Neues Projekt 3 – antifaschistisch
Heinz Dieterich
(Seite 116) erwähnt das Diktum Horkheimers, dass „wer vom Kapitalismus spricht auch über den Faschismus sprechen muss“.
Weiter heißt es bei Dieterich:
Das großbürgerliche Interesse verteidigt sehr wohl die formale Demokratie. Wo die Menschen jedoch darüber hinaus streben und realen demokratischen Einfluss verlangen, besteht die Strategie zunächst darin, sie durch hohes Konsumtionsniveau „ruhig zu stellen“.
Wenn es den Machthabern nicht mehr gelingt, diese materielle Lebensqualität der Massen zu garantieren (oder füge ich hinzu: Wenn sie zu der Einschätzung gelangen, dass dies eigentlich ein überflüssiger Aufwand ist), wird dieses „zentrale Kohäsionselement bürgerlicher Demokratie“ brüchig. Wachsende Schwierigkeiten führen zu „verschärften nationalen Verteilungskonflikten, die ihrerseits den Demokratieabbau des Staates vorantreiben.“ Im Ergebnis kommt es (bei Fortexistenz der Formaldemokratie) zur Akzeptanz „doppelter Standards“ also Wertezerstörung und damit zugleich zu einem Einsickern faschistischer Verfahrensweisen in den Alltag der Gesellschaft.
In unserem gegenwärtigen Gesellschaftszustand, so scheint mir, ist nicht der Paukenschlag einer neuen faschistischen Machtergreifung die nächstliegende Gefahr, sondern viel mehr die Gewöhnung von Mehrheiten an vorerst begrenzte Einzelerscheinungen faschistischen Charakters, die formaldemokratisch gewählte Politiker zu verantworten haben.
Das USA-Gefangenenlager Guantanamo ist ein solcher nun schon jahrelang ertragener faschistischer Pfahl im Fleisch der westlichen Demokratie.
Der israelische Mauerbau treibt eine Gettoisierung der Palästinenser voran, die Menschen- und Völkerrecht vorsätzlich missachtet.
Allerjüngste Meldungen über „unvermeidbare Tötungen Kranker“ im vom Hurrikan „Katrina“ bedrohten New Orleans
http://derstandard.at/?url=/?id=2348270 gefunden bei http://rebellmarkt.blogger.de/
offenbaren, wenn sie sich denn bestätigen, eine tief in der „Zivilgesellschaft“ vorhandene Bereitschaft zu faschistischer Lebensvernichtung, die wahrhaft Grauen erregt.
Übrigens, dass wir fast nichts darüber erfahren, was in New Orleans den Menschen geschah und geschieht, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die westliche Meinungsindustrie ihre Aufgabe der Informationsverhinderung erfüllt.
(Seite 116) erwähnt das Diktum Horkheimers, dass „wer vom Kapitalismus spricht auch über den Faschismus sprechen muss“.
Weiter heißt es bei Dieterich:
Das großbürgerliche Interesse verteidigt sehr wohl die formale Demokratie. Wo die Menschen jedoch darüber hinaus streben und realen demokratischen Einfluss verlangen, besteht die Strategie zunächst darin, sie durch hohes Konsumtionsniveau „ruhig zu stellen“.
Wenn es den Machthabern nicht mehr gelingt, diese materielle Lebensqualität der Massen zu garantieren (oder füge ich hinzu: Wenn sie zu der Einschätzung gelangen, dass dies eigentlich ein überflüssiger Aufwand ist), wird dieses „zentrale Kohäsionselement bürgerlicher Demokratie“ brüchig. Wachsende Schwierigkeiten führen zu „verschärften nationalen Verteilungskonflikten, die ihrerseits den Demokratieabbau des Staates vorantreiben.“ Im Ergebnis kommt es (bei Fortexistenz der Formaldemokratie) zur Akzeptanz „doppelter Standards“ also Wertezerstörung und damit zugleich zu einem Einsickern faschistischer Verfahrensweisen in den Alltag der Gesellschaft.
In unserem gegenwärtigen Gesellschaftszustand, so scheint mir, ist nicht der Paukenschlag einer neuen faschistischen Machtergreifung die nächstliegende Gefahr, sondern viel mehr die Gewöhnung von Mehrheiten an vorerst begrenzte Einzelerscheinungen faschistischen Charakters, die formaldemokratisch gewählte Politiker zu verantworten haben.
Das USA-Gefangenenlager Guantanamo ist ein solcher nun schon jahrelang ertragener faschistischer Pfahl im Fleisch der westlichen Demokratie.
Der israelische Mauerbau treibt eine Gettoisierung der Palästinenser voran, die Menschen- und Völkerrecht vorsätzlich missachtet.
Allerjüngste Meldungen über „unvermeidbare Tötungen Kranker“ im vom Hurrikan „Katrina“ bedrohten New Orleans
http://derstandard.at/?url=/?id=2348270 gefunden bei http://rebellmarkt.blogger.de/
offenbaren, wenn sie sich denn bestätigen, eine tief in der „Zivilgesellschaft“ vorhandene Bereitschaft zu faschistischer Lebensvernichtung, die wahrhaft Grauen erregt.
Übrigens, dass wir fast nichts darüber erfahren, was in New Orleans den Menschen geschah und geschieht, ist ein weiteres Beispiel dafür, wie die westliche Meinungsindustrie ihre Aufgabe der Informationsverhinderung erfüllt.
kranich05 - 2006/02/20 00:21