Neues Denken
Als vor 25 Jahren die Endkrise des Realsozialismus begann, spielten Begriffe, wie "Perestroika" und "Glasnost" eine zentrale Rolle; zunehmend damals auch die Formulierung "neues Denken".
Heute sind diese Begriffe vor allem mit dem Partei- und Regierungschef Gorbatschow verbunden. Nicht Wenige rechnen mit "Gorbi" gnadenlos ab und bezichtigen ihn des mehr oder weniger bewußten Verrats am Sozialismus.
Es liegt mir fern, für Gorbi zu eifern. Wer sich in Strickjackendiplomatie mit Helmut Kohl gefällt und von Jelzin abservieren läßt, landet am Ende zu Recht bei den üblichen Preisverleihungsevents und Talkrunden.
Doch beim Wiederlesen damaliger Aufzeichnungen (z. B. hier) wird mir nicht nur erneut gegenwärtig, welche Hoffnungen mit dem "neuen Denken" verbunden waren. Heute, unter dem Eindruck der sich vertiefenden Finanz- und Wirtschaftskrise des kapitalistischen Systems und noch mehr unter dem Eindruck des augenscheinlich unaufhaltsamen Abgleitens der Menschheit in ihre Zivilisationskrise, steht vor uns allen die Notwendigkeit eines ganz Neuen Denkens gebieterischer denn je.
Die frühen Versuche, mit neuem Denken eine neue Politik zu begründen, mögen dilletantisch gewesen sein.
Überflüssig waren sie nicht.
Abgegolten sind sie nicht.
Aufgehoben sind sie nicht.
Heute sind diese Begriffe vor allem mit dem Partei- und Regierungschef Gorbatschow verbunden. Nicht Wenige rechnen mit "Gorbi" gnadenlos ab und bezichtigen ihn des mehr oder weniger bewußten Verrats am Sozialismus.
Es liegt mir fern, für Gorbi zu eifern. Wer sich in Strickjackendiplomatie mit Helmut Kohl gefällt und von Jelzin abservieren läßt, landet am Ende zu Recht bei den üblichen Preisverleihungsevents und Talkrunden.
Doch beim Wiederlesen damaliger Aufzeichnungen (z. B. hier) wird mir nicht nur erneut gegenwärtig, welche Hoffnungen mit dem "neuen Denken" verbunden waren. Heute, unter dem Eindruck der sich vertiefenden Finanz- und Wirtschaftskrise des kapitalistischen Systems und noch mehr unter dem Eindruck des augenscheinlich unaufhaltsamen Abgleitens der Menschheit in ihre Zivilisationskrise, steht vor uns allen die Notwendigkeit eines ganz Neuen Denkens gebieterischer denn je.
Die frühen Versuche, mit neuem Denken eine neue Politik zu begründen, mögen dilletantisch gewesen sein.
Überflüssig waren sie nicht.
Abgegolten sind sie nicht.
Aufgehoben sind sie nicht.
kranich05 - 2009/10/17 12:46