"Desertec".
Die Süddeutsche meldet, daß deutsche Konzerne (und zwar die Creme) beabsichtigen, 400 Mrd Euro zur ökologischen Stromgewinnung in Wüsten Nordafrikas zu investieren.
Für mich ist das das erste ernstzunehmende Signal dafür, daß die amtierende Wirtschaftsmafia einen erfolgreichen kapitalistisch-imperialistischen Weg aus der Krise finden könnte.
Denn:
- Damit würden gleichsam unbegrenzte Finanzmittel in die Realwirtschaft fließen.
- Man würde einen substantiellen Beitrag gegen die ökologische Krise leisten.
- Die Massen sind für Ziele dieser Art zu gewinnen und können für ihre Verwirklichung zu materiellem und demokratischem Verzicht bereit gemacht werden.
- Geostrategische Probleme des atlantischen Kapitals können bewältigt werden.
- Summa Summarum: Die gegeben Machtverhältnisse bleiben nicht nur unangetastet, werden stattdessen sogar gefestigt.
Dieses Projekt (und in der Perspektive ein ganzes System vergleichbarer Projekte von den Regierungen in konzertierter Aktion vorangetrieben) kann das leisten (und vermutlich mit weniger Opfern) , was der II. Weltkrieg dem Kapitalismus zur Überwindung seiner Ersten Großen Depression geleistet hat.
Es kann nichts weniger, als den Neustart der ganzen Chose markieren.