Tamarillo (nicht Tamarinde)

Auch Baumtomate wird sie genannt, dabei erinnert ihr Geschmack kaum an Tomaten. Wie eine große Eierpflaume sieht sie aus - und hat mit denen doch gar nichts zu tun.
Ursprünglich stammt sie aus dem Hochland von Peru, wird aber heute überall in den Tropen angebaut.
Man halbiert die frischen Früchte und löffelt sie aus. Das innere, wässrige Fruchtfleisch schmeckt köstlich mild säuerlich, ganz wenig süßlich, und dann ist da noch ein weiterer feiner Aromaanteil zu spüren. Früher habe ich mich darüber mokiert, wenn der Geschmack mancher Apfelsorten als „parfümiert“ bezeichnet wurde. Und nun möchte ich am liebsten diesen Begriff verwenden.
Zur Schale hin ist das Fruchtfleisch weniger saftig. Es bleibt weich, wird fast mehlig, und ein Bittergeschmack mischt sich ein. Direkt unter der (dünnen) Schale ist es am Bittersten.
Ich hab’ ja die Geschmacksqualität „bitter“ erst lernen müssen. Heute liebe ich sie, besonders beim Löwenzahn und würde sicher, bei regelmäßigem Verzehr, auch den Bitterstoff der Tamarillo schätzen lernen.
Gut vorstellbar übrigens, dass die Tamarillo bestens zum Verfeinern pikanter Soßen geeignet ist.
Leider wird sie, bei einem Stückpreis von 1,45 €, nur selten auf meinem Speisezettel zu finden sein.
kranich05 - 2006/02/02 18:02