Am Wochenende ging es nach Lychen. Das Hoffest im
Haus Vogelsang des Vereins ÖKOSTADT e. V. soll sehr schön gewesen sein. Am Sonntag 10 Uhr stand ein "Reste-Brunch" auf dem Programm und zwar mit Heiko von den
"Kölner Erwerbslosen in Aktion". Von denen hatte ich schon gehört. Leute, die sich nicht ducken, sondern sich wehren. Das interessierte mich, und ich schwang mich aufs Fahrrad.
Es hat sich gelohnt.

"Wir sind Betroffene, und wir sind in einer Notwehrsituation", sagte Heiko. Sie haben sich zusammengetan, sind selbst aktiv geworden, haben sich nicht auf das System der Betroffenenvertreter verlassen. In vielen wohlüberlegten und überraschenden, offensiven Aktionen haben sie Mut bewiesen und gelernt, sich zu behaupten. Man muß seine Rechte kennen und sie mit frechem Nachdruck gemeinsan vertreten - so könnte man die Lehren zusammenfassen, die Heiko uns vermittelte.
Diesen Geist atmet auch das "Überlebenshandbuch", das weit verbreitet sein sollte.
Wie mir die Fahrradtour bekommen ist? Ich hatte mich nicht speziell präpariert.
Hinfahrt 70 KM, in 3,5 Stunden mit einer Viertelstunde Pause.
Rückfahrt 70 KM in 5 Stunden, mit zwei Pausen von gesamt knapp einer Stunde.
Einerseits bin ich stolz, das mal so locker zu schaffen. Andererseits, die Jahre machen sich bemerkbar. Es ist nicht zu leugnen.
Von der Landschaft habe ich nicht viel gesehen aber die frische Luft genossen.