Fabelsau
Ein wilder Eber stand mit hängender Zunge am Zaun und guckte sich die Augen aus nach einer dicken rosa Sau, die hinter dem Zaun in einem Gehege mit ihren Kindern im Schlamm wühlte.
"Guten Morgen, Gnädige Frau!", sprach er sie errötend an. "Würde es Ihnen vielleicht gefallen, mit mir zu kommen und im freien Wald zu leben?"
"Warum sollte ich das tun?", fragte die Sau erstaunt. "Bleib im Lande und nähre dich redlich! Das ist mein Wahlspruch."

"Wenn Sie mit mir kommen, werden Sie ganz neue, aufregende Dinge kennen lernen, wunderbare Dinge, die eine so schöne Frau erleben sollte, Dinge, von denen Sie hier nur träumen können", raspelte der Eber sein Süßholz weiter.
"Ich weiß nicht recht", überlegte die Sau und kaute nachdenklich auf dem Stück Rübe herum, dass sie soeben gefunden hatte. "Ich lebe eigentlich gerne hier im Gehege."
"Ich ziehe die Freiheit vor, Gnädigste", grunzte der Eber mit tiefer Stimme.
"Warum sollte ich mit dir kommen? Mir geht es hier doch gut. Wir haben hier alles, was wir brauchen", flötete die Sau.
"Bis auf die Freiheit der Wälder, gnädige Frau", grunzte der Eber und verdrehte verführerisch seine Augen. "Ich könnte sie Ihnen bieten."
"Was bringt denn deine Freiheit", fragte sie skeptisch. "Kriegen eure Säue etwa keine Kinder?"
"Doch, natürlich. Aber", verkündete der Eber voller Stolz, "unsere Kinder sind gestreift."
http://www.geschichten-werkstatt.de/
"Guten Morgen, Gnädige Frau!", sprach er sie errötend an. "Würde es Ihnen vielleicht gefallen, mit mir zu kommen und im freien Wald zu leben?"
"Warum sollte ich das tun?", fragte die Sau erstaunt. "Bleib im Lande und nähre dich redlich! Das ist mein Wahlspruch."

"Wenn Sie mit mir kommen, werden Sie ganz neue, aufregende Dinge kennen lernen, wunderbare Dinge, die eine so schöne Frau erleben sollte, Dinge, von denen Sie hier nur träumen können", raspelte der Eber sein Süßholz weiter.
"Ich weiß nicht recht", überlegte die Sau und kaute nachdenklich auf dem Stück Rübe herum, dass sie soeben gefunden hatte. "Ich lebe eigentlich gerne hier im Gehege."
"Ich ziehe die Freiheit vor, Gnädigste", grunzte der Eber mit tiefer Stimme.
"Warum sollte ich mit dir kommen? Mir geht es hier doch gut. Wir haben hier alles, was wir brauchen", flötete die Sau.
"Bis auf die Freiheit der Wälder, gnädige Frau", grunzte der Eber und verdrehte verführerisch seine Augen. "Ich könnte sie Ihnen bieten."
"Was bringt denn deine Freiheit", fragte sie skeptisch. "Kriegen eure Säue etwa keine Kinder?"
"Doch, natürlich. Aber", verkündete der Eber voller Stolz, "unsere Kinder sind gestreift."
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kranich05 - 2006/02/18 00:45