Mensch und Natur
Wir sind daran gewöhnt, daß der Mensch "mit Schrauben und Zwingen" der Natur ihre Schätze entreißt.
Der Einsatz eines Mähdreschers auf dem Feld läßt nicht an Erntefreuden denken, eher an an Krieg.

Behaupte keiner, das brauche der Mensch, um seine Lebensbedürfnisse zu befriedigen.
Das einzige Bedürfnis, das befriedigt wird, ist das nach Gewinn.
Wie anders es sein kann, beschreibt Jose Saramago:
"Die Straße verläuft weiter in einem friedlichen Wechselspiel von Kurve und Gegenkurve, mal bergab, mal bergauf; von der einen Seite sieht man die Häuser besser, selbst sie harmonieren mit der Landschaft. Das hier ist keine Einöde. Es gab eine Zeit, in der diese Schiefergebirge erschreckende, borstige Massen gewesen sein mögen, die in der Sommersonne glühten oder bei Unwettern von tosenden Wasserfällen überschwemmt wurden, gewaltige steinerne Wüsteneien, die nicht einmal zur Verbannung taugten. Dann kam der Mensch und machte sich daran, das Land zu bebauen. Mit Schmiedehammer und Keilhacke nahm er den Stein auseinander und bearbeitete ihn, als zerbröckelte er ihn zwischen seinen rauen Händen, stapelte ihn zu Mauern, kilometerlang, um nicht zu sagen Tausende von Kilometern lang, wenn man alle Mauern zusammenzählt, die in diesem Land errichtet wurden, um Wein, Obst- und Olivenbäumen Halt zu geben. Hier, zwischen Vila Real und Peso de Regua, erreicht die Kunst des Terrassenbaus den Gipfel der Perfektion, es ist eine Arbeit, die nie abgeschlossen ist, man muß stets aufpassen und nachbessern, dort, wo die Erde eingebrochen ist, wo die Felsplatten auseinander rutschen, wo ein Wurzel mit ihrer Hebelwirkung eine Mauer am Ende des Tales zum Einsturz zu bringen droht. Von weitem betrachtet sehen diese Männer und Frauen aus wie Zwerge aus dem Lande Liliput, die letztlich in ihrer Vielzahl den Bergen trotzen und sie zu bändigen wissen. Riesige Menschen sind das, aber nur in der ausschweifenden Phantasie des Reisenden, wenn man bedenkt, dass die Menschen eine ganz normale Größe haben, Schluss damit."
"Die portugiesische Reise", Hamburg 2003, Seite 62/63.
Der Einsatz eines Mähdreschers auf dem Feld läßt nicht an Erntefreuden denken, eher an an Krieg.

Behaupte keiner, das brauche der Mensch, um seine Lebensbedürfnisse zu befriedigen.
Das einzige Bedürfnis, das befriedigt wird, ist das nach Gewinn.
Wie anders es sein kann, beschreibt Jose Saramago:
"Die Straße verläuft weiter in einem friedlichen Wechselspiel von Kurve und Gegenkurve, mal bergab, mal bergauf; von der einen Seite sieht man die Häuser besser, selbst sie harmonieren mit der Landschaft. Das hier ist keine Einöde. Es gab eine Zeit, in der diese Schiefergebirge erschreckende, borstige Massen gewesen sein mögen, die in der Sommersonne glühten oder bei Unwettern von tosenden Wasserfällen überschwemmt wurden, gewaltige steinerne Wüsteneien, die nicht einmal zur Verbannung taugten. Dann kam der Mensch und machte sich daran, das Land zu bebauen. Mit Schmiedehammer und Keilhacke nahm er den Stein auseinander und bearbeitete ihn, als zerbröckelte er ihn zwischen seinen rauen Händen, stapelte ihn zu Mauern, kilometerlang, um nicht zu sagen Tausende von Kilometern lang, wenn man alle Mauern zusammenzählt, die in diesem Land errichtet wurden, um Wein, Obst- und Olivenbäumen Halt zu geben. Hier, zwischen Vila Real und Peso de Regua, erreicht die Kunst des Terrassenbaus den Gipfel der Perfektion, es ist eine Arbeit, die nie abgeschlossen ist, man muß stets aufpassen und nachbessern, dort, wo die Erde eingebrochen ist, wo die Felsplatten auseinander rutschen, wo ein Wurzel mit ihrer Hebelwirkung eine Mauer am Ende des Tales zum Einsturz zu bringen droht. Von weitem betrachtet sehen diese Männer und Frauen aus wie Zwerge aus dem Lande Liliput, die letztlich in ihrer Vielzahl den Bergen trotzen und sie zu bändigen wissen. Riesige Menschen sind das, aber nur in der ausschweifenden Phantasie des Reisenden, wenn man bedenkt, dass die Menschen eine ganz normale Größe haben, Schluss damit."
"Die portugiesische Reise", Hamburg 2003, Seite 62/63.
kranich05 - 2010/08/02 11:40