Hallo, ausgeschlafen? - Trinitatis
Ich geb's zu, daß ich nie etwas mit dem "heiligen Geist" anfangen konnte. Gottvater und Gottes Sohn, na gut. Aber wozu brauchte es noch den Dritten im Bunde?
Da ich immerhin einst Philosophie studiert habe, stelle ich mir natürlich ein Armutszeugnis aus. Aber es ist, wie es ist.
Vorgestern, Pfingstsonntag, schwätzten wir beim Frühstück mal wieder über Kirche, wie erfreulich es ist, daß endlich die kirchenfeiertagsfreie Zeit anfängt. (Obwohl sich diesmal leider der Papst dazwischen drängt.) Mrs. Tapir klärte mich auf, wie wichtig Pfingsten sei, da nun der heilige Geist in die Jünger ausgegossen sei. Endlich wußten sie genau, was sie zu tun hatten.
Mir fällt es wie Schuppen von den Augen: Der heilige Geist ist nichts anderes als das Weihevehikel des ganzen endlosen Kirchenschranzentums!
Alle Achtung, das ist clever konstruiert.
Mein Interesse für die frühe Kirchenzeit wächst.
Was alles ging damals los, um den Dreh der "konstantinischen Schenkung" herum?
Was war vorher?
Die Kirche stieg auf in das Untergangsszenario hinein des größten Imperiums aller Zeiten. Eine Zeit, in der sich (wie heute) niemand vorstellen konnte, wie es anders, jenseits alles Gewohnten, weitergehen könnte.
Sie wuchs zur Megaspinne heran, die alles zu integrieren vermochte: Die Herren samt Rattenschwanz ihrer Büttel, die fremden Barbaren und die eingeborenen armen Schweine aller Seiten, Prekariat.
Und sie begann virtuos eine neue, eine virtuelle Welt, zu handhaben.
Da ich immerhin einst Philosophie studiert habe, stelle ich mir natürlich ein Armutszeugnis aus. Aber es ist, wie es ist.
Vorgestern, Pfingstsonntag, schwätzten wir beim Frühstück mal wieder über Kirche, wie erfreulich es ist, daß endlich die kirchenfeiertagsfreie Zeit anfängt. (Obwohl sich diesmal leider der Papst dazwischen drängt.) Mrs. Tapir klärte mich auf, wie wichtig Pfingsten sei, da nun der heilige Geist in die Jünger ausgegossen sei. Endlich wußten sie genau, was sie zu tun hatten.
Mir fällt es wie Schuppen von den Augen: Der heilige Geist ist nichts anderes als das Weihevehikel des ganzen endlosen Kirchenschranzentums!
Alle Achtung, das ist clever konstruiert.
Mein Interesse für die frühe Kirchenzeit wächst.
Was alles ging damals los, um den Dreh der "konstantinischen Schenkung" herum?
Was war vorher?
Die Kirche stieg auf in das Untergangsszenario hinein des größten Imperiums aller Zeiten. Eine Zeit, in der sich (wie heute) niemand vorstellen konnte, wie es anders, jenseits alles Gewohnten, weitergehen könnte.
Sie wuchs zur Megaspinne heran, die alles zu integrieren vermochte: Die Herren samt Rattenschwanz ihrer Büttel, die fremden Barbaren und die eingeborenen armen Schweine aller Seiten, Prekariat.
Und sie begann virtuos eine neue, eine virtuelle Welt, zu handhaben.
kranich05 - 2011/06/14 11:56