Mehr Arbeit erpressen
Ein erhellender Blick in Marx’ „Kapital“.
Er schreibt: Im Maße, wie die Verlängerung der Arbeitszeit gesetzlich begrenzt wird, „wird die Maschine in der Hand des Kapitals zum objektiven und systematisch angewandten Mittel, mehr Arbeit in derselben Zeit zu erpressen. Es geschieht dies… durch erhöhte Geschwindigkeit der Maschinen und erweiterten Umfang der von demselben Arbeiter zu überwachenden Maschinerie oder seines Arbeitsfeldes.“ (Marx/Engels, Werke, Bd. 23, S.431-440).
Den letzten Hinweis habe ich hervorgehoben, weil genau das meinen Beobachtungen beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf im großen „Kaufland“ entspricht. Eine einzige Verkäuferin ist eingesetzt, zugleich für den Wurst- und Fleischstand, die Käsetheke, den Fisch- und den Feinkostverkauf! Sie bedient den einen Kunden, 10m entfernt stellt sich der nächste an, sie rennt zu ihm, (im Laufen neue Hygienehandschuhe überstreifend), bedient, rennt zum ungnädig wartenden dritten. Und so den ganzen Tag. Dabei verdient sie ein Geld, das knapp zum Leben reicht (und gewiß nicht zur „privaten Altervorsorge“, wie sie ihr die amtierenden Politganoven ans Herz legen) und - ist froh, dass sie Arbeit hat.
http://www.jungewelt.de/2006/03-11/003.php
Er schreibt: Im Maße, wie die Verlängerung der Arbeitszeit gesetzlich begrenzt wird, „wird die Maschine in der Hand des Kapitals zum objektiven und systematisch angewandten Mittel, mehr Arbeit in derselben Zeit zu erpressen. Es geschieht dies… durch erhöhte Geschwindigkeit der Maschinen und erweiterten Umfang der von demselben Arbeiter zu überwachenden Maschinerie oder seines Arbeitsfeldes.“ (Marx/Engels, Werke, Bd. 23, S.431-440).
Den letzten Hinweis habe ich hervorgehoben, weil genau das meinen Beobachtungen beim wöchentlichen Lebensmitteleinkauf im großen „Kaufland“ entspricht. Eine einzige Verkäuferin ist eingesetzt, zugleich für den Wurst- und Fleischstand, die Käsetheke, den Fisch- und den Feinkostverkauf! Sie bedient den einen Kunden, 10m entfernt stellt sich der nächste an, sie rennt zu ihm, (im Laufen neue Hygienehandschuhe überstreifend), bedient, rennt zum ungnädig wartenden dritten. Und so den ganzen Tag. Dabei verdient sie ein Geld, das knapp zum Leben reicht (und gewiß nicht zur „privaten Altervorsorge“, wie sie ihr die amtierenden Politganoven ans Herz legen) und - ist froh, dass sie Arbeit hat.
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kranich05 - 2006/03/11 22:20
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