Samstag, 3. September 2011

Erfahrungen mit dem Pedelec Kalkhoff Agattu F8

Pedelec Kalkhoff Agattu F8

Teuer genug war es ja - 2000 Euronen.
Gefahren hat es Mrs. Tapir 400 km im Havelland und der Altmark, also in ebenem Gelände, teils auf guten Radwegen oder Fahrradstraßen, aber auch auf unbefestigten Waldwegen und sogar auf "wilden Wiesen", die irgendwann mal Radwege erhalten sollen.
Das Hauptergebnis gleich zu Anfang: Das Pedelec hat sich voll und ganz bewährt, denn es hat uns überhaupt erst gemeinsame Radtouren ermöglicht. Ich (71 J.), einigermaßen geübt, fahre ohne Motor, und die E-Motor-Unterstützung für Mrs. Tapir (63 J.) gleicht unseren Leistungsunterschied komplett aus. So haben wir normalerweise Tagesetappen zwischen 40 und 60 km ohne Quälerei bewältigt.
Übrigens mußte es ein Pedelec mit Frontantrieb sein wegen der Gewohnheit mit dem Rücktritt zu bremsen. Uns scheint, daß sich der Frontantrieb auf Sandwegen besonders bewährt, weil er zieht, nicht schiebt. Das scheint zusätzlich zu stabilisieren.
Die Erfahrungen mit der Akkureichweite sind differenziert.
Wir fuhren immer mittelschwer beladen, d.h. ohne Zelt und -zubehör und auch ohne Notebook aber sonst mit allem, was man so in 10 Tagen braucht.
Der Ladezustand des Akkus wird in drei Stufen angezeigt. Am ersten Tag schaltete er nach 20 km von Stufe 3 auf 2, nach 50 km auf Stufe 1 und nach 55 km war Schluß. Die restlichen drei Kilometer bis zum Tagesziel mußte Mrs. Tapir ohne Motor radeln, was ihr sauer genug wurde. Die Hälfte der Strecke an diesem Tag waren Stadtfahrten, die anscheinend besonders zehren. Rückblickend meinte die Fahrerin später, daß sie wohl allzu großzügig die stärkste Unterstützungsstufe (drei Stufen sind wählbar) benutzt hatte.
An den meisten anderen Tagen (bessere Strecke, rationellere Fahrweise) war Ladungsstufe 3 nach 22 bis 24 km ausgeschöpft. Stufe 2 auszuschöpfen ist uns nicht wieder gelungen, auch nach 58 und 60 km nicht. Längere Tests haben wir nicht gemacht. Übrigens hatte Mrs. Tapir auf geeigneten Strecken den Motor einige Male abgestellt, was entgegen ihrer Erfahrung vom ersten Tag, nicht belastend war.
Mit dem Aufladen des Akkus in den jeweiligen Pensionen und Hotels hatten wir keine Probleme.
Allgemein kann man sagen, daß das Interesse der Leute am Pedelec sehr groß war und auch viele ziemlich sachkundig fragten. Anscheinend liebäugeln viele mit solchem Gefährt. Nur zu.

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