ;-)

kranich05 - 2006/06/28 20:20

In mir rumort es weiter

Hallo Ralph,
wie ich heute beim Blick auf Ihr Blog gesehen habe, ist das, was ich als erste Frage äußern wollte, überholt: Wie hat sich die Zeitung (die Zeitungen) verhalten, nachdem man sie auf ihre Falschinformation hingewiesen hat.
Es gab eine Korrektur und alle haben "das Gesicht gewahrt".

Die gallige Schlußwendung, die ich meinem Kommentar gegeben habe, dürfte als übertrieben erscheinen.
In der Tat sind die Verhältnisse zwischen den Medien und uns Medienkonsumenten nicht so einfach.
Schon oft habe ich erlebt, daß Medien obwohl man sie genauestens informiert hat (auch schriftlich) trotzdem elementare und auch sinnentstellende Berichtsfehler gemacht haben; in Fällen in denen bestimmt keinerlei Manipulierungsabsicht vorlag.
Das scheint der "normale" Verzerrungsgrad bei der Verarbeitung von Informationen zu sein.

Schlimm aber sind Informationsverfälschungen, die mit manipulierender Absicht erfolgen. Es dabei direkt mit der Unwahrheit zu versuchen, ist nur eine Methode. Eine andere sind die Halb- und Teilwahrheiten. Eine dritte, vielleicht die häufigste, ist das Weglassen von Informationen, besonders effektiv in Kombination mit dem Setzen von Themen, die die Medien selbst kreieren. (Beispiel: Seitenweise füllte der tote Bär die Zeitungen, dagegen verschwand faktisch die zeitgleiche Meldung von der Tragödie der Kölner Mietschuldnerin, die ihr Kind und sich umgebracht hat.) Es gibt natürlich noch viel mehr. Die hohe Schule: Ganz "bescheiden bleiben", "kein Wässerchen trüben", nur darauf setzen, daß der Konsument schon die richtigen Assoziationen haben wird. (Der schämt sich vielleicht noch für seine bösen Gedanken!)

Mich läßt es total unbefriedigt, immer und immer wieder die Erfahrung zu machen, von den Medien "über den Tisch gezogen worden zu sein" und dann nichts anderes machen zu können als meinen Ärger in die Luft zu blasen. Ich erlebe diese Situation (da es ja manchmal um wichtige Dinge geht) als eine andauernde Vergewaltigung.
Ich versuche, über die wiederholten Erfahrungen mich zu einer Erkenntnis vorzutasten, zu einem Urteil, daß ich an kommende Fälle anlege (auf die Gefahr des "Vorurteils").
Die Sensibilisierung für diesen ganzen traumatichen Komplex mit Bezug zu Realität oder Irrealität von Demokratie halte ich für dringlich. Für mich benenne ich das Thema mit dem Ausdruck "Informationshygiene". Aber das ist wohl eine persönliche Erfindung. Wikipedia kennt den Begriff nicht.

Ein weites Feld, auf dem ich mir nicht Michels Mütze über die Ohren ziehen mag.
Vielleicht hätte ich nicht so viel geschrieben, wäre mir nicht ein nächstes Posting in die Quere gekommen, etwas anders gelagert doch auch verwandt.
http://begleitschreiben.twoday.net/stories/2252994/
Gregor Keuschnig - 2006/06/29 12:37

Galle

So harmlos die ganze Sache daherkommt - so exemplarisch ist das allerdings. In einem dörflichen Rahmen lassen sich solche "Missverständnisse" (Wie kann da ein Missverständnis entstehen, es sei denn, einer von beiden ist ein Analphabet?) ausräumen. Aber was ist mit anderen, politischen, gar weltpolitischen Angelegenheiten? Wieviel erfahren wir hier von den "Missverständnissen"? Es ist schon schon, wie Du geschrieben hast: Am perfidesten ist, was weggelassen wird.

Hinzu kommt, dass einer vom anderen abschreibt, wieder neu interpretiert, usw. Neulich las ich auf einem Blog zur Siegerin des Bachmann-Literaturpreises. Der Blogger rekurrierte auf eine "Kurzzusammenfassung" des Textes der Preisträgerin, um ihn (den Text) für sich zu interpretieren. Der Text hat nur 14 oder 15 Seiten - das Lesen aus erster Hand kommt offensichtlich aus der Mode (das merke ich auch in der Handke-Diskussion, als man mehr als einmal lesen konnte 'Handke lesen? Nein, ich weiss auch so, was er geschrieben / gesagt hat.') Bei Bloggern ist das vielleicht noch akzeptabel - aber es ist auch inzwischen gängige Praxis beim Journalismus. Vielleicht deswegen gerade bloggen?

Trackback URL:
http://opablog.twoday.net/stories/2243488/modTrackback


Aktuelle Beiträge

Der Demokrat
Jener Knecht, der um der Freiheit willen sich selbst...
gitano - 2010/01/07 13:45
Kleinste Lehrstücke
Kleine "Sicherheitsübung" des irischen und des...
kranich05 - 2010/01/07 13:32
Gut, dass Du daran erinnerst. Ganz...
Gut, dass Du daran erinnerst. Ganz gleich, was man...
gitano - 2010/01/07 13:25
Aha! Wieder was gelernt!...
Aha! Wieder was gelernt! (als Nicht-Ossi war mir das...
Gartentante (Gast) - 2010/01/07 12:37
An Edom!
An Edom! Ein Jahrtausend schon und länger, Dulden...
kranich05 - 2010/01/06 13:47

Archiv

Juni 2006
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 3 
 8 
16
18
19
24
27
29
30
 
 
 

RSS Box

Suche

 

Status

Online seit 1482 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2010/01/07 13:45

Credits

vi knallgrau GmbH

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)

twoday.net AGB