Wirtschaft und Gesellschaft in Homers Ilias

Ein interessanter, auch kurzweiliger Blick auf Homers berühmtes Werk.
Gefangene werden nur ausnahmsweise gemacht: Als ein trojanischer Späher abgefangen wird, ruft er: "Fangt mich lebend! Ich kaufe mich frei. In Troja gehört mir Erz und Gold und vielbearbeitetes Eisen!" (Ilias 10, 378f.) Antwort von Diomedes, der ihn fing: "Verlierst du unter meinen Händen bezwungen, das Leben, wirst du hernach nicht mehr eine Plage sein den Hellenen!" (Ilias 10, 452f.) und schnitt ihm die Kehle durch.
Frauenraub: (Nestor an die Achaier vor Troja): "Drum dränge keiner eher darauf, nach Hause zu kehren, ehe er nicht bei einer der troischen Frauen geschlafen..." (Ilias 2, 354f.)

Spott über Gegner: Als ein Trojaner sterbend kopfüber vom Wagen fällt, wird er im Spott mit einem Tauchenden verglichen: "Wenn er wohl einmal auch auf dem Meer, dem fischreichen wäre, so würde er viele sattmachen der Mann da, nach Austern fischend." (Ilias 16, 746f.)
Tauschhandel: "Und Schiffe aus Lemnos waren angekommen, die Wein brachten. ... Von dort holten sich Wein die ... Achaier: Manche gegen Erz und andere gegen braunrotes Eisen, andere gegen Häute und andere gegen die ganzen Rinder, andere gegen Sklaven, und sie hielten ein blühendes Mahl." (Ilias 7, 467-475.)
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kranich05 - 2006/04/23 00:12
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