Neues Projekt 1 – Utopie?
Haben wir nicht genug von allen Visionen?
Gewiß, Marx und Engels wussten den „theoretischen Sinn der deutschen Arbeiter“ zu schätzen, vor 150 Jahren. Wir aber, nach dem schmachvollen Ende unseres Realsozialismus, sind doch „am Ende mit allen Träumen“.
Andererseits ist es schwer, solche nüchternen, historisch-analytischen Betrachtungen einfach zu ignorieren, wie die folgenden:
„Die qualitativen Sprünge in der Entwicklung der Menschheit werden immer durch Historische Projekte hervorgerufen, welche Produkte der Interessen und Durchsetzungsweisen der großen sozialen Akteure und Klassen sind.“
und
„Daraus folgt, dass die Klasse oder das soziale Subjekt, das einer systematischen Zukunftsvision entbehrt und folglich spontan, ohne historische Projekt agiert, niemals Eigner seiner Zukunft sein wird, sondern immer nur Wegbereiter und Handlanger der triumphierenden Klasse.“
So Heinz Dieterich auf den Seiten 20 und 21 seines Buches.

Meinen Sozialismus habe ich, hergeleitet von Marx, Engels, Lenin, als wahre, wissenschaftliche Erkenntnis verstanden. Die Gesetze, die grundlegenden Notwendigkeiten des menschlichen Lebens, glaubte ich begriffen zu haben. Das hat mir eine fragwürdige Selbstsicherheit gebracht und manchmal geistigen Hochmut.
Der Begriff „Projekt“ hingegen, hat von vornherein vom-Menschen-Entworfenes zum Inhalt. Er schließt von Anfang an Denken, Handeln und Sich-Korrigieren ein. Er handelt von den Vielen, die Antwort auf bedrückende Fragen suchen, die einander zuhören, die Lösungsansätze suchen, von denen sie wissen, dass sie nicht endgültig sein können.
In diesem Sinne erwäge ich nun doch, trotz aller erlebten Enttäuschungen, mich auf ein neues sozialistisches Projekt einzulassen.
Gewiß, Marx und Engels wussten den „theoretischen Sinn der deutschen Arbeiter“ zu schätzen, vor 150 Jahren. Wir aber, nach dem schmachvollen Ende unseres Realsozialismus, sind doch „am Ende mit allen Träumen“.
Andererseits ist es schwer, solche nüchternen, historisch-analytischen Betrachtungen einfach zu ignorieren, wie die folgenden:
„Die qualitativen Sprünge in der Entwicklung der Menschheit werden immer durch Historische Projekte hervorgerufen, welche Produkte der Interessen und Durchsetzungsweisen der großen sozialen Akteure und Klassen sind.“
und
„Daraus folgt, dass die Klasse oder das soziale Subjekt, das einer systematischen Zukunftsvision entbehrt und folglich spontan, ohne historische Projekt agiert, niemals Eigner seiner Zukunft sein wird, sondern immer nur Wegbereiter und Handlanger der triumphierenden Klasse.“
So Heinz Dieterich auf den Seiten 20 und 21 seines Buches.

Meinen Sozialismus habe ich, hergeleitet von Marx, Engels, Lenin, als wahre, wissenschaftliche Erkenntnis verstanden. Die Gesetze, die grundlegenden Notwendigkeiten des menschlichen Lebens, glaubte ich begriffen zu haben. Das hat mir eine fragwürdige Selbstsicherheit gebracht und manchmal geistigen Hochmut.
Der Begriff „Projekt“ hingegen, hat von vornherein vom-Menschen-Entworfenes zum Inhalt. Er schließt von Anfang an Denken, Handeln und Sich-Korrigieren ein. Er handelt von den Vielen, die Antwort auf bedrückende Fragen suchen, die einander zuhören, die Lösungsansätze suchen, von denen sie wissen, dass sie nicht endgültig sein können.
In diesem Sinne erwäge ich nun doch, trotz aller erlebten Enttäuschungen, mich auf ein neues sozialistisches Projekt einzulassen.
kranich05 - 2006/02/07 13:44