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Durch Energieautonomie zu Energiesicherheit

Ein Beitrag von Andrea Noll, in dem sie einer Titelgeschichte des Spiegel
("'Der neue Kalte Krieg" von Erich Follath ('Der Spiegel' vom 27.03. 2006, Seiten 70-88)
das Buch von Hermann Scheer gegenüberstellt "Energieautonomie - Eine neue Politik für erneuerbare Energien", 2005 im Verlag Antje Kunstmann.

Hier ein Abschnitt über die Subventionierung der verschiedenen Energiearten:
"Die fossilen und atomaren Energien bezeichnet Scheer als den "größten Subventionsfall der Weltwirtschaftsgeschichte": "... gab und gibt es reichliche Subventionen für die atomaren und fossilen Energien. Ihre Gesamthöhe ist bisher nie vollständig erfasst worden. Der Energiewissenschaftler André de Moor legte 2001 eine Berechnung jährlicher Subventionen in Höhe von 244 Mrd. Dollar vor, davon 53 Mrd. für Kohle, 52 Mrd. für Erdöl, 46 Mrd. für Erdgas, 48 Mrd. für Strom, 16 Mrd. für Atomenergie und neun Mrd. für die Nutzung erneuerbarere Energien. 34 Prozent der Gesamtsubventionen werden von den OECD-Ländern aufgebracht, 66 Prozent entfallen auf alle anderen. Die Subventionen für erneuerbare Energien machen demnach lediglich 3,7 Prozent der Gesamtsubventionen aus." (S.135/136) Die Subventionen tragen zur Aufrechterhaltung des atomar-fossilen Energiesystems bei: "Sie bewirken eine weltweit wirksame Kostendegression: Das Mengenangebot an fossilen Brennstoffen wird dadurch künstlich hoch und das Energiepreisniveau niedrig gehalten, und auch die Kapazitätsauslastung der Transportinfrastruktur wird gesichert. Nicht in diesen Berechungen erfasst sind die Subventionen in Form der weltweit praktizierten Steuerbefreiung für Flug- und Schiffstreibstoffe (...) Subventionen, die in vielen Ländern in den Bau von Strom- und Gasleitungen fließen. Die Gesamtheit aller direkten und indirekten Energiesubventionen liegt mit großer Wahrscheinlichkeit bei über 500 Mrd. Dollar jährlich. Zählt man die staatlichen Forschungs- und Entwicklungsmittel für die Atomenergie hinzu, die in Teil I auf etwa eine Billion Dollar geschätzt wurden, so ergibt sich das atemberaubende Bild eines ungeheuren politischen Kraftakts für die Bereitstellung atomarer und fossiler Energien - und ein jämmerliches Bild politischer Kraftlosigkeit in der Förderung erneuerbarer Energien, denen gerade mal ein Fünfzigstel der Subventionen für konventionelle Energien zuflossen." (S.136) "Die Arbeitsteilung zwischen Energiewirtschaft und -politik begründete jahrzehntelang einen ungestörten Energiekonsens." (S.137)

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