Gute Reformen
Eigentlich ein „weißer Schimmel“, sollte man meinen, denn Reformen, die nichts verbessern, sind doch gar keine. Ganz so einfach liegen die Dinge aber nicht. Durch die Masse Mensch geht ein Riss, und Reformen heute, die für Einige hochwillkommene neue Freiheiten sind, bedeuten für Viele Existenzunsicherheit und sozialen Abstieg.
Vor die Alternative „Reform oder Revolution“ gestellt, habe ich mich zeitlebens für „Revolution“ entschieden. Dem lag nicht immer eine ideologische Konsequenz zugrunde; „alles oder nichts“ war mir einfach sympathischer als das ewige „teils, teils“ und „sowohl, als auch“.
Dann durfte ich mein ganzes bewusstes politisches Leben, 50 Jahre lang, den quälenden Lebensprozess und Niedergang einer großen Revolution erleben, war selbst in dieses Geschehen eingebunden, aktiv und passiv, bis zum Untergang.
Danach: Denkpause!
Heute frage ich mich, ob es Revolutionen DES Menschen, DER Menschheit, DER Natur usw. überhaupt gibt.
Die Revolution ist eine progressive Umwälzung bestimmter konkreter Verhältnisse einer Gesellschaft, im besten Fall sehr grundsätzlicher Verhältnisse, z. B. des Eigentums und der Macht, die auch den anderen gesellschaftlichen Bereichen Fortschritte ermöglicht.
Aber die Gesellschaft der siegreichen Revolution ist noch die alte, wohl eine, die einen Rubikon überschritten hat aber doch eine, vor der ein langer Marsch wirklicher Veränderung liegt.
Dieser lange Marsch löst sich auf in eine Stufenleiter progressiver (revolutionärer) Reformen, also solcher Reformen, die das Versprechen der Revolution Schritt für Schritt in handfeste Wirklichkeit überführen. Revolutionäre, die diese „Mühen der Ebene“ nicht bewältigen, die gar glauben, „man könne sich die Revolution in die Tasche stecken“ (Lenin) müssen scheitern. Am Ende erweisen sie sich als die letzten und schließlich erfolgreichen Feinde der Revolution.
(Darauf, wie zeitfordernd, mühsam Aufbauprozesse im Gegensatz zu Abbauprozessen sind, gibt es hier einen interessanten Hinweis: http://axonas.twoday.net/stories/2100130/.)
Heute bewegen wir uns wahrlich nicht in der Ebene nach einer siegreichen Revolution. Aber verkennen wir nicht: Auch wir leben in Möglichkeitsfeldern. Die Geschichte ist keineswegs zu Ende. Wir können (und müssen) an dem mitgestalten, was der wirkliche Zukunftsrahmen unseres eigenen Lebens ist. Und keineswegs sind nur Merkel, Münte und Co. zum Reformieren berufen, also Leute, deren Hauptgeschicklichkeit darin besteht, alle vier Jahre den Bürgern ihre Stimme abzujagen, um dann scheinermächtigt die Reichen und Mächtigen und Schönen noch reicher und mächtiger und schöner zu machen.
Die Linke hat allen Grund, ein anderes, ein kühnes, ein für die Menschen gutes Reformpaket, zu formulieren und dafür die Mehrheiten zu organisieren. Viel Schritte sind denkbar und der Rahmen weit gesteckt. Weder der neoliberale Kapitalismus, noch der Kapitalismus überhaupt, sind im Grundgesetz der BRD festgeschrieben.
Vor die Alternative „Reform oder Revolution“ gestellt, habe ich mich zeitlebens für „Revolution“ entschieden. Dem lag nicht immer eine ideologische Konsequenz zugrunde; „alles oder nichts“ war mir einfach sympathischer als das ewige „teils, teils“ und „sowohl, als auch“.
Dann durfte ich mein ganzes bewusstes politisches Leben, 50 Jahre lang, den quälenden Lebensprozess und Niedergang einer großen Revolution erleben, war selbst in dieses Geschehen eingebunden, aktiv und passiv, bis zum Untergang.
Danach: Denkpause!
Heute frage ich mich, ob es Revolutionen DES Menschen, DER Menschheit, DER Natur usw. überhaupt gibt.
Die Revolution ist eine progressive Umwälzung bestimmter konkreter Verhältnisse einer Gesellschaft, im besten Fall sehr grundsätzlicher Verhältnisse, z. B. des Eigentums und der Macht, die auch den anderen gesellschaftlichen Bereichen Fortschritte ermöglicht.
Aber die Gesellschaft der siegreichen Revolution ist noch die alte, wohl eine, die einen Rubikon überschritten hat aber doch eine, vor der ein langer Marsch wirklicher Veränderung liegt.
Dieser lange Marsch löst sich auf in eine Stufenleiter progressiver (revolutionärer) Reformen, also solcher Reformen, die das Versprechen der Revolution Schritt für Schritt in handfeste Wirklichkeit überführen. Revolutionäre, die diese „Mühen der Ebene“ nicht bewältigen, die gar glauben, „man könne sich die Revolution in die Tasche stecken“ (Lenin) müssen scheitern. Am Ende erweisen sie sich als die letzten und schließlich erfolgreichen Feinde der Revolution.
(Darauf, wie zeitfordernd, mühsam Aufbauprozesse im Gegensatz zu Abbauprozessen sind, gibt es hier einen interessanten Hinweis: http://axonas.twoday.net/stories/2100130/.)
Heute bewegen wir uns wahrlich nicht in der Ebene nach einer siegreichen Revolution. Aber verkennen wir nicht: Auch wir leben in Möglichkeitsfeldern. Die Geschichte ist keineswegs zu Ende. Wir können (und müssen) an dem mitgestalten, was der wirkliche Zukunftsrahmen unseres eigenen Lebens ist. Und keineswegs sind nur Merkel, Münte und Co. zum Reformieren berufen, also Leute, deren Hauptgeschicklichkeit darin besteht, alle vier Jahre den Bürgern ihre Stimme abzujagen, um dann scheinermächtigt die Reichen und Mächtigen und Schönen noch reicher und mächtiger und schöner zu machen.
Die Linke hat allen Grund, ein anderes, ein kühnes, ein für die Menschen gutes Reformpaket, zu formulieren und dafür die Mehrheiten zu organisieren. Viel Schritte sind denkbar und der Rahmen weit gesteckt. Weder der neoliberale Kapitalismus, noch der Kapitalismus überhaupt, sind im Grundgesetz der BRD festgeschrieben.
kranich05 - 2006/06/13 20:17
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